Gustl Auinger über Bezzecchi (Aprilia): «Er ist zu etwas Großem fähig!»
August «Gustl» Auinger sprach in der ServusTV-Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7» über die Entwicklung von Aprilia-Held Marco Bezzecchi und seinen Rivalen Marc Marquez (Ducati).
Marco Bezzecchi ist derzeit in der MotoGP die Referenz. Der Aprilia-Pilot siegte in den letzten fünf Grands Prix, mit der RS-GP stellte er jeweils das stärkste Paket. Die WM-Wertung führt «Bez» nach den ersten drei Rennwochenenden in der Saison 2026 mit 81 Punkten an – auf Platz 2 folgt mit vier Punkten Rückstand Teamkollege Jorge Martin.
Nicht nur die Konkurrenz ist beeindruckt über die Leistungen von Bezzecchi und Aprilia, auch der ehemalige österreichische Motorradrennfahrer August «Gustl» Auinger zollt seinen Respekt. «Ich bin unglaublich beeindruckt. Ich kann mich erinnern, wie er (Bezzecchi) in der Moto3 den WM-Titel gegen Martin verloren hat und mit Tränen in die Box gefahren ist. Er ist so ein gerader und natürlicher Typ», meinte Auinger im Rahmen der ServusTV-Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7» am Montagabend. «Er hat seinen Weg in die MotoGP nicht selbst gewählt. Valentino Rossi hat zu ihm gesagt: ‘Bitte glaub mir, ich passe auf dich auf und wir machen das.’ Er hat ihm vertraut und hat es gemacht.»
Gustl Auinger: «So wie das Bezzecchi und das Team gemeistert haben, das ist aus meiner Sicht herausragend!»
Die ersten drei Jahre war Bezzecchi in der MotoGP im VR46-Team auf einer Ducati unterwegs, danach folgte der Wechsel ins Aprilia-Werksteam. «Dann bekommt er die Chance in diesem Werksteam. Er dachte sich: ‘Das ist fantastisch, aber Gott sei Dank habe ich den Jorge Martin, der die Arbeit macht.’ Dann dreht sich das Spiel, denn Martin war eigentlich nicht da», führte Auinger aus. «So wie das Bezzecchi und das Team gemeistert haben, das ist aus meiner Sicht herausragend. Deshalb glaube ich, dass er zu etwas ganz Großem fähig ist.»
Champion Marc Marquez darf man aber nicht abschreiben. Er ist immer noch nicht 100 Prozent fit, weshalb er die Ducati in den ersten Saisonrennen noch nicht so fahren konnte, wie er es wollte. Wann findet der 33-Jährige zu alter Stärke zurück? «Wir können das nicht sagen, weil er es selbst nicht weiß», winkte Gustl Auinger ab. «Aber eines ist klar: Wenn das Motorrad eine Schwäche hat, war er immer dazu in der Lage, diese durch seine Fahrweise zu überfahren. Scheinbar geht das im Moment nicht. Er wird aber nicht jünger und Marco Bezzecchi hechelt hinter ihm.»
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