Neues GP-Team: NASCAR-Stars Tony Stewart & Gene Haas?
Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone bestätigt, dass sich zwei Bewerber um die Stelle eines zwölften GP-Rennstalls ab 2015 beworben haben. Einer davon soll aus den USA stammen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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In einem Gespräch mit der "Wirtschafts-Woche" hat Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone bestätigt, dass es schon 2015 ein neues GP-Team geben könnte. "Wir sind in Gesprächen mit zwei neuen Namen. Es handelt sich dabei aber nicht um Autohersteller", sagt der 83jährige Engländer.
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Nun wollen die Kollegen von "auto motor und sport" herausgefunden haben: es sind nicht zwei, sondern gleich drei Bewerber, und in Sachen Formel 1 ist nur einer davon neu. Bis zum 10. Februar muss die komplette Bewerbung vorliegen. Ab Januar 2015 müsste ein solches Team am ersten Wintertest teilnehmen können. Dieser Zeitplan ist eng, mit dem Aufbau eines komplett neue Rennstalls ist das schwierig zu stemmen. Aber wer sagt, dass alle Bewerber bei null anfangen?
Bei den drei Bewerbern soll es sich um Colin Kolles handeln (in der Formel 1 Ex-Teamchef von Midland, Spyker und Force India), um das Projekt StefanGP des serbischen Unternehmers Zoran Stefanovich (desssen Bewerbung für die Saison 2010 von der FIA abgelehnt wurde) sowie – und das ist der Knaller – um den US-Amerikaner Gene Haas.
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Gene Francis Haas (61) ist Gründer und alleiniger Besitzer der Firma "Haas Automation", eines führenden Herstellers von Computer-gesteuerten Werkzeugmaschinen (so genannten CNC-Maschinen). Haas ist darüber hinaus auch seit mehr als zehn Jahren NASCAR-Teambesitzer, 2008 legte er seinen Rennstall mit jenem von NASCAR-Star Tony Stewart zusammen (heute wird das Team vom Magazin "Forbes" auf einen Wert von rund 125 Mio Dollar geschätzt). Haas ist überdies Besitzer des Windkanals "Wind Shear", wo seit Juli 2008 zahlreiche NASCAR-, IndyCar-, Formel-1- und ALMS-Teams ein- und ausgegangen sind.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die Formel-1-Renner von Haas könnten aufgrund des knappen Zeitplans zunächst bei Dallara gebaut werden (so wie damals die Renner des inzwischen pleite gegangenen Rennstalls HRT), in Sachen Antrieb soll Haas bei Ferrari vorstellig geworden sein.
Mehr über Gene Haas erfahren Sie HIER Während bei Haas die Infrastrukur in Charlotte vorhanden ist, um einen Rennstall zu betreiben, und während Colin Kolles bei verschiedenen Teams bewiesen hat, zu welchen zeitlichen Klimmzügen er in der Lage ist, so präsentiert sich die Ausgangslage für den Serben Stefanovich eher undurchsichtig.
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Bis am 28. Februar will der Autoverband FIA entscheiden, wer den Zuschlag für 2015 bekommt.
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