Die WM 2020 wird aus 22 Läufen bestehen, aber ohne Grossen Preis von Deutschland. Der Hockenheimring bleibt aussen vor, wie 2015 und 2017. Für Marketing-Chef Jorn Teske ist das keine Überraschung.
Welche Schreckens-Szenarien wir über die neue Formel 1 alle gehört hatten. Stattdessen haben wir in Australien einen unterhaltsamen Grand Prix erlebt. Wo stehen wir mit diesen neuen Rennwagen?
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Die Formel-1-Führung hat das WM-Programm von 2020 präsentiert, welches am 4. Oktober dem FIA-Weltrat zum Abnicken vorgelegt wird. Für deutsche Formel-1-Fans ist ein Blick in den Terminablauf schmerzlich: Wie 2015 und 2017 ist kein Grosser Preis von Deutschland im Programm zu finden.
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Hockenheimring-GmbH-Geschäftsleiter Georg Seiler und seine beiden jungen Nachfolger Jochen Nerpel und Jorn Teske haben schon im vergangenen Mai die Situation sehr realistisch eingeschätzt. Gewiss, sie konnten 2018 und 2019 gut gefüllte Tribünen vorweisen mit begeisterten Fans, die Formel 1 ist in Deutschland also durchaus nicht tot, wie Schwarzmaler uns weismachen wollten. Marketing-Chef Jorn Teske sagte: "Natürlich setzen wir uns mit voller Kraft für eine Formel-1-Zukunft am Hockenheimring ein. Aber wir sind auch Realisten. Wir haben immer gesagt – Formel 1, liebend gerne, aber nicht um jeden Preis. Wir müssen die Chance haben, mit einer schwarzen Null abzuschliessen. Wir sind nun mal ein Rennen, das nicht von staatlichen Geldern profitiert, so wie Läufe in Asien oder im Mittleren Osten."
Seiler ist nicht der Erste, der ein Rotationsprinzip vorschlägt. So wie früher mit dem Hockenheimring und dem Nürburgring vielleicht künftig zwischen Traditionsrennen wie in Deutschland und Spanien. Zum Aus für den Deutschland-GP sagt Teske: "Wir wussten – wenn es so kommen sollte, dann ist das weder ein Schock noch eine Überraschung. Wir wollen die Formel 1 in Deutschland weiter stattfinden lassen und erneut das Gespräch suchen. Aber wir werden keinen Grand Prix mehr durchführen, bei dem wir das wirtschaftliche Risiko tragen müssen." Die grosse Hoffnung der Deutschen heisst Mick Schumacher: Wenn der heutige Formel-2-Fahrer zur Saison 2021 hin den Sprung in die Königsklasse schaffen sollte, dann liegt es auch im Interesse von Formel-1-Hauptaktionär Liberty Media, wieder in Deutschland zu fahren. Georg Seiler wird das alles im Ruhestand erleben: Nach 41 Jahren Arbeit am Ring ist am 1. September 2019 Schluss. Die Nachfolge übernimmt eine Doppelspitze aus Jochen Nerpel und Jorn Teske. Der 51jährige Teske arbeitet seit 13 Jahren als Marketing-Chef und wird im Herbst die Geschäftsleiter im Bereich Verwaltung übernehmen. Der 35jährige Nerpel leitet weiter die Bereiche Technik und Betrieb, kümmert sich also um alle infrastrukturellen, baulichen und technischen Projekte innerhalb des Unternehmens, dazu um die die Streckenvermietung.
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15. März: Melbourne, Albert Park Circuit/AUS 22. März: Bahrain, Bahrain International Circuit/BRN 5. April: Hanoi, Street Circuit Hanoi/VN 19. April: Shanghai, Shanghai International Circuit/RCH 3. Mai: Zandvoort, Circuit Park Zandvoort/NL 10. Mai: Catalunya, Circuit de Barcelona-Catalunya/E 24. Mai: Monte Carlo, Circuit de Monaco/MC 7. Juni Aserbaidschan, Baku City Circuit/AZ 14. Juni: Montreal, Circuit Gilles Villeneuve/CDN 28. Juni: Le Castellet, Circuit Paul Ricard/F 5. Juli: Spielberg, Red Bull Ring/A 19. Juli: Silverstone, Silverstone Circuit/GB 2. August: Budapest, Hungaroring/H 30. August: Spa, Circuit de Spa-Francorchamps/B 6. September: Monza, Autodromo Internazionale/I 20. September: Singapur, Marina Bay Street Circuit/SGP 27. September: Sotschi, Sochi Autodrom/RUS 11. Oktober: Suzuka, Suzuka Circuit/J 25. Oktober: Austin, Circuit of the Americas/USA 1. November: Mexico City, Autódromo Hermanos Rodríguez/MEX 15. November: São Paulo, Autódromo José Carlos Pace/BR 29. November: Abu Dhabi, Yas Marina Circuit/UAE
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