Mercedes-Star George Russell im Grossbritannien-GP: Mehr Glück als Speed?
George Russell durfte sich beim GP in Silverstone über den 2. Platz freuen. Das lag nicht zuletzt auch am Pech der Gegner, wie David Coulthard betont. Er glaubt: Russell weiss, dass er Glück hatte.
Für George Russell ging das Heimspiel auf dem Silverstone Circuit erfreulich aus: Der Brite aus dem Mercedes-Team kreuzte die Ziellinie hinter Sieger Charles Leclerc und feierte damit seinen ersten GP-Podestplatz auf dem altehrwürdigen Rundkurs. Dabei hatte er Glück, denn sein Teamkollege Kimi Antonelli war auf frischeren Reifen drauf und dran, sich die Führung zu schnappen, als ein wilder Ritt über die Randsteine und ein abgebrochenes Teil, das sich verfing, sein Rennen ruinierte.
Antonelli blieb entgegen des Wunsches seines Teams auf der Bahn, geriet mit seinem schwer zu lenkenden GP-Renner mehrmals neben die Bahn und kassierte dafür auch noch eine Zeitstrafe. Die Safety-Car-Phase, die durch den Abflug von Max Verstappen ausgelöst wurde, sorgte dafür, dass er nicht den nötigen Vorsprung herausfahren konnte, um den zehnten Platz und damit den letzten Punkterang zu halten. Am Ende wurde der WM-Leader aus Italien nur Fünfzehnter.
Russell profitierte auch davon, dass Ferrari entschied, Lewis Hamilton während der späten Safety-Car-Phase an die Box zu holen. Dadurch verlor der siebenfache Champion den zweiten Platz an seinen früheren Teamkollegen. In der «Nu Silver Arrows Radio Show» betonte Russell: «Es fühlte sich eigenartig an. Denn ich hatte das Gefühl, dass der dritte Platz hinter Kimi und Charles ein verdientes Ergebnis gewesen wäre.»
«Doch dann hatte Kimi wirklich Pech und Max hatte ein Problem mit seinem Auto. Lewis wurde während der Safety-Car-Phase an die Box geholt, und das war wahrscheinlich die richtige Entscheidung. Denn was auch immer du in einer solchen Situation tust, kannst du falsch oder richtig liegen. Du kannst nicht zur Box abbiegen, dann ärgerst du dich, wenn das Rennen freigegeben wird. Und wenn du an die Box fährst, verlierst du eine Position. Es gibt keine absolut richtige Entscheidung», weiss der 28-Jährige.
«Für mich selbst fühlte es sich sehr schräg an, dass ich dadurch auf dem zweiten Platz gelandet bin. Denn ich hatte das Gefühl, dass das ganze Rennen gegen mich lief. Und plötzlich war ich dann wieder Zweiter, und das hatte nichts damit zu tun, was wir gemacht haben», gestand Russell ausserdem.
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