Mercedes-Stallorder unabwendbar? Das sagt ServusTV-Experte Christian Klien
Mercedes muss auf das erstarkte Ferrari-Team reagieren und gegebenenfalls eine Stallorder aussprechen. ServusTV-Experte Christian Klien sagt dazu: «Das Pendel schlägt Richtung Kimi Antonelli aus.»
In Barcelona hatte das Mercedes-Team gute Gründe, mit dem GP-Sieg zu rechnen. Schliesslich fuhr George Russell von der Pole los, sein Teamkollege Kimi Antonelli reihte sich in der Startaufstellung auf dem spanischen Rundkurs gleich hinter ihm auf Position 3 ein. Im Mercedes-Sandwich befand sich mit Lewis Hamilton der frühere Teamkollege des Polesetters und der Vorgänger des WM-Leaders aus Italien.
Der siebenfache Weltmeister aus dem Ferrari-Team hatte zuvor schon mit zwei zweiten Plätzen in Folge die Hoffnungen der Tifosi auf den ersten GP-Sieg in diesem Jahr geschürt, und tatsächlich kreuzte der Rekord-GP-Sieger die Ziellinie auch als Erster. Unfreiwillige Schützenhilfe gab es dabei von den beiden Silberpfeil-Piloten, die sich im Rennen ein enges Duell lieferten, bevor Antonelli kurz vor dem Fallen der Zielflagge von der Technik eingebremst wurde.
Russell musste sich mit dem zweiten Platz begnügen und Mercedes-Teamchef Toto Wolff meldete gleich Gesprächsbedarf an, denn der Zweikampf hatte dem Werksteam der Sternmarke wertvolle Zeit gekostet. Tatsächlich setzten sich die Mercedes-Stars mit der Teamführung zusammen, wie Antonelli im Fahrerlager am Red Bull Ring verriet, und beschlossen: Wenn ein gegnerisches Team zur Bedrohung wird, muss auf einen teaminternen Zweikampf verzichtet werden, besonders wenn einer der beiden Mercedes-Piloten einen klaren Tempo-Vorteil hat.
Kimi Antonelli ist der klare Favorit im Mercedes-Team
Auch ServusTV-Experte Christian Klien ist überzeugt: «In Barcelona hätte man schneller reagieren müssen, um zwecks Track-Position Hamilton zu covern. So war der Rennsieg weg.» Und der frühere GP-Pilot erklärt mit Blick auf das Renngeschehen vor den Toren der spanischen Metropole: «Ja, George hat dagegengehalten, er war auf Pole und hat das Rennen angeführt. Aber wie schnell war bitte Kimi ab dem zweiten, dritten Stint? Leider kam dann der Ausfall.»
Der Österreicher ist sich sicher: Sollte Ferrari in Spielberg abermals schneller sein, müsste Mercedes wohl auf eine Karte zu setzen. «Wenn man sich gegenseitig die Punkte nimmt, wird’s schwierig. Und Mercedes erlebt seit der Ground-Effect-Ära eine Durststrecke», mahnt Klien, der einen klaren Favoriten bei Mercedes ausmacht: «Das Pendel schlägt eindeutig Richtung Antonelli aus.»
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