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Timo Glock: Formel 1-DNA futsch, Mercedes klar vor Ferrari, Hut ab vor Audi
Der WM-Auftakt 2026 in Australien ist vollzogen. Der Deutsche Timo Glock (43), WM-Zehnter 2008/2009 und heute GP-Experte der Sky, zieht eine erste Zwischenbilanz zur neuen Formel 1.
Formel 1
Im Artikel erwähnt

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Viel Erwartetes, aber auch viel Unerwartetes beim Debüt dieser neuen Königsklasse in Melbourne/Australien. Der 91-fache GP-Teilnehmer Timo Glock hat sich die Action vor Ort angeschaut und ordnet als Formel-1-Experte unserer Kollegen von Sky das Geschehen ein.
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Generell sagt der Hesse: «Ich weiss noch nicht, ob Batterie-Management zum Unbegriff des Jahres wird. Wir müssen jetzt mal abwarten, wie dieses neue Reglement in den ersten paar Rennen funktioniert. Grundsätzlich höre ich von allen Seiten, dass die meisten Fahrer nicht happy sind mit diesen Autos. Da hat man schon ein wenig die Befürchtung: Die DNA der Formel 1 ist verloren gegangen. Früher war der Fahrer im Mittelpunkt, jetzt ist es die Batterie.»
«Wir haben im Grand Prix erlebt, dass mehr überholt wird, weil die Piloten ihre Batterie unterschiedlich nutzen, das beste Beispiel dafür war das schöne Duell zu Beginn des Rennens zwischen Charles Leclerc und George Russell.»
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Sind das echte Überholmanöver? «Was die Fahrer nun monieren: Klar war das spektakulär anzusehen, aber wenn ein Pilot überholt wird, weil er nicht mehr volle Leistung der Elektrik hat, dann hat das ja nichts mit den fahrerischen Qualitäten des Verfolgers zu tun. Da ist der vordere Fahrer ausgeliefert. Wir werden gewiss noch Strecken sehen, wo die Piloten über die Sicherheit schimpfen, weil erhebliche Speed-Unterschiede entstehen.»
«Mercedes hat ein wahnsinnig effizientes Auto gebaut, vor allem in Sachen Energie-Management, aber auch, wie wir hier ebenfalls erlebt haben, im Umgang mit den Reifen.»
Hat Ferrari den Sieg verspielt? Bei einer ersten virtuellen Safety Car-Phase liess Ferrari beide Autos auf der Bahn. Superstar Lewis Hamilton regte am Funk sofort an, man hätte die Strategie teilen müssen. Timo Glock meint: «Das muss man in Ruhe nochmals durchrechnen. Der entscheidende Punkt für mich ist – Ferrari war letztlich nicht auf dem Niveau von Mercedes.»
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«Dennoch fand ich das einen positiven Saisonstart für Ferrari und auch für beide Fahrer, Charles Leclerc und Lewis Hamilton. Hamilton sehe ich im Gegensatz zu 2025 auf Augenhöhe mit Leclerc.» Viel Lob für Audi Zum ersten Grand Prix von Audi meint Glock (Zweiter in Ungarn 2008 und in Singapur 2009): «Da kann ich nur den Hut ziehen. Natürlich hatte Audi ordentlich Erfahrung mit Hybrid-Antrieben mitgebracht, aus dem jahrelangen Langstreckensport wie in Le Mans. Aber Formel 1 ist eine andere Stufe. Das, was Teamchef Jonathan Wheatley gesagt hat, stimmt: Es ist alles neu, ein ganzes Team musste geformt werden. Damit hat man sich eine sehr, sehr grosse Aufgabe gestellt und das beim ersten Rennen hier in Melbourne wirklich überzeugend umgesetzt.» «Bedauerlich ist nur, dass Nico Hülkenberg nicht am Rennen teilnehmen konnte. Ihm fehlen jetzt diese 58 Runden Rennerfahrung für die kommenden Einsätze.» McLaren als Verlierer Konstrukteurs-Weltmeister McLaren gehört zu den Verlierern von Australien: Oscar Piastri schon vor dem Start out, Champion Lando Norris auf Platz 5.
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Glock stellt fest: «Ein mässiges Ergebnis, das hat sich schon das ganze Wochenende lang abgezeichnet. Gerade CEO Zak Brown, der normalerweise immer so positiv ist, wirkte deutlich gedämpft. Man hat schon bei den Wintertests in Bahrain festgestellt – McLaren ist nicht auf Augenhöhe mit Mercedes. Wahrscheinlich hat man dann hier in Australien gemerkt, dass der Unterschied noch grösser ist als gedacht.» «Der Abstand zwischen Sieger Russell und Norris im Ziel beträgt 51 Sekunden, und das mit der gleichen Antriebseinheit, das ist schon erschreckend für McLaren. Die werden sich jetzt überlegen müssen, was Mercedes da besser macht.»
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