Neue Formel-1-Ära: Echte WM-Chance für die Mittelfeld-Teams in diesem Jahr?
Verschafft die Regelrevolution, die in der Formel 1 umgesetzt wird, den Teams aus dem Mittelfeld eine echte Chance auf die grosse WM-Überraschung? TGR-Haas-Pilot Ollie Bearman dämpft die Erwartungen.
Neue Autos, neue Motoren, neuer Kraftstoff und neue Reifen – in diesem Jahr wird in der Formel 1 alles anders. Und von der grossen Regelrevolution, die eine neue Ära in der Vierrad-Königsklasse einläutet, erwarten sich viele nicht nur spannendere Rennen, sondern auch ein neues Kräfteverhältnis. Die Frage, ob auch die Mittelfeldteams durch die Änderungen eine Chance auf die WM-Krone bekommen, beschäftigt deshalb viele Fans und GP-Beobachter.
Eine echte Antwort darauf lässt sich aber kaum bekommen. «Dazu ist es noch viel zu früh», sagt etwa Ollie Bearman. Der TGR-Haas-Pilot ergänzt: «Ich glaube, dass der Fahrer einen grösseren Unterschied machen kann, aber das trifft vor allem auf die ersten drei, vier Rennen zu, wenn die Gefahr für Fehler mit dem Energie-Management und solche Dinge grösster ist.»
«Aber auch wenn da was richtig schiefgeht, liegt es wahrscheinlich nicht am Fahrer, vielmehr dürfte die Software dann etwas durcheinander geraten, was durchaus sein kann zu diesem Zeitpunkt der Entwicklung», relativiert der Brite, der mit einer Angleichung der Leistungen im Verlauf der Saison rechnet: «Ich denke, im Laufe der Zeit werden alle mehr zusammenrücken. Wir haben das selbst während der drei Testtage in Barcelona gesehen.»
«Es gab da einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Motorenherstellern, was etwa das Batterie-Handling oder das Clipping anging. Doch im Laufe der Testtage glich man sich da ziemlich schnell an. Das liegt auch in der Natur der Formel 1. Ich denke deshalb, dass sich speziell am Anfang der Saison einige Chancen ergeben werden. Doch danach werden alle etwas zusammenrücken und die Möglichkeiten werden sicherlich seltener, aber es wird sie geben. Das haben wir auch im vergangenen Jahr erlebt, da war die Leistungsdichte sehr hoch, dennoch gab es Chancen auf gute Ergebnisse für die Mittelfeldteams», ist sich der 20-Jährige sicher.
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