Max Verstappen: Mehr Respekt für Piastri als für Norris?
Das WM-Titelrennen 2025 spielte sich ab zwischen Max Verstappen und dem McLaren-Duo Oscar Piastri und Lando Norris. Weltmeister Damon Hill spricht über zwischenmenschliche Feinheiten.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Der Autosport-Weltverband FIA hat Max Verstappen ausgezeichnet für die «Action of the Year 2025» – das atemberaubende Überholmanöver von Max kurz nach dem Start gegen McLaren-Fahrer Oscar Piastri.
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Piastri musste sich damals eine Lektion erteilen lassen von Verstappen: In der ersten Kurvenkombination presste sich der Niederländer unwiderstehlich vorbei und fuhr zum Sieg. Piastri, auf diese Szene angesprochen: "Ich habe daraus gelernt, dass ich später bremsen muss, wenn ich eine Führung behalten will."
Vielleicht achtete der Schützling von GP-Veteran Mark Webber in jenem Moment auch zu sehr auf George Russell und zu wenig auf Verstappen.
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Wenn wir die Spitzenpiloten beobachten, dann erkennen wir viel Anerkennung zwischen Piastri und Verstappen. Körpersprache, und auch Aussagen hören sich anders an als zwischen Verstappen und Norris.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Piastri ist von meinem Kollegen Andrew Benson von BBC Sport gefragt worden, wie er seinen Fahrstil vergleichen würde mit jenem von Verstappen. Oscar antwortete: "Ich würde sagen, wir haben im Ansatz die gleiche Vorgehensweise, auch wenn ich in der Ausführung möglicherweise weniger brutal bin als Max."
"Ich erlebe die Duelle zwischen uns als auf Augenhöhe, wir verteidigen uns beide sehr entschlossen, wir gehen dabei keine Kompromisse ein, und dabei kämpfen wir teilweise durchaus grenzwertig." "Ich versuche bei Rad an Rad-Duellen grundsätzlich immer, fair zu bleiben. Aber der Grat ist schmal zwischen hartem Motorsport und einem Fuss über der Grenze. Es ist nicht immer leicht, da die richtige Balance zu finden."
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"Ich spüre zwischen Max und mir viel gegenseitigen Respekt. Wir wissen beide, was wir vom Anderen erwarten können. Und dieser Eindruck hat sich bei unseren Zweikämpfen 2025 verfestigt." Es fiel schon 2024 auf: Als McLaren-Fahrer Lando Norris rasant Boden gutmachte auf WM-Leader Verstappen, fuhr der Niederländer vehement die Ellbogen aus und sparte neben der Piste nicht mit Kritik am Engländer. Doch mit Charles Leclerc im Titelrennen 2022 und mit Oscar Piastri im ersten Teil der Saison 2025 ist das anders. Da ist viel gegenseitiger Respekt zu spüren, und Verstappen ist sich auch nicht zu schade, den Gegner zu loben. Da kann es auch mal vorkommen, dass Verstappen nach einer Quali oder einem Rennen ausgiebig mit Leclerc plaudert und Lando Norris ziemlich ignoriert. Es gab zudem zahlreiche Nadelstiche zwischen Norris und Verstappen, so etwas ist von Max gegen Leclerc oder Piastri so gut wie nie zu hören.
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Wir sind offenbar nicht die Einzigen, denen das aufgefallen ist. Der englische Formel-1-Weltmeister Damon Hill sagt im Podcast Drive to Wynn: «Ich spüre, dass Max wohl anerkennt – im entscheidenden Moment wird Oscar nicht zögern. Piastri greift sofort an. Ich sehe es als eine der grössten Qualitäten eines Rennfahrers, aggressiv und entschlossen zu überholen. Und Piastri kann das.» «Erinnert ihr euch an Jeddah? Da gerieten Max und Oscar kurz nach dem Start aneinander, weil Piastri nicht nachgab, Max musste in den Notausgang und weigerte sich danach, seinen Platz preiszugeben. Oscar schien mir von all dem nicht besonders eingeschüchtert zu sein.» «Ich wittere einfach etwas mehr Respekt zwischen Max und Oscar als zwischen Max und Lando Norris. Ich glaube, Norris ist sich seiner Sache bei Max nie ganz sicher, er ist Verstappen gegenüber immer etwas misstrauisch, und Max weiss das ganz genau.»
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