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Oh, da hat Nelson Piquet jr. ja schon wieder Klärungsbedarf. In der für ihn verfassten Kolumne einer brasilianischen Zeitung waren die Verdienste seines Vaters Nelson offenbar über die des Intim-Rivalen Ayrton Senna gestellt worden.
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Im Prinzip hatten die beiden ein ganzes Jahrzehnt beherrscht. Nelson senior gewann die Titel 1981, 1983 und 1987. Ayrton 1988, 1990 und 1991. Sie konnten sich nicht riechen, vor allem der frühe Star den späteren nicht. Beide galten als extrem talentiert, furchtlos, technisch hochbegabt, super-clever.
Nelson junior klärt nun auf: "Ich habe nichts Kontroverses bezüglich Ayrton Senna behauptet. Ich habe lediglich herausgestellt: Wenn er zehn Jahre früher gefahren wäre, dann hätte er nicht den Erfolg gehabt wie mein Vater."
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Nelson jr. begründet seine gewagte Einschätzung mit den unterschiedlichen Anforderungen Ende der 70er, Anfang der 80er und zehn Jahre später: "Ende der 70er Jahre war die Haltbarkeit der Autos viel geringer. Die Fahrer mussten sich viel mehr um die mechanische Seite der Autos kümmern."
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Es sei kein Zufall gewesen, so Nelsinho, dass sein Vater an Reifenwärmern, aktiver Radaufhängung und verbesserten Turbo-Motoren mitgewirkt habe. Wogegen Ayrtons einzige Aufgabe darin bestanden habe, schnell zu fahren.
Diese Einschätzung hat einen wahren Kern, den Wandel in Sachen Standfestigkeit, übersieht aber, dass Senna in jedem Bereichen sämtliche verfügbaren Register gezogen hat. Das geradezu sein Markenzeichen. Wenn er mehr auf seine Getriebe oder Radaufhängungen oder Motoren hätte achten müssen, hätte er es sicher auch getan. Und vor allem: gekonnt. Senna war selbst ein Tüftler. Der kleine Piquet kriegt dann am Ende aber ganz gut die Kurve, indem er behauptet, Ayrton Senna sei vom reinen Tempo her "der Beste" gewesen. Aber wer würde das auch bestreiten wollen…Trotzdem ist das Kompliments völlig unzureichend…
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Senna auf sein Tempo zu reduzieren geht einfach meilenweit am Kern der Sache vorbei. Vor wenigen Tagen hatte Piquet jr. Lotus-Pilot Romain Grosjean kritisiert. Piquet jr. scheiterte 2008/9 bei Renault, heute Lotus, gründlich in der Formel 1 und musste in die USA wechseln, wo er indes NASCAR fährt.
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