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Formel 1

Kolumne

Neues Rätsel Racing-Raritäten: Für dieses Bild gilt – Vorsicht, Fake!

Bei unserem neuen Rätsel Racing-Raritäten ist jemand am Lenkrad zu sehen, der nie eine Zielflagge aus der Nähe gesehen hat. Was ist hier los? Wo und wann ist dieses Foto geschossen worden?

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Huch, was ist denn hier los?
Huch, was ist denn hier los?
Foto: Grand Prix Photo
Huch, was ist denn hier los?
© Grand Prix Photo

Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.

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Für das neue Rätsel gilt: Vorsicht, Fake! Wer hier am Lenkrad sitzt, hat nie eine GP-Zielflagge gesehen. Was ist der Hintergrund dieses Fotos?

Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Wem die Stunde schlägt. Was zum Durchbruch in der Königsklasse werden sollte, wurde ein Reinfall. Dennoch hat dieser Fahrer den Einsatz in Rot in schöner Erinnerung behalten – und dann in einer ganz anderen Rennkategorie durchgestartet.

Der Hinweis bezog sich auf das Formel-1-Debüt von Derek Bell in Monza 1968 mit Ferrari. Nach zwei Einsätzen (Italien und USA) war schon wieder Schluss in Rot, bis 1974 fuhr Bell sporadisch in der Königsklasse, aber er hatte nie Material, um wirklich zu zeigen, was er kann.

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Einige Leser tippten auf Bell in den USA, denn Ferrari könnte ja wohl auf dem Highspeed-Kurs Monza kaum mit Heckflügel gefahren sein. Doch, taten sie. Zudem trug Bell in Monza einen gelblichen Helm, in Watkins Glen einen weisslichen.

Der heute 84-jährige Bell blickt ohne Bitterkeit auf seine kurze Phase bei Ferrari zurück. "Ich war in der Formel 2 gut unterwegs und erhielt von Enzo Ferrari ein Angebot. Nach einem Test in Maranello und einer Fabrikbesichtigung erhielt ich einen Vertrag."

"Mein erstes Rennen für Ferrari war in der Formel 2, ich stand beim ersten Rennen auf Pole-Position, das war in Zandvoort. Mein erstes Formel-1-Rennen war der Gold Cup in Oulton Park, mein GP-Debüt für Ferrari gab ich ausgerechnet in Monza. Dazu fuhr ich dann 1970 Sportwagenrennen für Ferrari neben Ronnie Peterson."

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"Es gehört zu den schönsten Erinnerungen aus meiner Rennkarriere, dass ich für den berühmtesten Rennstall der Welt gefahren bin."

Derek Bell verliert Duell gegen Chris Amon

Ferrari tat sich Ende der 1960er Jahre schwer in der Formel 1 und konzentrierte sich letztlich auf den Einsatz eines einzigen Autos, das wurde Chris Amon anvertraut, der als bester Testfahrer seiner Epoche galt, das Formel-2-Programm wurde beendet, für Bell bei Ferrari stimmte einfach das Timing nicht.

Was Bell im Einsitzer verpasste, holte er im Sportwagen nach: Im Jahre 1970 bestritt er zum ersten Mal die 24 Stunden von Le Mans. Damals wie erwähnt im Ferrari-Werksteam an der Seite von Ronnie Peterson und in jenem Ferrari 512 S, den die Scuderia als Konkurrenzprodukt zum Porsche 917 auflegte.

Bell startet durch bei Porsche

Im legendären Gulf-Team von John Wyer Automotive (bzw. dessen namentlichen Nachfolger Gulf Research Racing) fuhr er den legendären Porsche 917 an der Seite von Jo Siffert und schaffte er 1975 den Gesamtsieg in Le Mans – im offenen Gulf GR8 zusammen mit Jacky Ickx.

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1981 wurde Bell dann Porsche-Werksfahrer und sicherte sich im selben Jahr im Porsche 936 seinen zweiten Sieg an der französischen Sarthe.

Mit Geburt der Gruppe C 1982 folgte gleich der nächste Triumph im Porsche 956 – zum dritten Mal an der Seite von Jacky Ickx.

1985 und 1986 folgten die nächsten beiden Siege (nun im Porsche 962) mit Hans-Joachim Stuck und Al Holbert. Vor allem durch seine Zeit bei Porsche hat Derek Bell einen grossen Platz im Gedächtnis der Sportwagen-Fans erlangt. Für Porsche gewann er 1985 und 1986 auch den Fahrertitel in der Sportwagen-WM – dem Vorläufer der heutigen FIA WEC.

Bis ins Jahr 1996 (damals auf einem McLaren F1 GTR) trat Bell bei den 24 Stunden von Le Mans an. Da er seit seinem Debüt beim Langstrecken-Klassiker lediglich das Rennen im Jahr 1984 verpasste, kommt er auf insgesamt 26 Einsätze in Le Mans.

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Das 12-Stunden-Rennen in Sebring bestritt er 15 Mal – ein Sieg in Zentral-Florida sprang jedoch nie heraus. Dafür triumphierte er im Sportwagen auf den tollsten Rennstrecken der Welt: Le Mans, Daytona (drei Mal), Nürburgring, Spa-Francorchamps, Silverstone.

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