Russell (Mercedes/3.) baff: «Ich verstehe das nicht»
George Russell hat im Qualifying zum Imola-GP Startplatz 3 errungen, hinter Oscar Piastri und Max Verstappen. Der 27-jährige Mercedes-Fahrer ist von seiner Darbietung selber erstaunt.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Rein statistisch wird der Grand Prix der Emilia-Romagna für George Russell eine knifflige Aufgabe: Bei insgesamt 31 GP-Wochenenden im Autodromo Enzo e Dino Ferrari triumphierte der Fahrer von Pole-Position elf Mal, neun Mal der Pilot, der von Startplatz 2 losgefahren war. Anders gesagt: Gut zwei Drittel aller Sieger kamen aus Startreihe 1.
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Nun ist Russell in der Imola-Quali Dritter geworden, hinter Oscar Piastri und Max Verstsappen, was sagt die Statistik da? In den vergangenen zehn Imola-GP gab es zwei Siege (2001 Ralf Schumacher, 2021 Max Verstappen), einen zweiten Platz und vier Mal Rang 3. Immerhin. Russell weiss jedoch: Piastri und Verstappen vor ihm werden auch im Grand Prix schnell sein, zudem hat George noch Lando Norris im Nacken. Der 27-jährige Engländer knöpfte, und das ist wirklich ungewöhnlich, Lando Norris den dritten Rang ab, obschon der McLaren-Fahrer mit der weichsten Mischung unterwegs war, Russell aber auf mittelharten Reifen.
Wie kann das eigentlich gehen? Russell gibt zu: "Ganz ehrlich? Ich verstehe das selber nicht ganz. Diese Wahl war riskant, aber sie ist auch merkwürdig, das stimmt schon. Ich fühlte mich aber mit diesem Reifen sehr wohl, also fanden wir, wir versuchen das jetzt mal. Das hat sich voll ausbezahlt." "Mit dem ersten Reifensatz in Q3, den weichsten Walzen, machte ich einen Fehler, da verlor ich Zeit, ich hätte eigentlich da schon Dritter sein müssen." "Die Teams haben hier diesen neuen weichsten Reifen erstmals an einem GP-Wochenende eingesetzt, wir hatten alle nicht viele Erfahrungen damit. Der mittelharte Reifen 2025 entspricht dem weichen Reifen 2024, und damit kam ich prima zurecht. Fakt ist, dass wir es heute geschafft haben, beide Reifentypen, also den mittelharten und den weichen, ins beste Arbeitsfenster zu bringen." "Dennoch muss ich zugeben – ich war überrascht, dass ich unter die besten Drei gefahren bin. Und einfach haben wir es uns selber nicht gemacht, denn ich lag zum Schluss der Quali verflixt nahe an Sainz, fast hätte ich es nicht mehr rechtzeitig über die Linie geschafft." "Ich bin mit diesem Ergebnis sehr happy, und wenn du unter den besten Drei losfahren kannst, dann willst du natürlich aufs Siegerpodest."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:14,670 min 02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:14,704 03. George Russell (GB), Mercedes, 1:14,807 04. Lando Norris (GB), McLaren, 1:14,962 05. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:15,431 06. Carlos Sainz (E), Williams, 1:15,432 07. Alex Albon (T), Williams, 1:15,473 08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:15,497 09. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:15,746 10. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:15,787 11. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:15,604 12. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:15,765 13. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:15,772 14. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:16,260 15. Franco Colapinto (RA), Alpine, ohne Zeit 16. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:16,379 17. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:16,518 18. Esteban Ocon (F), Haas, 1:16,613 19. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:16,918 20. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, ohne Zeit
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