Formel-1-Star Lando Norris konnte im Miami-Sprint zwar den Sieg erobern, im GP musste er sich aber mit dem zweiten Platz begnügen. Aus gutem Grund, wie GP-Veteran Ralf Schumacher erklärt.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Lando Norris präsentierte sich im Miami-GP nach seinem Sprint-Sieg nicht in Bestform. Ein Angriff auf Max Verstappen nach dem Start misslang und der McLaren-Pilot fiel dadurch zurück. Als er sich bis ans Heck des Niederländers zurückgekämpft hatte, tat er sich schwer damit, am Red Bull Racing-Renner vorbeizukommen, sodass sein Teamkollege Oscar Piastri, der Verstappen zuvor überholt hatte, wegziehen konnte.
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Der Australier entschied am Ende zum dritten Mal in Folge einen GP für sich, während Norris, der vor Piastri losgefahren war, mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen musste. Er schaffte es zwar an Verstappen vorbei, aber verlor dabei viel Zeit. Danach äusserte er sich selbstkritisch, liess sich aber auch über die Verteidigung von Verstappen aus, dem er vorwarf, kein cleveres Rennen gefahren zu sein. Der frühere GP-Pilot Ralf Schumacher findet deutliche Worte für den Auftritt von Norris. Im "Sky"-Podcast "Backstage Boxengasse" betonte er: "Es ist klar, dass er nicht in der Lage dazu ist, sonst würde er es besser machen. Er ist lange genug dabei, für sowas gibt es keine Ausreden. Es gibt Fahrer, die haben ein Auge dafür, dazu gehört etwa Max, aber auch Piastri oder Oliver Bearman, der auch ein super Beispiel dafür ist, wie man sich jemanden zurechtlegen kann für ein Überholmanöver."
"Lando fehlt das einfach, und das wird er auch nicht lernen", ist der Deutsche überzeugt. "Es war eine Trotzreaktion", bewertet Schumacher Norris’ erfolglosen Angriff in der ersten Runde, "es war zur falschen Zeit am falschen Ort. Und das wird zum Problem. Ich glaube, er kann das auch nicht lernen und das wird so bleiben. Das heisst, für ihn geht es nur über die Dominanz, wenn er wirklich vorne steht, keine Fehler macht und vorne wegfährt."
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"Aus meiner Sicht, auch wenn man es mit Jeddah vergleicht, was er da bei Lewis Hamilton gemacht hat, fehlt ihm schlicht das kleine Einmaleins des Überholens. Eigentlich lernt man das schon im Kart, das müsste er können. Auch an diesem Wochenende wieder, beim nach vorne fahren hat er teilweise zu lange gebraucht. Das ist ein Problem, und so wird er auch nicht Weltmeister", lautet das harte Urteil des sechsfachen GP-Siegers.
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Miami-GP, Miami International Autodrome
01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:28:51,587 h 02. Lando Norris (GB), McLaren, +4,630 sec 03. George Russell (GB), Mercedes, +37,644 04. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +39,956 05. Alex Albon (T), Williams, +48,067 06. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +55,502 07. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +57,036 08. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +1:00,186 min 09. Carlos Sainz (E), Williams, +1:00,577 10. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +1:14,434 11. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +1:14,602 12. Esteban Ocon (F), Haas, +1:22,006 13. Pierre Gasly (F), Alpine, +1:30,445 14. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +1 Runde 15. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1 Runde 16. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde Out Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, Aufgabe nach Kollision Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, Antriebseinheit Oliver Bearman (GB), Haas, Antriebseinheit Jack Doohan (AUS), Alpine, Reifenschaden nach Kollision WM-Stand (nach 6 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints)
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Fahrer 01. Piastri 131 Punkte 02. Norris 115 03. Verstappen 99 04. Russell 93 05. Leclerc 53 06. Antonelli 48 07. Hamilton 41 08. Albon 30 09. Ocon 14 10. Stroll 14 11. Tsunoda 9 12. Gasly 7 13. Sainz 7 14. Hülkenberg 6 15. Bearman 6 16. Hadjar 5 17. Alonso 0 18. Lawson 0 19. Doohan 0 20. Bortoleto 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 246 Punkte 02. Mercedes 141 03. Red Bull Racing 105 04. Ferrari 94 05. Williams 37 06. Haas 20 07. Aston Martin 14 08. Racing Bulls 8 09. Alpine 7 10. Sauber 6
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