Toto Wolff spricht Klartext: «Unter unserem Niveau»
Mercedes erlebte am Qualifying-Samstag in Monte Carlo ein Abschlusstraining zum Vergessen. Beide Sternfahrer schafften den Sprung ins Q2, fielen dann aber aus. Teamchef Toto Wolff fand klare Worte.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Werbung
Für das Mercedes-Duo begann das Qualifying auf dem Strassenkurs von Monte Carlo vielversprechend. Nachdem die Ingenieure im Werk eine Nachtschicht eingelegt hatten, wurden einige Änderungen an den Autos von Kimi Antonelli und George Russell vorgenommen, und beide Fahrer konnten auf den weichen Reifen ein Tempo anschlagen, mit dem sie zu den To-15 gehörten, die ins Q2 aufstiegen.
Werbung
Werbung
Doch der jüngere der beiden Sternfahrer leistete sich zum Ende des Q1 einen kostspieligen Fehler. Er touchierte die Leitplanke und beschädigte dabei die linke Vorderradaufhängung. Er gehörte zwar zur Q2-Gruppe, konnte aber nicht mehr ausrücken. Auch sein Teamkollege Russell hatte kein Glück: Auf seiner ersten schnellen Runde im Q2 bretterte er über eine Bodenwelle und verlor danach die ganze elektronische Leistung. So kam es, dass zum ersten Mal seit Imola 2022 kein Mercedes im Q3 um einen Top-10-Startplatz kämpfen konnte.
Teamchef Toto Wolff seufzte: "Heute war ein schwieriger Tag mit einem sehr enttäuschenden Ergebnis – die Plätze 14 und 15 sind weit unter unserem Niveau. Wir hatten im Training mit dem Tempo zu kämpfen und haben vor dem Qualifying einige grössere Änderungen am Set-up vorgenommen. Vor allem bei George hat das dem Auto mehr Leben eingehaucht, er zeigte einen wirklich starken Speed und beendete das Q1 in den Top-5."
Werbung
Werbung
"Für Kimi war es leider eine schwierigere Session. Er lag genau an der Grenze, als ihm in der Nouvelle Chicane ein kleiner Fehler unterlief. Aber wie immer in Monaco hatte das grosse Folgen, und er landete in der Leitplanke", fügte der Wiener an. "Dadurch hatten wir nur ein Auto im Q2, das George auf den Medium-Reifen begann. Er machte in der ersten Kurve fast eine Zehntelsekunde gut, als er auf dem Weg zur Massenet-Kurve plötzlich Leistung verlor."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
"Wir vermuten ein elektrisches Problem, aber das Team arbeitet noch daran, die genaue Ursache festzustellen. Als er im Tunnel stehen blieb und das Auto nicht mehr ansprang, war klar, dass er direkt vor Kimi von P14 starten würde. Das ist umso frustrierender, da George heute das Tempo hatte, um damit um einen Platz in den ersten beiden Startreihen zu kämpfen", fügte Wolff an.
"Es ist klar, dass uns am Sonntag ein langer Nachmittag erwartet. Die zwei Pflicht-Boxenstopps könnten mehr Möglichkeiten bieten als sonst in Monaco, aber es wird nicht einfach sein, Plätze gutzumachen. Dennoch werden wir alles geben und hart kämpfen, um das Beste aus diesem bisher schwierigen Wochenende herauszuholen", versprach der Teamchef. Startaufstellung, Monaco
Werbung
Werbung
01. Lando Norris (GB), McLaren 02. Charles Leclerc (MC), Ferrari 03. Oscar Piastri (AUS), McLaren 04. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing 05. Isack Hadjar (F), Racing Bulls 06. Fernando Alonso (E), Aston Martin 07. Lewis Hamilton (GB), Ferrari * 08. Esteban Ocon (F), Haas 09. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls 10. Alex Albon (T), Williams 11. Carlos Sainz (E), Williams 12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing 13. Nico Hülkenberg (D), Sauber 14. George Russell (GB), Mercedes 15. Kimi Antonelli (I), Mercedes 16. Gabriel Bortoleto (BR) 17. Pierre Gasly (F), Alpine 18. Franco Colapinto (RA), Alpine 19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin ** 20. Oliver Bearman (GB), Haas *** * Drei Ränge zurück, wegen Behinderung von Verstappen ** Einen Rang zurück, wegen Kollision mit Leclerc, drei Ränge zurück wegen Behinderung von Gasly *** Zehn Ränge zurück, wegen Überholens bei roter Flagge
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.