Kimi Antonelli (Mercedes): Die Lehren aus der Rookie-Saison
Mercedes-Pilot Kimi Antonelli fuhr 2025 seine erste Saison in der Formel 1. Der Rookie analysiert selbstkritisch, was seine Fehler im ersten Jahr waren und welche Lehren er daraus für 2026 zieht.
Mit 150 Punkten aus 24 GPs und sechs Sprints ist Formel-1-Debütant Kimi Antonelli (Mercedes) der WM-Siebte – und damit, was die Punkte angeht, der beste Neuling in der Saison 2025. Was nimmt er daraus mit in seine zweite Formel-1-Saison? Antonelli: «In der nächsten Saison werde ich viel besser vorbereitet sein. Ich werde mir meiner Umgebung viel bewusster sein. Und ich werde viel besser wissen, was mich erwartet.»
Antonellis Aufstieg in der F1 war enorm steil. Mit 18 Jahren, also direkt nach Erreichen des inzwischen eingeführten Mindestalters fuhr er 2024 seine erste Formel-1-Trainingssession. Da trat er gerade parallel in seiner ersten Saison Formel 2 an. Die Formel 3 hatte er übersprungen. Beschleunigt wurde sein schneller Aufstieg in die Formel 1 durch den Abgang von Lewis Hamilton zu Ferrari. So wurde Antonellis jetziges Cockpit bei Mercedes frei. Mit Platz 7 in der WM-Wertung 2025 ist er nominell der beste Rookie – hatte aber auch von allen Debütanten das stärkste Auto.
Insgesamt legte der junge Italiener eine souveräne Premierensaison hin, auch wenn er hin und wieder kleinere Probleme hatte. Antonelli: «Ich glaube, ich habe definitiv gelernt, wie man schwierige Momente überwindet. Und auch, was man an einem Rennwochenende nicht tun sollte. Ich habe viel darüber gelernt, welche Einstellung man während eines Rennwochenendes haben muss, um die bestmögliche Leistung zu bringen. Ich habe im Laufe der Saison sehr, sehr viel gelernt. Jetzt habe ich natürlich etwas Zeit, um über das ganze Jahr nachzudenken. Ich freue mich einfach auf 2026.» Für ihn geht es auch kommendes Jahr bei Mercedes weiter – mit einem komplett neuen Auto allerdings.
Antonelli geht auf Nachfrage noch ein wenig mehr ins Detail: «Sicherlich gab es Momente während des Wochenendes, in denen ich mit der falschen Einstellung an die Sache herangegangen bin. Manchmal war ich etwas zu konservativ, manchmal etwas zu aggressiv. Ich denke, ein Fehler, den ich vor allem in der schwierigen Phase gemacht habe, war, dass ich dem Ergebnis hinterhergejagt bin, anstatt mich auf den Prozess zu konzentrieren, um dorthin zu gelangen. Insgesamt waren das meiner Meinung nach die wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe. Natürlich auch, mir Zeit für mich selbst zu nehmen. Zu verstehen, was für mich am besten ist und was nicht. Das war definitiv eine weitere Sache, die ich gelernt habe.» Eine Premiere steht für Antonelli noch an: Seine erste Winterpause als Formel-1-Fahrer. Ab 2026 ist er dann kein Rookie mehr – und der eine oder andere Fehler wird dann vielleicht auch nicht mehr so leicht verziehen…
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