Toto Wolff (Mercedes): Mit dem Skalpell, nicht dem Baseballschläger
Toto Wolff (Mercedes) spricht von konstruktiven Gesprächen zur Anpassung des F1-Reglements. Er rät zu Änderungen mit Skalpell statt Baseballschläger. Abgestimmt werden soll im Idealfall noch heute.
Am heutigen Montag läuft der letzte von vier Terminen, bei denen sich Weltverband FIA, Teams und Formel 1 zu Anpassungen des teils umstrittenen neuen Reglements zusammenschalten. Toto Wolff, Teamchef und Motorsportchef bei Mercedes sowie Anteilseigner des Rennstalls, sprach in einer Medienrunde am Montag von konstruktiven Gesprächen. Er hofft auf ein Votum noch im Laufe des Tages.
Wolff: Konstruktive Gespräche
Wolff: «Die Gespräche, die zwischen den Fahrern, der FIA, der Formel 1 und den Teams stattgefunden haben, waren konstruktiv, und wir alle verfolgen dieselben Ziele. Wie können wir das Produkt verbessern, es zu purem Rennsport machen und prüfen, was wir in puncto Sicherheit verbessern können – dabei aber mit dem Skalpell und nicht mit dem Baseballschläger vorgehen.»
Zum weiteren Vorgehen sagte der Österreicher: «Ich denke also, wir kommen zu guten Lösungen, um uns weiterzuentwickeln, die wir hoffentlich noch heute verabschieden werden.» Geplant ist, dass noch am heutigen Montag, 20. April, per E-Votum der Weltmotorportrat seine Zustimmung gibt, also Weltverband FIA, Teams und Formel 1.
Wolff betont: «Es sind erst drei Rennen gelaufen, und in gewisser Weise müssen wir aus der Vergangenheit lernen, wo Entscheidungen manchmal unüberlegt getroffen wurden, wir dann zu weit gegangen sind und erkannt haben, dass es nicht gut war. Denn wir sind die Hüter dieses Sports, und in dieser Hinsicht bin ich vorsichtig optimistisch, dass wir das Renngeschehen verbessern und gleichzeitig das bewahren werden, was wirklich gut ist. Während wir die genannten Ziele in Einklang bringen, sorgen wir dafür, dass das Renngeschehen gut bleibt.»
Verbessern und bewahren, was schon gut ist
Wolff gibt weitere Einblicke: «Wenn man gemeinsame Ziele hat und diese Ziele von Anfang an festlegt, dann können wir daran arbeiten, das Qualifying für die Fahrer spektakulärer zu gestalten. Wie können wir Ziele zur Sicherheit angehen und gleichzeitig das bewahren, was am Rennsport wirklich gut ist, nämlich das Überholen. Diese Schritte scheinen in die richtige Richtung zu gehen. Nicht zu weit gehen, nicht zu wenig tun, aber wenn man später zu dem Schluss kommt, dass wir die Ziele vielleicht neu definieren müssen, dann sei es so. Aber im Moment denke ich, dass das ziemlich klar festgelegt ist, und das ist gut.»
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