Nico Hülkenberg (Audi) über COTA/Austin/Texas: «Echte Liebesgeschichte»
Der Circuit of the Americas (COTA) und Nico Hülkenberg: Der deutsche GP-Routinier konnte hier sechs Mal einen Grand Prix in den Top-Ten beenden. «Hier hat’s von der ersten Runde an Klick gemacht.»
Vom ersten GP-Wochenende auf dem Circuit of the Americas (COTA) war klar: Nico Hülkenberg mag den aufregenden Kurs ausserhalb von Austin/Texas.
Mit Force India wurde Hülkenberg bei der GP-Premiere 2012 Achter, 2013 mit Sauber: ebenfalls Achter. Es folgten vier Jahre, in welchen Nico auf Punktekurs ausschied – Motorschaden 2014, Kollision 2015, Lenkdefekt 2016, Motorschaden 2017.
2018 wurde Nico mit Renault hier Sechster, 2019 Neunter. Nach Rang 11 im Jahre 2023 (inzwischen für Haas) wurde Hülkenberg 2024 Achter und 2025 (nun im Sauber) erneut Achter.
Nico sagt: «Der COTA ist meine Lieblingsstrecke. Ich kann es kaum erwarten, am Freitag auf die Bahn zu gehen, und ich will jede Runde geniessen. Ich weiss auch nicht, was das ist mit dieser Rennbahn. Es hat einfach von den ersten Runden 2012 an gleich Klick gemacht. Das ist eine echte Liebesgeschichte.»
«Ich mag die Anforderungen dieser Strecke, die verschiedenen Kurventypen, schnelle Bögen, langsame Kurven, wie es rauf und runter geht, die tolle Kurve 1, wo du ganz verschiedene Linien wählen kannst. Diese Strecke hat einfach alles, und du kannst hier in einem sehr schönen Rhythmus fahren.»
«Dazu kommen die leidenschaftlichen Fans und diese tolle, vibrierende Stadt Austin. Das alles macht aus dem GP-Wochenende hier immer etwas Spezielles.»
Die Texaner haben auf den Hügel in Kurve 1 ein ziemlich protziges VIP-Gebäude hingeknallt. Nico bleibt diplomatisch: «Es schaut anders aus, das steht mal fest. Aber das Leben besteht aus Änderungen. Ich bin froh, haben sie die die riesige Flagge dort belassen. Die gehört einfach dazu. Und rechterhand bleiben ja die enormen Tribünen mit einem Meer aus Fans. Das ist immer schön zu sehen.»
Okay, COTA ist eine Hülkenberg-Strecke. Aber ist COTA auch eine Audi-Strecke? Im Fahrerlager des COTA fügt der 39-jährige Emmericher hinzu: «Ich glaube nicht, dass sich da gemessen an den vergangenen GP-Wochenenden viel verändern wird. Wir haben hier eine gute Mischung ganz verschiedener Kurven, du bist limitiert vom Grip her. Auf der anderen Seite brauchst du hier auch solide Motorleistung.»
«Wie konkurrenzfähig wir hier sind, das wird auch davon abhängen, was unsere Gegner an Verbesserungen ans Auto bringen. Was uns angeht, so wollen wir einfach ein sauberes Wochenende, an dem wir gut durch unser Programm kommen und das Beste aus unseren Möglichkeiten machen.»
An diesem Wochenende kann Kimi Antonelli zum jüngsten Formel-1-Champion werden. Nico sagt: «Das ist schon sehr eindrucksvoll. Er hat ein fabelhaftes Jahr, was nicht ganz zu erwarten war, nach gewissen Schwierigkeiten Mitte 2025.»
«Das zeigt auch wieder mal, wie schnell sich die Dinge in unserer Branche ändern können. Letztlich geht alles ums Gefühl im Auto, ums Vertrauen, das du in deinen Rennwagen aufbauen kannst.»
«Ich habe den grössten Respekt vor seinen Leistungen, er hat nur ganz wenige Fehler gemacht, was für einen Piloten in seinem Alter nun wirklich nicht selbstverständlich ist und fürs zweite Jahr in der Königsklasse auch nicht. Er hat einige verblüffende Rennen gezeigt.»
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