Red Bull Racing und Racing Bulls: Ein Problem, das jedes Team haben will
Die Red Bull-Nachwuchsschmiede bringt immer neue Talente hervor. Das erhöht den Druck auf die Stammfahrer bei den Rennställen des Energy-Drink-Herstellers. Das ist positiv, betont David Coulthard.
Die Formel-1-Teams sind nicht nur bestrebt, die heutigen Superstars der Königsklasse an Bord zu locken. Hinter den Kulissen werden auch die GP-Stars von Morgen gesucht und gefördert. Dazu hat nahezu jeder Rennstall im GP-Zirkus ein eigenes Nachwuchskader. So auch Red Bull, das mit dem Red Bull Junior Team die hoffnungsvollsten Talente unterstützt – und das seit Jahren mit Erfolg.
Jüngster Hoffnungsträger ist Nikola Tsolov, der in der Formel 2 einen Sieg nach dem anderen einfährt – obwohl er in diesem Jahr seine erste volle Saison im vielgerühmten Vorzimmer der Formel 1 absolviert. Zuletzt gewann der Bulgare die Hauptrennen auf dem Red Bull Ring und auf dem Silverstone Circuit, auf dem britischen Traditionskurs fuhr er auch den Sprint-Sieg ein. In der WM-Tabelle belegt er denn auch den ersten Platz.
Kein Wunder, wird der 19-Jährige bereits mit einem Cockpit in der Formel 1 in Verbindung gebracht. Und das erhöht den Druck auf die aktuellen Red Bull-Fahrer, wie auch David Coulthard weiss. Im Podcast «Up to Speed» sagt der Schotte, dass dies ein Problem ist, das sich jedes Team wünscht: «Es ist natürlich schön, dieses Problem zu haben. Und ich schätze, es gibt auch immer die Möglichkeit, ihn irgendwo sonst zu platzieren, sollten sie mit den anderen Fahrern zufrieden sein.»
Red Bull hat bei der Investition in die Zukunft die Nase vorn, ist Coulthard überzeugt: «Red Bull hat im Hinblick auf die Investitionen im Motorsport und die Fahrer im Laufe der Zeit eine Vorreiterrolle eingenommen, wenn man sich ansieht, was das Unternehmen investiert hat und wie hoch die Bewertungen heute sind. Ich glaube nicht, dass sie denken: 'Wir stossen an die Grenze dessen, was wir uns noch leisten können, um hier zu investieren.'»
Über Tsolov sagt der frühere GP-Pilot: «Diesen Namen sollte man sich merken, denn er fährt richtig gut, und ist auch ausserhalb des Cockpits eine grossartige Persönlichkeit. Ich freue mich schon darauf, ihn in der Formel 1 zu sehen.»
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