Lando Norris (1.): «Bin nicht stolz darauf»
McLaren-Star Lando Norris feierte im Sprint auf dem Autódromo José Carlos Pace den Sieg, nachdem ihn sein Teamkollege Oscar Piastri vorbeigelassen hatte, um ihm im WM-Titelkampf gegen Max Verstappen zu helfen.
Im Sprint von São Paulo schaffte es Lando Norris als Erster ins Ziel, allerdings nur, weil sein McLaren-Teamkollege Oscar Piastri ihm die Führung und damit den Sieg überlassen hatte. Der Australier hatte angekündigt, seinem Stallgefährten im Titelkampf gegen Max Verstappen helfen zu wollen und hielt auch Wort.
Das McLaren-Team bedankte sich gleich beim 23-Jährigen aus Melbourne und auch Norris sagte. "Ich bin nicht stolz darauf, aber wir haben als Team gut miteinander gearbeitet – und das verdanken wir Oscar. Er hätte den Sieg verdient, aber wir haben gemacht, was wir tun mussten."
"Wir hatten ein grossartiges Tempo, deshalb ist die Vorfreude auf das Rennen am Sonntag schon gross", betonte der 24-Jährige Brite, der auch selbstbewusst anfügte: "Ich glaube, wir sind deutlich schneller als die Jungs hinter uns.
So lief der Sprint:
Die GP-Stars durften den Sprint auf trockener Piste und knapp 28,5 Grad Celsius Aussentemperatur in Angriff nehmen. Die Wetterexperten sagten eine Regenwahrscheinlichkeit von 10 Prozent voraus, und die Streckentemperatur lag bei knapp 50 Grad, als das Feld – angeführt von Polesetter Oscar Piastri – die Aufwärmrunde fuhr.
Beim Start kam der Australier deutlich besser weg als der neben ihm startende Norris und war schon mehr als eine halbe Sekunde vor dem Briten unterwegs, nachdem er die erste Rennrunde absolviert hatte. Einen schlechten Start hatte auch Lewis Hamilton, der gleich drei Positionen einbüsste und auf Position 14 zurückfiel. Freuen durfte sich hingegen Nico Hülkenberg, der drei Plätze gewinnen konnte.
Nachdem ein Viertel des 24-Runden-Rennens durch war, betrug Piastris Vorsprung bereits acht Zehntel, dahinter folgten Norris, Charles Leclerc, Max Verstappen, Carlos Sainz, George Russell, Pierre Gasly, Liam Lawson, Nico Hülkenberg und Oliver Bearman, der im Haas-Renner von Kevin Magnussen teilnehmen durfte, weil der Däne sich nicht wohl fühlte. Sergio Pérez, Alex Albon, Franco Colapinto, Hamilton, Esteban Ocon, Valtteri Bottas, Yuki Tsunoda, Fernando Alonso, Lance Stroll und Guanyu Zhou belegten die weiteren Positionen.
In der neunten Runde zog Bearman in der ersten Kurve an Hülkenberg vorbei und kurz darauf überholte auch Pérez den Deutschen in der vierten Kurve auf der Innenbahn. Weiter hinten im Feld überholte Stroll seinen Aston Martin-Teamkollegen Fernando Alonso.
Zur Halbzeit lautete die Reihenfolge Piastri vor Norris, Leclerc, Verstappen, Sainz, Russell, Gasly, Lawson, Pérez, Bearman, Hülkenberg, Albon, Colapinto, Hamilton, Ocon, Tsunoda, Bottas, Stroll, Alonso und Zhou. Der zweifache Weltmeister auf der zweitletzten Position liess sich nicht beirren und überholte seinen Stallgefährten in der ersten Kurve, womit er auf Position 18 unterwegs war.
Die grosse Frage war, wann die beiden McLaren an der Front die Positionen tauschen würden, denn Piastri hatte am Vortag angekündigt, zu Gunsten seines Teamkollegen auf den Sieg zu verzichten, da sich dieser im WM-Titelkampf gegen Verstappen befindet.
In Runde 18 griff Verstappen Leclerc nach etlichen erfolglosen Versuchen an und zog am Ferrari vorbei. Auch sein Teamkollege Sergio Pérez konnte eine Position gewinnen, er überholte Lawson und war damit auf Platz 8 unterwegs.
Eine Aufholjagd zeigte auch Hamilton, der sich bis zur 21. Runde wieder auf den elften Platz vorkämpfte, von dem er das Rennen in Angriff genommen hatte. Kein Glück hatte Hülkenberg, der seinen Renner auf der Strecke abstellen musste. In Runde 22 erfolgte der Platztausch der beiden McLaren-Fahrer, kurz darauf bremste die Rennleitung das Feld mittels virtuellem Safety-Car ein, um den Haas-Renner von der Piste zu schaffen.
In der letzten Runde durften die Fahrer wieder Gas geben und Verstappen versuchte noch, an Piastri vorbeizuziehen, kam schliesslich aber hinter Sieger Norris und Piastri ins Ziel. Leclerc, Sainz, Russell, Gasly und Pérez komplettierten die Top-8, dahinter kamen Lawson, Albon, Hamilton, Colapinto, Ocon, Bearman, Tsunoda, Bottas, Zhou, Alonso und Stroll ins Ziel.
Sprint, São Paulo
01. Lando Norris (GB), McLaren, 29:46,045 min
02. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +0,593 sec
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +1,497
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +5,656
05. Carlos Sainz (E), Ferrari, +7,224
06. George Russell (GB), Mercedes, +12,475
07. Pierre Gasly (F), Alpine, +18,161
08. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +18,717
09. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, +20,773
10. Alex Albon (T), Williams, +24,606
11. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +29,764
12. Franco Colapinto (RA), Williams, +33,233
13. Esteban Ocon (F), Alpine, +34,128
14. Oliver Bearman (GB), Haas, +35,507
15. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +41,374
16. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +43,231
17. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, +54,139
18. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +56,537
19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +57,983
Out
Nico Hülkenberg (D), Haas, Getriebe
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