Formel 1
Kolumne
Neues Rätsel Racing-Raritäten: Den Mutigen gehört die Welt
Das Rätsel Racing-Raritäten zeigt einen echten Rennwagen-Klassiker, am Steuer sitzt ein Mann, der als einer der mutigsten Vertreter der Vollgasbranche galt. Wer ist das? Wo und wann entstand das Foto?
Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
Für das neue Rätsel gilt: Beim Fahrzeug kommen Freunde früherer Rennwagen voll auf ihre Kosten – wir sehen einen echten Klassiker. Beim Fahrer handelt es sich um einen der mutigsten Piloten, die je an den Start eines Grand Prix gegangen sind.
Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Das Team hatte den richtigen Geist, aber das falsche Timing. Der Hinweis war zunächst mal ein Wortspiel, denn der Rennstall, mit dem hier Stefan Johansson in Brands Hatch 1983 zu sehen ist, hiess Spirit.
Für Motorenpartner Honda war das kleine Team quasi ein rollendes Labor, bevor die Japaner in den Jahren darauf mit Williams, später mit McLaren richtig durchstarteten.
Der Schwede Stefan Johansson hatte sich schon 1980 mit Shadow in der Königsklasse versucht, aber in Argentinien konnte er sich nicht qualifizieren. Es dauerte mehr als drei Jahre, bis Stefan mit obigem Spirit wieder in der Formel 1 auftauchte.
«Blättchen» weht um die Welt
In den folgenden Jahren tingelte der Mann mit den Blättern auf dem Helm (weil er als Junge "Blättchen" genannt wurde) mit verschiedenen Teams um die Welt: mit Tyrrell und Toleman 1984, 1985 und 1986 mit Ferrari, 1987 mit McLaren, 1988 bei Ligier, 1989 und 1990 bei Onyx und Monteverdi, 1991 bei AGS und Footwork.
Doch auch bei den Top-Teams Ferrari und McLaren blieb ihm der grosse Triumph versagt: Johansson erreichte als beste Ergebnisse vier zweite Ränge (1985 mit Ferrari in Kanada und den USA, 1987 mit McLaren in Belgien und Deutschland). In San Marino 1985 führte er kurz vor Schluss, dann ging ihm der Sprit aus. 1986 wurde er mit Ferrari WM-Fünfter.
Vom Rennfahrer zum Künstler
Nach seiner Formel-1-Karriere wanderte Johansson in die USA aus und fuhr IndyCar-, dann Sportwagenrennen. 1997 triumphierte er an der Seite von Michele Alboreto und Tom Kristensen für Joest Racing bei den 24 Stunden von Le Mans.
Johansson lebt heute als Künstler in den USA, seine Werke wurden im vergangenen Oktober im Fahrerlager der mexikanischen GP-Rennstrecke ausgestellt.
Das letzte Formel-1-Rennen ohne WM-Prädikat
Spirit Racing von John Wickham und Gordon Coppuck trat von 1983 bis 1985 zu 23 WM-Läufen an und holte nie einen Punkt. Beste Platzierung: Rang 7 mit Johansson in Zandvoort 1983, aber damals gab es nur für die ersten Sechs Punkte.
Wie einige Leser richtig bemerkten, war das Race of Champion in Brands Hatch 1983 das letzte, nicht zur WM zählende Formel-1-Rennen.
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