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Red Bull Rookies Cup/Sachsenring: Erste Pole-Position für Fynn Kratochwil
Nehn Tage nach seiner Karpaltunnel-Operation fuhr Pedro Acosta auf dem Sachsenring am Freitag direkt ins Q2 der MotoGP. Er erklärte, warum sein Weggang von KTM zu Ducati im Jahr 2027 notwendig ist.
Mit einer Bestzeit von 1:20,026 min sicherte sich Pedro Acosta am Sachsenring den direkten Einzug ins Q2. Wieder war der Spanier der einzige Pilot des KTM-Aufgebots, dem der wichtigen Meilenstein gelang. Die große Frage lautete: Wie kam Acosta nur wenige Tage nach seiner Operation am rechten Handgelenk mit den Belastungen auf der MotoGP-Maschine zurecht?
Der Vormittag hat vor allem dazu gedient, sich wieder ans Motorrad zu gewöhnen, berichtete Acosta. «Heute habe ich gemerkt, dass ich nicht an derselben Stelle bremse wie sonst. Wenn ich die Narbe belaste, also beim Ziehen des Bremshebels, habe ich dadurch Schmerzen. Ich bremse deshalb anders.»
Im Zeittraining sei das Renntempo mit dem mittelharten Hinterreifen kein Desaster gewesen. Bei den schnellen Runden hat er dagegen stärker als sonst gekämpft: «Wenn ich bei den Richtungswechseln etwas aggressiver sein muss, bekomme ich Schmerzen in der Hand. Ich bin froh, dass ich das schaffen konnte.»
In Linkskurven fühle er sich derzeit wohler als in Rechtskurven, erklärte Acosta. Insbesondere in Kurve 1 und beim Richtungswechsel in Kurve 3 fehle ihm noch das gute Gefühl zur Sitzposition. Nach der Sommerpause, wenn die Fäden gezogen seien, erwarte er eine Verbesserung.
Für Ärger sorgte ein Zwischenfall mit Franco Morbidelli: Der Italiener fuhr ihm mitten auf einer schnellen Runde aus der Box kommenden in die Quere, obwohl Blaue Flaggen geschwenkt wurden – «und er stand wieder mittendrin». Der Italiener fiel in dieser Saison bereits mehrfach negativ auf. In Konsequenz gab es für «Morbido» nun eine Grid-Strafe von drei Positionen.
Acostas Ziel für den Sachsenring fällt konservativer aus: «Wenn wir zwischen dem fünften und siebten Platz landen, ist das ein gutes Wochenende.» Mit drei Ducati und vier Aprilia, von denen üblicherweise drei in den Top 10 stünden, bliebe realistisch nur Rang 6 oder 7 für ihn übrig.
Angesprochen auf die Aussage von KTM-Motorsportchef Pit Beirer, wonach das Team alles auf Acosta gesetzt und keinen Plan B gehabt habe, reagierte der Spanier bestimmt: «So etwas kommt vor. Ich habe, seit ich meinen Werksvertrag unterschrieben habe, immer gesagt, dass ich nur ein Motorrad will, mit dem man die Weltmeisterschaft gewinnen kann. Dieses Bike ist das eindeutig noch nicht. Und ich habe keine Zeit mehr zu verlieren.»
Er habe bei KTM viel Erfahrung gesammelt, aber auch gespürt, dass er für seine Karriere eine neue Herausforderung brauche. Für 2027 habe sich KTM mit Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio gute Karten gesichert, erklärte Acosta.
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