Verstappen P2 in Belgien, was Teamchef Laurent Mekies von ihm sehen will
Das war makelloses Teamwork von Red Bull Racing: Isack Hadjar gab Max Verstappen Windschatten, der Champion nutzte das eiskalt für Startplatz 2. RBR-Teamchef Laurent Mekies mit klarer Ansage für Max.
Red Bull Racing hat auf dem Circuit de Spa-Francorchamps aus dem Rennschulbuch zitiert, Kapitel Windschattenfahren. Sky-GP-Experte Timo Glock lobt: «Also wie RBR das zum Schluss der Belgien-Quali umgesetzt hat, mit Hadjar als Windschattenspender für Max Verstappen, das war grosse Klasse. Das hat Hadjar im zweiten Versuch wahnsinnig gut angesetzt, so dass Max erheblich profitieren und so letztlich den zweiten Startplatz erobern konnte. Hut ab vor den zwei Piloten, wie sie das umgesetzt haben.»
Zum dritten Mal 2026 daher Max Verstappen auf Startplatz 2 – wie in Miami und in Monaco nun auch in Belgien hinter WM-Leader Kimi Antonelli.
RBR-Teamchef Laurent Mekies sagt: «Als wir nach Belgien kamen, wussten wir von Anfang an, dass wir mit Isack eine Strafversetzung erhalten. Von da an war es ein kurzer Weg zur Entscheidung, dass Hadjar in der Quali versuchen soll, Max zu unterstützen. Schliesslich ist Formel 1 Mannschaftssport.»
«Wir haben im Verlauf des Samstags erlebt, dass die Abstände hinter Leader Kimi meist knapp waren, also mussten wir uns etwas einfallen lassen, um Max da in die bestmögliche Position zu bringen.»
«Unterm Strich hat das prima geklappt, und die Hilfe von Isack war von grossem Wert, um diesen Platz in der ersten Reihe zu erobern. Das hätte kaum besser laufen können.»
RBR hat nach den Unfällen von Verstappen in Österreich (Abschlusstraining) und in England (Grand Prix) auf den Einsatz des Drehflügels verzichtet, um die Probleme mit dem spät schliessenden oberen Element zu ergründen. Die meisten Beobachter gingen davon aus – auf eine ältere Flügel-Version zurückzugreifen, das kostete Leistungsfähigkeit. Davon war aber in Belgien wenig zu sehen.
Mekies widerspricht: «Nein, das hat wirklich Leistungsfähigkeit gekostet. Aber Sicherheit muss vorgehen, und wir hoffen, wir bringen eine modifizierte Ausgabe des Drehflügels bald auf die Bahn.»
«Es stimmt, dass es hier bislang gut läuft, aber wir machen uns keine Illusionen – ohne den Windschatten-Trick wäre Max weiter hinten. Wir sind mit der Fahrzeugbalance zufrieden, und Verstappen konnte vom ersten Training an attackieren. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»
«Wir konnten den Rückstand auf die Spitze, von einer Sekunde am Anfang der Saison, erheblich verringern, aber die letzten zwei Zehntel zu finden, das ist das Schwierigste.»
Was rechnet sich Mekies für den Grossen Preis von Belgien aus? Der Franzose mit klarer Ansage für Max Verstappen: «Kimi fährt auf einem eigenen Planeten, auf den Geraden ist er unantastbar. Aber dahinter könnte das ein wunderbarer Mehrkampf werden, mit fünf oder sechs Autos, und da wollen wir tüchtig mitmischen.»
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