Formel 1
Kolumne
Neues Rätsel Racing-Raritäten: Eine einmalige Sache
Bei der jüngsten Ausgabe unseres Rätsels Racing-Raritäten sehen wir einen Piloten bei einem einmaligen Ausflug. Wer ist hier an der Arbeit? Wo und wann ist das Foto entstanden?
Meist aus dem Archiv unserer Partner der britischen Foto-Agentur XPB stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, welches Auto zu erkennen sind (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
Für das neue Rätsel gilt: Ein wohlbekanntes Helm-Design, aber nicht in einem Rennwagen, mit dem dieser Pilot am meisten verbunden wird.
Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Das alles kommt uns spanisch vor – Auto und Helm-Design wolltn nicht so richtig zusammenpassen. Der Tipp traf gleich zwei Mal zu, und damit zur Auflösung: Wir sind auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya (Spanien 1), und am Lenkrad des Prost AP04 sitzt der Katalone Oriol Servia (Spanien 2).
Natürlich war die Formel 1 einst das Ziel des am 13. Juli 1974 in Pals bei Girona (Katalonien) geborenen Oriol Servia i Imbers. Aber der Weg führte ihn schliesslich nach Amerika, als Indy Lights-Champion 1999 und ChampCar-Fahrer (IndyCars). 2005 wurde er Gesamtzweiter hinter Sébastien Bourdais.
Servia fuhr von 2000 bis 2019 mehr als 200 Champ-/IndyCar-Rennen, stand 16 Mal auf dem Podest und gewann einen Lauf (in Montreal 2005).
Oriol begann die Rennkarriere klassisch-europäisch: Kartsport 1988 bis 1991, 1993 im Autosport Gesamtzweiter der französischen Formel Renault Campus, dann Formel Renault, Formel 3, alles in Frankreich. Als der Weg eine Stufe höher in die Formel 3000 (entspricht der heutigen Formel 2) verbaut war, orientierte sich Servia neu und wechselte über den grossen Teich.
Aufwärmsaison 1998 in der Indy Lights-Serie (Sprungsbrettklasse zu den IndyCars), 1999 dann der Titel. Danach folgten die Jahre in der US-amerikanischen Top-Kategorie.
Der Test mit Prost kam zustande, weil die französische Rennlegende Alain Prost unsicher war, mit dem wer im GP-Sport 2001 antreten soll. Servia war bei diesem Test langsamer als der Brasilianer Enrique Bernoldi, aber der hatte schon F1-Erfahurng.
Servia nachher: «Am meisten überrascht hat mich, wie sehr die Kohlfaserbremsen zupackten, was war ich aus Amerika nicht gewohnt.»
Am begann Prost die Saison 2001 mit Jean Alesi sowie dem Argentinier Gastón Mazzacane, der mehr Geld mitbringen konnte als Servia.
Oriol wandte sich wieder dem amerikanischen Sport zu und zeigte dort eine überaus anständige Karriere. 2014 fand er keinen Stammplatz mehr und fuhr nur noch als Ersatzmann oder Aushilfe einige Läufe, mit dem Indy 500 des Jahres 2009 war Schluss.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach