Ducati-Ass Philipp Öttl (4.): Dieses Ergebnis ist nicht die ganze Wahrheit
Die vierte und letzte Testsession der Supersport-WM-Piloten am Dienstagnachmittag in Australien war chaotisch. Als es drunter und drüber ging, blieb Ducati-Pilot Philipp Öttl ruhig und entspannt.
Mit dem Beginn der vierten und letzten Testsession über 110 Minuten kam am späten Dienstagnachmittag der Regen. Doch es nieselte anfänglich nur kurz, durch die Abkühlung und den abflauenden Wind waren die Verhältnisse anschließend so gut wie nie vorher während der beiden Tage. 21 der 28 Supersport-Piloten ließen neue Reifen aufziehen, gingen auf Zeitenjagd und fuhren ihre persönliche Bestzeit.
Philipp Öttl gehörte zu den anderen sieben. Der Bayer aus dem Team Feel Racing war tiefenentspannt und hatte seinen Speed mit den Plätzen 3, 2 und 2 in den ersten drei Sessions unter Beweis gestellt, nur Ducati-Kollege Jaume Masia war ihm einen halben Schritt voraus.
«Ich fuhr raus, drehte eine Runde, dann fing es zu regnen an», erzählte Philipp beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Als ich dann wieder rausging, haben wir darauf verzichtet neue Reifen zu verwenden und sind mit gebrauchten gefahren, dafür war es ganz gut.»
Philipp Öttl: «Das Leben ist kein Wunschkonzert»
Dass ihn das in der Gesamtwertung auf den vierten Platz zurückwarf, ändert nichts an seiner Beurteilung der zwei Testtage. «Freilich bin ich zufrieden», grinste der 29-Jährige. «Klar wäre ich zum Schluss noch gerne schneller gefahren mit neuen Reifen, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Ich bin zufrieden, wir sind einigermaßen dort, wo wir sein wollen. Ein Rennwochenende ist immer etwas anderes, vor allem hier in Australien. Die Platzierungen werden sich nicht grob ändern, aber einige schon. Meine Traumvorstellung wäre das Podium. Jeder will aufs Podium, aber es können halt nicht alle drauf – ich wäre gerne dabei. Wichtig ist aber auch, dass wir konstant gute Leistungen bringen, an jedem Rennwochenende, und immer ordentlich Punkte sammeln.»
Von den Mitfavoriten agierte vor allen Vizeweltmeister Can Öncü aus dem Team Ten Kate Yamaha unauffällig und landete nur auf dem 12. Platz. «Wir haben für das Rennwochenende gearbeitet und werden da sein, wenn es darauf ankommt», grinste Teammanager Kervin Bos.
Pos
Fahrer
Motorrad
Zeit
Diff
1.
Jaume Masia (E)
Ducati
1:32,525 min
2.
Oliver Bayliss (AUS)
Triumph
1:32,559
+ 0,034 sec
3.
Tom Booth-Amos (GB)
Triumph
1:32,713
+ 0,188
4.
Philipp Öttl (D)
Ducati
1:32,758
+ 0,233
5.
Lucas Mahias (F)
Yamaha
1:32,859
+ 0,334
6.
Ondrej Vostatek (CZ)
Triumph
1:32,862
+ 0,337
7.
Alessandro Zaccone (I)
Ducati
1:33,001
+ 0,476
8.
Jeremy Alcoba (E)
Kawasaki
1:33,016
+ 0,491
9.
Albert Arenas (E)
Yamaha
1:33,075
+ 0,550
10.
Valentin Debise (F)
ZXMoto
1:33,079
+ 0,554
11.
Josh Whatley (GB)
Ducati
1:33,108
+ 0,583
12.
Can Öncü (TR)
Yamaha
1:33,123
+ 0,598
13.
Aldi Mahendra (RI)
Yamaha
1:33,152
+ 0,627
14.
Matteo Ferrari (I)
Ducati
1:33,153
+ 0,628
15.
Xavi Cardelus (AND)
Yamaha
1:33,167
+ 0,642
16.
Simon Jespersen (DK)
Ducati
1:33,186
+ 0,661
17.
Roberto Garcia (E)
Yamaha
1:33,261
+ 0,736
18.
Mattia Casadei (I)
Ducati
1:33,283
+ 0,758
19.
Filippo Farioli (I)
Yamaha
1:33,293
+ 0,768
20.
Oliver König (CZ)
Triumph
1:33,371
+ 0,846
21.
Leonardo Taccini (I)
Ducati
1:33,499
+ 0,974
22.
Federico Caricasulo (I)
ZXMoto
1:33,585
+ 1,060
23.
Jacopo Cretaro (I)
MV Agusta
1:33,876
+ 1,351
24.
Dominique Aegerter (CH)
Kawasaki
1:34,174
+ 1,649
25.
Yuki Okamoto (J)
Yamaha
1:34,250
+ 1,725
26.
Borja Jimenez (E)
Ducati
1:34,441
+ 1,916
27.
Riccardo Rossi (I)
Ducati
1:34,535
+ 2,010
28.
Andrea Giombini (I)
MV Agusta
1:35,186
+ 2,661
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