Luca Cordero di Montezemolo leitete Ferrari von 1991 bis 2014, einschliesslich der fabelhaften Epochen Lauda und Schumacher. Nun spricht der 77-Jährige über die heutige Lage der Italiener.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Das Leiden der Tifosi geht weiter. Der vorderhand letzte Formel-1-Weltmeister mit Ferrari? Kimi Räikkönen 2007. Der letzte Konstrukteurs-Pokalsieg der Italiener: 2008. Ferrari-Chef war damals der heute 75 Jahre alte Luca Cordero di Montezemolo.
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Montezemolo, Rennleiter von Ferrari 1974 mit dem Duo Niki Lauda und Clay Regazzoni und von 1991 bis 2014 Ferrari-Präsident, wurde zu seinen Ferrari-Zeiten in Monza empfangen wie ein Rock-Star. Heute ist es um den charismatischen Spitzen-Manager ruhig geworden. In Bahrain tauchte er wieder mal im Fahrerlager auf – und nahm wie immer kein Blatt vor den Mund. Montezemolo kommentierte gegenüber Sky Italia vor dem Grossen Preis von Bahrain die aktuellen Probleme des Ferrari-Teams: "Dieser Mannschaft mangelt es zeitweise an einer Führungspersönlichkeit, an Leitung im weitesten Sinne. Ich vermisse bei Ferrari die Leidenschaft, für die es einst berühmt war, ich sehe ein Team ohne Seele."
"Wie fühle ich mich als Fan? Traurig. Ferrari steht doch für Passion, Ferrari arbeitet Tag und Nacht, Ferrari gibt niemals auf. Und ich bin auch wütend, weil ich gehofft hatte, dass wir dieses Jahr zumindest von Anfang an ein wirklich konkurrenzfähiges Auto sehen würden." "Ich kann nur hoffen, dass wir früher oder später nicht nur Podestplätze erleben von Ferrari, sondern wir auch wieder ein Auto ganz vorne sehen. Darum geht es letztlich. Aber um das auf die Reihe zu bekommen, braucht es Organisation und Zeit." Und dann sagt der charismatische Spitzen-Manager auch noch, dass Ferrari in Sachen Fahrerwahl geschlafen hat. "Okay, Lewis Hamilton ist ein prima Kerl. Ihm muss klar sein, dass dies wohl seine letzte Chance ist. Er ist zu Ferrari gekommen, um in Rot zu gewinnen und seine Karriere mit dem krönenden Titel zu beenden. Aber wir sehen – sich auf eine neue Arbeitsweise einstellen, das ist nicht leicht. Und sein grösstes Problem derzeit besteht darin, dass er kein Auto hat, mit dem er Weltmeister werden kann." Montezemolo hätte ohnehin nicht den 40-jährigen Hamilton geholt, sondern den 18-jährigen Antonelli (der aus der gleichen Stadt stammt wie Luca, aus Bologna): "Kimi ist ein erstklassiger Junge. In seinem ersten Formel-1-Jahr macht er nur wenige Fehler und ist wirklich schnell. Ich sehe, wie prächtig er sich entwickelt." "Ich bedaure sehr, dass Kimi bei Mercedes gelandet ist. Ich hätte ihn zwei Jahre in die Lehre geschickt bei einem kleineren Team und ihn dann zu Ferrari geholt. Aber Toto Wolff hat sehr clever Antonellis Talent früh erkannt, genau wie McLaren das damals mit Lewis getan hat."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:35:39,435 h 02. George Russell (GB), Mercedes, + 15,499 sec 03. Lando Norris (GB), McLaren, +16,273 04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +19,679 05. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +27,993 06. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +34,395 07. Pierre Gasly (F), Alpine, +36,002 08. Esteban Ocon (F), Haas, +44,244 09. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +45,061 10. Oliver Bearman (GB), Haas, +47,594 11. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +48,016 12. Alex Albon (T), Williams, +48,839 13. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +56,314 14. Jack Doohan (AUS), Alpine, +57,806 15. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +60,340 16. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, +64,435 17. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +65,489 18. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +66,872 Out Carlos Sainz (E), Williams, Unfallschaden Disqualifiziert Nico Hülkenberg (D), Sauber, Bodenplatte zu stark abgeschliffen
WM-Stand (nach 4 von 24 Grands Prix und 1 von 6 Sprints) Fahrer 01. Norris 77 Punkte 02. Piastri 74 03. Verstappen 69 04. Russell 63 05. Leclerc 32 06. Antonelli 30 07. Hamilton 25 08. Albon 18 09. Ocon 14 08. Stroll 10 11. Gasly 6 12. Hülkenberg 6 13. Bearman 6 14. Tsunoda 5 15. Hadjar 4 16. Sainz 1 17. Alonso 0 18. Lawson 0 19. Doohan 0 20. Bortoleto 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 151 Punkte 02. Mercedes 93 03. Red Bull Racing 71 04. Ferrari 57 05. Haas 20 06. Williams 19 07. Aston Martin 10 08. Racing Bulls 7 09. Alpine 6 10. Sauber 6
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