David Coulthard warnt: «An der Stelle ist Batterie-Laden extrem gefährlich»
Die Rennwagen-Generation 2026 gibt viel zu reden, vor allem die Art und Weise, wie die Fahrer mit der elektrischen Energie umgehen müssen. Der langjährige F1-Fahrer David Coulthard warnt eindringlich.
Steuert die Formel 1 auf einen wirklich schlimmen Unfall zu? Die Fahrer haben mehrfach betont, dass die Tempo-Unterschiede zwischen den Autos in gewissen Situationen viel zu hoch sind.
Grosser Preis von Japan, 29. März: Haas-Fahrer Oliver Bearman näherte sich in Runde 21 mit enormem Tempoüberschuss dem Alpine-Rennwagen von Franco Colapinto. Der Argentinier war gerade am Energie-Laden, daher war der hinter ihm fahrende Bearman um 50 km/h schneller.
Als Oliver merkte, was sich da anbahnt, riss er sein Auto nach links, geriet aufs Gras und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. Nach einem halben Dreher schlug der Haas-Renner mit der linken Autoseite in die Pistenbegrenzung, die Verzögerung lag bei 50g, wie Bordsensoren zeigten. Dabei zog sich der britische Pilot Knieprellungen zu, er humpelte von der Unfallstelle weg.
Später sagte Bearman im Fahrerlager des Suzuka Circuit: «Ich kam mit irrem Tempoüberschuss daher, gut 50 km/h, das ist Teil dieser neuen Regularien, und wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen. Ich hatte zudem das Gefühl, dass mir nicht viel Raum gelassen wurde.»
«Ein solcher Unfall, das ist genau, worüber wir am Freitag mit den anderen Fahrern und der Rennleitung gesprochen hatten – dass wir höllisch aufpassen müssen, wegen dieser enormen Geschwindigkeitsunterschiede, wenn ein Fahrer gerade Energie sammelt.»
«Wir hatten die FIA davor gewarnt, dass so etwas passieren könnte. Das hier ist eine direkte Folge dieser neuen Regeln, mit massiven Unterschieden zwischen Autos, die gerade Energie aufnehmen, und Verfolger, die volle Kanne daherkommen.»
Warnung von David Coulthard
David Coulthard ist von Spanien 1994 bis Brasilien 2008 bei 246 Grands Prix an den Start gegangen, 13 davon hat er gewonnen, 2001 wurde er WM-Zweiter. Der heute 55-jährige Schotte macht sich Sorgen.
Coulthard sagt im Podcast Up to Speed: «Ich finde, bestimmte Pistenteile sollten vom Energie-Sammeln ausgenommen sein. Das beste Beispiel ist für mich die Senke von Eau Rouge in Belgien. In dieser berühmten Passage kannst du nach der Senke beim Hochfahren nicht sehen, ob vor dir ein Auto langsam fährt. Daher sollte es dort untersagt werden, Energie aufzunehmen. Treffen sich dort zwei Autos mit solchen Tempo-Unterschieden, wird es wirklich gefährlich.»
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