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Erster (unmaßgeblicher) Schlagabtausch in der Inzeller Max-Aicher-Arena

Noch ist die Eisspeedway-WM 2026 nicht offiziell eröffnet. Das wird erst am morgigen Samstag geschehen. Allerdings gab es heute beim Training in der Max-Aicher-Arena Inzell schon einen Vorgeschmack.

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Nach Trainings, meist in Schweden, und diversen Rennen inklusive der WM-Quali in Örnsköldsvik geht sie nun endlich los – die Eisspeedway-Weltmeisterschaft 2026. Ort des Geschehens ist am morgigen Samstag ab 16:40 Uhr (Rennbeginn ist 17:00 Uhr) die geschichtsträchtige Max-Aicher-Arena in Inzell.

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Dem heutigen obligatorischen Training wohnten bei freiem Eintritt bereits rund 2000 Fans bei. Beim Grand Prix 1 der diesjährigen Saison wird der Eisschnelllauf- und noch vielmehr Eisspeedway-Tempel in Bayern dann ausverkauft sein. Für den Sonntag gibt es noch ein paar Restkarten. Wer das Geschehen lieber vom Fernsehsessel aus verfolgen will, dem bleibt der Livestream unter https://fim-moto.tv/ice.

Der Schwede Martin Haarahultinen drehte die schnellste Runde

Wenngleich die zahlreichen Fans heute schon bestens unterhalten wurden, brachte das Training lediglich für die Herren Fahrer und ihre Service-Crew sowie den Eis-Meister ein paar Aufschlüsse. Deshalb ist es auch nur eine der Chronistenpflicht Rechnung tragende Randnotiz, dass der Weltmeister der letzten vier Jahre, der Schwede Martin Haarahultinen, die schnellste Runde mit einem Schnitt von 92,4 km/h drehte. Dieser an sich irrelevanten Tatsache maß er, wenig überraschend, im anschließenden Gespräch mit SPEEDWEEK.com keine große Bedeutung bei. So sagte der 35-Jährige: «Es ist gut zu wissen, dass alles funktioniert, mehr nicht. Die schnellste Runde bin ich im zweiten Start-Training gefahren. Ich hätte gedacht, dass die schnellsten Runden am Anfang auf besseren Eis gefahren würden, aber okay.»

Nach auch seinen ersten Metern des Winters auf Kunsteis meinte er zum Unterschied gegenüber den bisherigen Rennen auf Natureis: «Es sind hier zwei enge Linkskurven, das ist der größere Unterschied. Aber ja, das Eis ist ein klein wenig anders als Natureis, aber in Schweden haben wir auch unterschiedliches Eis.» Und was bedeutet das fürs Set-up? «Wir haben nur ein bisschen was an den Dämpfern geändert, aber es ist nicht viel.»

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Wie lief es denn für Franky Zorn?

Nachdem die vorjährige Saison von Franky Zorn an jenem Trainingsfreitag von einem Sturz infolge eines von der Felge gesprungenen Reifens ruiniert war, überstand er das diesjährige erste WM-Training unbeschadet. Überhaupt hatten nur der Tscheche Andrej Divis und der Niederländer Jasper Iwema Stürze zu verzeichnen, die aber nahezu folgenlos blieben.

Zorn: «Der erste Tag ist überstanden, letztes Jahr hatte es da nicht so gut ausgeschaut. Aber das ist vergessen. Ich war recht zufrieden heute, das passt schon. Meines Erachtens könnte man Start und eine Runde machen. Zwei Runden Vollgas braucht es eigentlich nicht.» Die Fans hatten hingegen sehr wohl viel Freude auf die kleinen Positions-Rangeleien und kamen zudem schon ein wenig ins Renn-Feeling.

So sah es bei Max Niedermaier, Luca Bauer und Johann Weber aus

Nachgefragt nach ihren ersten Eindrücken und ihren Zielen, haben wir natürlich auch bei den aussichtsreichsten deutschen Kandidaten. So antwortete der Inzeller Samstag-Sieger von 2024, Max Niedermaier: «Ich bin nicht ganz so gut drauf, weil ich ein bisschen erkältet bin. Das ist aber nicht weiter schlimm, trotzdem hoffe ich, dass es bergauf geht. Ich freue mich schon unheimlich auf die nächsten zwei Tage vor den vielen deutschen Fans. Für das machen wir das ja schließlich auch. Vor allem für dieses Rennen fahren wir nach Schweden zum Trainieren. Es ist unser Heimrennen, da wollen wir alle was zeigen.»

