Manuel Gonzalez vor Wechsel in SBK-WM – zwei Werksangebote auf dem Tisch
Moto2-WM-Leader Manuel Gonzalez ist eine der heißesten Aktien im Transfermarkt der Superbike-WM. Der 23-jährige Spanier hofft immer noch auf einen MotoGP-Platz, hat aber auch zwei großartige Plan B.
Fest steht: Moto2-WM-Leader Manuel Gonzalez wird 2027 nicht mehr in der mittleren Hubraumkategorie im Grand-Prix-Sport antreten. Seit 2021 ist der Madrilene dort unterwegs und hat 9 Siege, 23 Podestplätze sowie 9 Pole-Positions erobert. 2024 wurde «Manu» WM-Dritter, im Vorjahr Vizeweltmeister und zur Sommerpause liegt er mit 195,5 Punkten um 51,5 vor dem Zweiten Izan Guevara.
Im Vorjahr hat Gonzalez beim Aufstieg in die MotoGP gegen den späteren Moto2-Champion Diogo Moreira den Kürzeren gezogen, für 2027 kann sein Manager Eddy Rovelli bislang auch keine positive Meldung machen. Nach monatelangen Verhandlungen ist nur noch ein Platz übrig, der in Frage kommt: bei Tech3 KTM.
Pit Beirer: «Junge Fahrer sind wie Aktien»
Teamchef Günther Steiner wünscht sich einen erfahrenen Piloten, beste Karten auf den Sitz hat Luca Marini, sowie einen jungen. Der zweite Platz geht zwischen den beiden jetzigen Intact-Assen Gonzalez und Senna Agius aus.
«Junge Fahrer sind wie Aktien», erklärte KTM-Rennchef Pit Beirer gegenüber SPEEDWEEK.com. «Du spekulierst darauf, wie positiv sie sich in der Zukunft entwickeln. Wenn man mich heute fragt, wer der bessere Moto2-Pilot ist, dann sage ich klar Gonzalez. Aber wer einmal der bessere MotoGP-Pilot wird – da bin ich mir nicht so sicher. Dann kommt es auch darauf an, wie groß ist er, wie schwer ist er, wie fährt er, wie geht er mit dem Vorderreifen um. Wir machen es uns nicht einfach, schauen das letzte Rennen an und entscheiden aus dem Bauch heraus. Ich sehe bei Senna mehr Entwicklungspotenzial. Er ist ein bisschen jünger und ist an Tagen, an denen er seine volle Leistung abruft, Sieger.»
Beirer würde eventuell sogar das Risiko eingehen und Gonzalez sowie Agius bei Tech3 fahren lassen, denn mit Alex Marquez (30) und Fabio Di Giannantonio (27) hat KTM für die nächsten zwei Jahre
Zwei Werke wollen Manuel Gonzalez
Einige Experten im MotoGP-Paddock orten mehr Potenzial bei Agius, deshalb hat Gonzalez seine Fühler auch schon länger in die Superbike-WM ausgetreckt. Dort steht er bei zwei Werken oben auf der Einkaufliste: Bei den Spitzenteams von Ducati und BMW!
Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass sich Gonzalez für Ducati statt BMW entscheidet, wenn er es sich aussuchen kann. Denn die Aruba-Truppe gewann jedes der bislang 24 Rennen in dieser Saison, 21 Mal wurde es mit Nicolo Bulega und Iker Lecuona sogar ein Doppelsieg.
BMW hingegen hat nach dem Weggang von Toprak Razgatlioglu in die MotoGP zu kämpfen, Miguel Oliveira und Danilo Petrucci können bislang keine ähnlichen Leistungen bringen. Was auch daran liegt, dass sie lange verletzt waren und die aktuelle Ducati Panigale V4R ein technisches Meisterwerk ist. BMW hat bereits reagiert und
Welche Rolle spielt der spanische Pass?
Schwer einschätzen lässt sich, welche Rolle der Pass von Gonzalez für Ducati spielt: Mit Marc Marquez und Pedro Acosta haben sie bereits zwei Spanier im MotoGP-Werksteam und Lecuona kommt ebenfalls von der iberischen Halbinsel. Verpflichtet Ducati Gonzalez, sind alle vier Motorräder in spanischer Hand.
Für den zweiten Platz in der Superbike-WM drängt sich kein Italiener auf, beste Chancen hätte der nach dieser Saison arbeitslos werdende MotoGP-Fahrer Franco Morbidelli. Eventuell käme auch Celestino Vietti (24), derzeit Siebter der Moto2-WM, in Frage.
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