Intact-GP-Teamchef Jürgen Lingg: «So früh haben sie noch nie angeklopft»
Mit Manuel Gonzalez und Senna Agius ist das einzige deutsche Moto2-Team top besetzt. In der Teamwertung liegt Intact GP an der Spitze. Die Zukunftsaussichten sind prima, so Teamchef Jürgen Lingg.
Bereits im vergangenen Jahr präsentierte sich die Moto2-Mannschaft von Liqui Moly Dynavolt Intact GP in prächtiger Form. Das lag in erster Instanz an Manuel Gonzalez, der bis zum Finale im Kampf um den Titel war. Ganz neunmal trommelte der Spanier das Team zur Siegerehrung. Dazu kam Aussie Senna Agius, der in seinem zweiten Jahr ebenfalls eine Leistungsexplosion zeigte, in Phillip Island vor Heimpublikum siegte und die WM auf Platz 10 beendete. Damit reichte es für die Struktur um Jürgen Lingg zu Platz 2 in der Teamwertung. Nur Fantic Racing mit Canet und Baltus war über die lange Saison noch konstanter.
2026 konnten die Memminger bislang weiter nachlegen. Gonzalez siegte beim Auftakt, Agius in den USA. Der Spanier führt die Tabelle nach drei Events an, der erst 20-Jährige Agius ist Sechster und in der Teamwertung hat die einzige deutsche Mannschaft die Nase im Moto2-Match vorn.
Trotz der noch jungen Saison gilt es, auch in der mittleren WM-Klasse schon früh auf 2027 zu blicken. Denn die Realität ist die – sowohl Gonzalez als auch Agius gelten zumindest als Kandidaten für die Königsklasse. Im Falle von Manuel Gonzalez ist sogar fest davon auszugehen, dass die Nummer 18 kein weiteres Jahr in der Moto2 verbringen wird. Im
Trotz der Aussicht, dass Intact GP im kommenden Jahr einen, wenn nicht beide Moto2-Piloten verliert, blickt Teamchef Jürgen Lingg rundum positiv in die Zukunft. «Noch ist die Saison 2026 sehr frisch und wir arbeiten derzeit so, als würden wir auch im kommenden Jahr so zusammenbleiben. Es wird natürlich noch sehr viel passieren und es besteht auch die Möglichkeit, dass beide Piloten 2027 nicht mehr für uns fahren.»
Lingg weiter: «Wir sind derzeit aber in einer guten Situation und ich bin mir sicher, wie auch immer es laufen wird, dass wir in jedem Fall sehr gut aufgestellt sind – auch für 2027. Wir haben bereits mehrere Anfragen von Moto2-Piloten – so früh hatte bislang noch niemand angeklopft. Wir sind im Blick von vielen sehr guten Fahrern und sollte Bedarf sein, könnte ein Moto2-Routinier eine Lösung sein.»
Nicht zu vergessen beim Blick in die Zukunft ist auch die Moto3-Struktur bei Intact GP. Jürgen Lingg: «Ich bin komplett von unseren beiden Piloten überzeugt Sie beide haben das Zeug, auch in der Moto2 erfolgreich zu sein, das ist also eine gute Option. Ich will nicht sagen, dass wir es auch so machen müssen, aber Aspar hat 2025 mit Alonso und Holgado gezeigt, dass man auch mit zwei Rookies gut in der Moto2 aussehen kann.»
Stand heute deutet einiges darauf hin, dass der MotoGP-Aufstieg von Senna Agius noch auf sich warten lässt.
Verliert Inact GP auch Senna Agius, wäre ein Moto3-Aufsteiger und ein erfahrener Moto2-Pilot die sichere Alternative. Und selbst wenn bei Intact beide Moto3-Davids nachrücken würden, so wäre auch das für andere Teamchefs immer noch eine Premium-Konstellation.
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