Und was will er konkret zeigen? «Mei, ich habe hier schon mal gewonnen, vielleicht kann ich wieder gewinnen. Ich will keine großen Sprüche klopfen, aber man fährt ja nicht hierher und sagt, dass man Fünfter werden will. Aber natürlich muss alles zusammen passen.»

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Im vorigen Jahr schaffte Luca Bauer in ‚seinem Wohnzimmer’ am Sonntag als Dritter den Sprung aufs Podest. «Es passt eigentlich alles ganz gut. Dass Wichtigste ist, dass man das Training übersteht», begann er seine Ausführungen und spielte damit auf 2024 an, als er im Freitagtraining stürzte und sein Heimspiel beendet war, bevor es begonnen hatte. «Heute hat sich alles etwas besser angefühlt als letztes Jahr. Ich glaube, dass ich im vorigen Jahr am Freitag noch ein bisschen verhalten war. Wahrscheinlich durch das, was das Jahr davor passierte. Ich glaube, dass wir recht gut dabei sind, aber das sehen wir erst morgen wirklich.»

In diesem Jahr fährt er zu Ehren des im Juni 2025 bei einem Autounfall tödlich verletzten Freundes der Familie Bauer, Nikolaj Krasnikov, mit dessen Startnummer 85. Aus dem gleichen Grund musste das markante Bauer´sche Hellblau an seinen Maschinen einem Dunkelblau weichen. Ob er die Nummer und das Dekor beibehält, weiß er noch nicht. «Schauen wir mal, wie es sich damit entwickelt.»

Und seine Zielstellung? «Wie immer unter die ersten 3. Dazu muss natürlich alles passen, vor allem die Starts. Mitzufahren, um Sechster oder Siebenter zu werden, dieses Ziel hat keiner.»

Oh doch, denn mit Platz 7 wäre nach einjähriger Eisspeedway-Abstinenz Johann Weber zufrieden, was beim immer ehrgeizigen «Eishans» jedoch nur schwer zu glauben ist. «Ich muss das realistisch sehen. Ich bin momentan nicht zu 100 Prozent der, der ich schon war.»

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Dass er nicht ganz so viel Zeit in die Vorbereitung mit Trainings in Schweden investiert hat, wie viele andere, begründete er so: «Ich bin ja von meinen Mechanikern fast schon dazu genötigt worden, dass wir in diesem Winter überhaupt wieder fahren. Jetzt haben wir so eine gute Harmonie im Team, das macht einfach nur Spaß. Ehrlich gesagt, war das früher für mich viel mehr Stress. In der jetzigen Situation fühle ich mich aber total wohl.»

Seine neue Lockerheit begründete er zudem mit folgenden Worten: «Inzell ist am Freitag vom Eis her für mich immer ein bisschen schwierig gewesen, wobei ich mich heute total wohl gefühlt habe. Vielleicht bin ich es auch mit weniger Druck angegangen. Es macht richtig Spaß, mit meinem neuen Mechaniker in unserem Team zusammenzuarbeiten. Das bringt mir einfach irre Ruhe in das Ganze. Die Mechaniker harmonieren echt gut miteinander, das macht momentan brutal Spaß.»

Das Starterfeld in Inzell:

  • 777 Leon Kramer (NL)

  • 100 Franz Zorn (A)

  • 88 Max Niedermaier (D)

  • 192 Niclas Svensson (S)

  • 16 Maximilian Niedermaier (D) / Wild Card

  • 33 Johann Weber (D)

  • 125 Sebastian Reitsma (NL)

  • 24 Max Koivula (SF)

  • 212 Lukas Hutla (CZ)

  • 67 Heikki Huusko (SF)

  • 85 Luca Bauer (D)

  • 107 Andrej Divis (CZ)

  • 199 Martin Haarahiltunen (S)

  • 719 Filip Jäger (S)

  • 800 Jasper Iwema (NL)

  • 97 Ove Ledström (S)

  • 17 Christoph Kirchner (D) / Reserve 1

  • 18 Franz Mayerbüchler (D) / Reserve 2

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