Stallorder bei Ferrari unvermeidlich? Warnung von Ex-Renningenieur Smedley
Nach dem Silverstone-Sieg von Charles Leclerc kam die Frage auf: Hätte Ferrari mittels Stallorder ins Rennen eingreifen müssen? Ex-Renningenieur Rob Smedley findet eine klare Antwort auf diese Frage.
Das Ferrari-Team durfte sich nach dem Grossbritannien-GP über den Sieg von Charles Leclerc freuen. Der Monegasse kreuzte die Ziellinie vor Mercedes-Routinier George Russell und seinem eigenen Teamkollegen Lewis Hamilton, der im Sprint noch der besser platzierte Ferrari-Pilot gewesen war.
Angesichts der WM-Situation fragten sich einige Beobachter: Hätte Ferrari nicht auf die Karte Hamilton setzen sollen, da der siebenfache Weltmeister in der WM-Tabelle besser platziert ist als sein Stallgefährte aus Monte Carlo? Nach dem ereignisreichen GP auf dem Silverstone Circuit fehlen Hamilton nur noch 32 Punkte auf den WM-Führenden Kimi Antonelli. Leclerc ist hingegen 71 WM-Zähler von der Tabellenspitze entfernt.
Ferrari-Stallorder als einziger Weg zum WM-Titel?
Der frühere Ferrari-Renningenieur Rob Smedley kommt deshalb im «High Performance»-Podcast bei der Frage, ob Ferrari mittels Stallorder die Plätze von Leclerc und Hamilton hätte tauschen sollen, zum Schluss: «Ich stimme dem zu 100 Prozent zu.»
«Ich widerspreche da eigentlich meiner eigenen Logik und sage, dass ich tatsächlich glaube, dass eine so extreme Massnahme die einzige Chance für Ferrari darstellt, die WM für sich zu entscheiden», ergänzt der 52-jährige Brite, und fügt erklärend an: «Wenn sie versuchen, Mercedes mit dem Auto die Stirn zu bieten, und dann auch noch die eigenen Fahrer gegeneinander antreten lassen, obwohl der WM-Abstand zwischen Lewis und Charles gross ist, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, den Titel in der Fahrer-WM zu holen, erheblich.»
«Wie gesagt, widerspreche ich da meiner eigenen Logik, aber ich denke auch, dass es zu viele Variablen gibt, die ins Spiel kommen. Warum sollte man das also überhaupt tun? Aber ich glaube, das ist die einzige Strategie, die ihnen bleibt, um mit Lewis die WM-Krone zu erobern», wiederholt Smedley.
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