Böse Formel-1-Gerüchte um Mercedes: Klare Antwort von Teamchef Toto Wolff
Toto Wolff sorgt wieder einmal für Schlagzeilen. Der Grund: Der Teamchef der Mercedes-Werksmannschaft hat sich pointiert zu den Gerüchten um eine teaminterne Bevorzugung von Kimi Antonelli geäussert.
Kimi Antonelli ist auf dem besten Weg, der jüngste Weltmeister in der Geschichte der Formel 1 zu werden. Der 20-Jährige führt die WM mit 84 Punkten vor seinem Teamkollegen George Russell an, der beim jüngsten Kräftemessen in Malaysia wieder einmal Pech hatte. Denn sein Motor spielte nicht mit, weshalb Russell mit neuen Teilen in Singapur ins Rennen gehen wird.
Das Problem: Diese übersteigen das erlaubte Kontingent, deshalb wird Russell das Rennen vom Ende des Feldes in Angriff nehmen müssen. Es ist nicht das erste Mal, dass das Pech bei Russell zugeschlagen hat, und das führt zu einigen wilden Gerüchten um eine mögliche Bevorzugung von Antonelli im Team der Sternmarke. Davon will Wolff aber nichts wissen.
Toto Wolff: «Ich bin der Satan, wie ich gehört habe»
Darauf angesprochen sprach der Teamchef der Silberpfeile in Singapur Klartext: «Wer auch immer das denkt, ist hirnlos. Es ergibt einfach keinen Sinn. Glauben Sie, ich habe einen Knopf, auf dem steht: George, Motorschaden, jetzt? Wir wollen immer jedem das gleiche Material zur Verfügung stellen. Aber die sozialen Medien gehen heutzutage wohl in diese Richtung.»
«Die Leute verstecken sich hinter ihren Bildschirmen und ziehen dann vom Leder. Da wird viel polarisiert», ätzte der Wiener, und fügte an: «Manchmal lese ich, was die Leute schreiben, und finde es urkomisch. Diese Leute tragen wirklich zu meiner Unterhaltung bei, wenn sie die Mannschaft oder mich beschimpfen. Ich bin der Satan, wie ich gehört habe – also ja, insgesamt gesehen ist das schon lustig.»
Und der 54-Jährige fuhr fort: «Kein Verständnis und kein Respekt für die Leute, die sich so etwas ausdenken. Anstatt Formel 1 zu schauen, sollten sie lieber ‚Teletubbies‘ gucken oder, ich weiß nicht, irgendwelche Mickey-Mouse-Filme.»
Viel Mitgefühl für George Russell
Wolff betonte auch: «Kimi ist seit seinem elften Lebensjahr bei uns, er ist ein fester Bestandteil des Teams. Es ist sehr schön zu sehen, wie er sich entwickelt hat und nun in einer Position ist, in der er in so jungen Jahren um die WM kämpft, bei all dem Talent, das er hat. Auf der anderen Seite steht George, der seit seinem 17. Lebensjahr bei uns ist. Er ist jemand, für den ich grosse Zuneigung und Mitgefühl empfinde. Wir stehen uns sehr nahe. Wir verbringen auch abseits der Strecke Zeit miteinander, zusammen mit Carmen und Susie. Wenn die Leute das sehen würden: Wir reisen zusammen, trinken Kaffee im selben Café, gehen ins Fitnessstudio.»
«Deshalb ist es ziemlich ärgerlich, wenn irgendwelche Geisteskranke, die wirklich keine Ahnung davon haben, wie Beziehungen funktionieren, mit solchen Anschuldigungen aufwarten. Deshalb schenke ich dem keine Beachtung. Das Wichtigste ist, dass George weiss, wie es im Team läuft und Kimi weiss es auch, und wir werden immer versuchen, ihnen die gleichen Chancen zu geben. Was das Upgrade angeht, ist das ein gutes Beispiel. Wir wissen nicht, welches schneller ist, also trifft man eine Entscheidung und sagt: 'Lasst es uns herausfinden.' Dahinter steckt kein grosses politisches Kalkül.»
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