Monza: Norris 1., Verstappen P4, Hamilton enttäuscht
Drittes freies Training zum Grossen Preis von Italien auf der Monza-Rennbahn: Bestzeit von Norris vor Leclerc, Piastri und Verstappen, Bortoleto glänzt mit P6, Hamilton nur Siebter.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Letzte Gelegenheit für die Formel-1-Fahrer, die Abstimmung ihrer Rennwagen fürs Abschlusstraining und fürs Rennen zu trimmen. Bei Idealbedingungen (25 Grad Lufttemperatur, die Strecke 39 Grad warm) nahmen die 20 schnellen Herren das Asphaltband im königlichen Park von Monza unter die Räder.
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Davor hatten sich die Fans auf den Tribünen über Demo-Runden der belgischen Rennlegende Jackx Ickx gefreut, in jenem Ferrari 312, der vom Ex-GP-Piloten und Pasta-Unternehmer Paolo Barilla restauriert worden ist. Die Spitzenfahrer liessen sich viel Zeit. Erst nach zehn Minuten gingen Lewis Hamilton und Oscar Piastri als erste Top-Fahrer auf die Bahn. Applaus von den Tribünen für den Ferrari-Star.
Gleich in der ersten Kurve beim Versuch einer flotten Runde geriet Lewis von der Bahn, nachdem rechts vorne ein Rad kurz stehengeblieben war. Piastri tat es ihm gleich, mit qualmenden Vorderradbremsen. Charles Leclerc wiederum patzte im dritten Pistenteil – Runde ebenfalls im Eimer.
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Stand nach 15 Minuten: Tsunoda, Hamilton, Hadjar, Leclerc, Antonelli, Piastri. Williams-Fahrer Carlos Sainz sagte am Funk, wieso die Piloten gleich reihenweise in der ersten Kurve wegrutschten: "Die Windrichtung hat geändert, wir haben nun Rückenwind." Bortoleto, Albon und Norris reihten sich in die Liste der Ausrutschenden in Kurve 1 ein. Nach 20 Minuten Verstappen auf weichen Reifen besser, Hamilton rückte auf P2, auf mittelharten Pirelli-Walzen. Dann Leclerc auf P2 hinter Max, nur 14 Tausendstel hinter dem Niederländer. Leclerc musste alles Talent aus dem Helm zaubern, um in der Parabolica nach 25 Minuten nicht abzufliegen. Sky-GP-Experte Timo Glock: "Das ist eines der Probleme am Ferrari, diese mangelnde Konstanz im Fahrverhalten. Das macht den Fahrern sehr zu schaffen." Nico Hülkenberg liess mit P3 aufhorchen, vor Hamilton. Derweil legte Verstappen nach: Bestzeit gesenkt, nun mehr als drei Zehntel vor Leclerc, aber Achtung – Max auf weichen Reifen, Leclerc auf mittelharten. Unterschied zwischen den beiden Mischungen gemäss Formel-1-Alleinausrüster Pirelli: rund vier Zehntelsekunden. Verstappen hatte auf dieser schnellen Runde zudem einen schönen Windschatten vom Haas-Rennwagen Esteban Ocons. Ocon konterte Max dann in der ersten Kurve aus, als ginge es um WM-Punkte. Verstappen am Funk: "Der ist so ein Dödel." Das kleine Privatduell ging bis Roggia weiter. Nach einer halben Stunde bestätigte Alex Albon den guten Eindruck, den Williams am Freitag hinterlassen hatte: Platz 4 hinter Verstappen, Leclerc und Hamilton. Zandvoort-Sensation Isack Hadjar (Dritter in den Niederlanden) erhielt eine Einladung zum Besuch bei der Rennleitung, im Anschluss ans dritte Training. Er war in der Roggia geradeaus gefahren und hatte sich nicht richtig durch die Notfallgasse wieder in den Verkehr eingefädelt. Bei McLaren war keine Eile zu spüren, die Muskeln spielen zu lassen: Nach 40 Minuten Piastri nur Neunter, Norris auf P16. Reihenfolge: Verstappen, Hamilton, Albon, Leclerc, Russell und Hülkenberg. 17 Minuten vor Schluss Norris endlich auf weichen Walzen, der Engländer drei Zehntel vor Verstappen Schnellster, Piastri danach knapp vor Max Zweitschnellster. Sauber-Fahrer Nico Hülkenberg liess mit P5 hinter Hamilton aufhorchen, dann sein Stallgefährte Bortoleto sogar noch einen Hauch schneller. Noch besser machte das Racing Bulls-Fahrer Isack Hadjar – P3. Verstappen kurz im Kies, Runde abgebrochen. Der vierfache Champion nahm einen neuen Anlauf – P2 hinter Leader Norris, bevor er von Piastri überholt wurde, Verstappen nun Dritter vor Russell und dem verblüffenden Bortoleto. Schnappatmung bei den Ferrari-Fans: Leclerc in Lesmo fast von der Bahn geflogen, nun auf weichen Reifen. Der Monegasse nur Neunter, Hamilton Sechster. Zum Schluss noch ein Ausrufezeichen von Leclerc: hoch auf Rang 2, Hamilton kann da als Siebter nicht mithalten. Fazit: Das dritte Training ist kein kompletter Hinweisgeber darauf, wie die Reihenfolge in der Quali aussehen wird.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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3. Training, Italien
01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:19,331 min 02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:19,352 03. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:19,496 04. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:19,498 05. George Russell (GB), Mercedes, 1:19,515 06. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:19,558 07. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:19,598 08. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:19,603 09. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:19,696 10. Alex Albon (T), Williams, 1:19,720 11. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:19,737 12. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:19,861 13. Carlos Sainz (E), Williams, 1:19,907 14. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:20,034 15. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:20,059 16. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:20,232 17. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:20,247 18. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:20,247 19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:20,247 20. Esteban Ocon (F), Haas, 1:20,304
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