Las Vegas: Hamilton/Ferrari Letzter – kein Einzelfall
Der englische Formel-1-Superstar Lewis Hamilton hat seine erste Saison mit Ferrari als Albtraum bezeichnet. Nun ist er am Tiefpunkt angelangt: letzter Startplatz beim Nachtrennen von Las Vegas.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Lewis Hamilton im ersten Quali-Segment des Las Vegas-GP ausgeschieden, als – was für eine Schmach! – 20. und damit Letzter.
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Selbst langjährige Fans von Lewis Hamilton sind baff: Hat es so etwas schon einmal gegeben an bislang 378 GP-Wochenenden des erfolgreichsten Formel-1-Fahrers? Wir haben rasch nachgeguckt: Spanien 2012: Startplatz 24 Ungarn 2014: Startplatz 22 China 2026: Startplatz 22 Belgien 2016: Startplatz 21 Malaysia 2010: Startplatz 20 Deutschland 2014: Startplatz 20 Brasilien 2017: Startplatz 20
Also ja, die Aussicht von so weit hinten ist für Lewis Hamilton nicht neu. Neu hingegen ist – in Q1 von Las Vegas gab es kein technisches Problem, keine Fahrfehler, keine Stubser von Gegnern, keine Strafversetzung wegen des Einbaus neuer Motorteile.
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Dass Lewis Hamilton in einer GP-Quali Letzter ist, ohne ein gravierendes Problem zu haben, sondern alleine dessen, weil bei solidem Speed das Timing versemmelt worden ist, das ist neu. Hamilton ist der erste Formel-1-Werksfahrer seit Giancarlo Fisichella 2009 in Abu Dhabi, der in der Quali aus mangelndem Speed Letzter geworden ist. Der 105-fache GP-Sieger – seit Las Vegas vor einem Jahr ohne GP-Podestplatz – gibt zu: "Also noch schlimmer geht es eigentlich nicht. Mir fehlen die Worte. Unsere Leistung war offensichtlich nicht gut genug, und ich hatte nicht mehr zu bieten. Ich konnte die Reifen einfach nicht auf Temperatur bringen. Ich hatte starkes Untersteuern, und ich glaube, eine meiner Vorderradbremsen war verglast, sodass ich vor den Kurven grosse Schwierigkeiten hatte zu bremsen." "Es ist natürlich sehr ärgerlich, denn im dritten freien Training fühlte sich der Wagen fantastisch an. Da dachte ich, es würde ein grossartiger Tag werden, aber er hat sich leider als der schlechteste herausgestellt. Übler geht es nicht." "Die nassen Bedingungen haben uns gewiss nicht geholfen. Die Sicht war schlecht, und wir hatten das Pech, durch einige gelbe Flaggen behindert zu werden, wodurch ich in meinen letzten drei Versuchen keine saubere Runde fahren konnte." Auf die Frage, was von P20 möglich sei, gibt sich Hamilton rauflustig: "Ich will in die Top-Ten vordringen."
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Qualifying, Las Vegas
01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:47,934 min 02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:48,257 03. Carlos Sainz (E), Williams, 1:48,296 04. George Russell (GB), Mercedes, 1:48,803 05. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:48,961 06. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:49,062 07. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:49,466 08. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:49,554 09. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:49,872 10. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:51,540 11. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:52,781 12. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:52,850 13. Esteban Ocon (F), Haas, 1:52,987 14. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:53,094 15. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:53,683 16. Alex Albon (T), Williams, 1:56,220 17. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:56,314 18. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:56,674 19. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:56,798 20. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:57,115
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