Wolff: Gehalt von 30 Millionen Dollar unangemessen
Geht es den Fahrern an ihr Geld, werden sie schnell ungehalten. Das Verständnis dafür, dass ihr Gehalt in der Formel 1 in Zukunft gedeckelt werden soll, hält sich daher wenig überraschend in Grenzen.
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Fernando Alonso reagierte dann zuletzt auch etwas verschnupft, als er darauf angesprochen wurde. "Ich denke, sie nutzen uns immer mehr, um für die Formel 1 zu werben. Wir machen mehr und mehr Veranstaltungen, wir sind mehr in Kontakt mit den Fans", sagte der Spanier. "Sie verlangen immer mehr und sie profitieren davon. Also sollten wir von dieser Deckelung ausgenommen sein."
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Nun ist es nicht so, dass die Fahrer bei einer Einführung Not leiden müssten und statt eines Millionen-Gehalts nur noch eine Aufwandsentschädigung bekämen. Seit 2021 gibt es in der Motorsport-Königsklasse eine Budgetobergrenze, in dieser Saison liegt sie bei 140 Millionen Dollar. Ausgenommen davon sind bislang die Gehälter der Fahrer und der drei bestbezahlten Mitarbeiter. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass bei den Piloten eine Grenze von 30 Millionen Dollar eingeführt werden soll, für beide Fahrer zusammen pro Team. Immer noch genug Raum für ein üppiges Gehalt also, möchte man meinen. "Natürlich ist das ein kontroverses Thema", weiß Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Lewis Hamilton soll dem Vernehmen nach alleine bis zu 40 Millionen Dollar kassieren.
"Wir sehen, dass wir in der Formel 1 insgesamt eine sehr schwierige Situation haben. Der Sport boomt, die Formel 1 verdient mehr Geld und das kommt bei den Teams an, aber wir haben einen Kostendeckel. Wir haben 140 Millionen Dollar für 1.000 Leute, mit der Inflation - wir waren nicht einmal in der Lage, die Inflation zu bezahlen. Und ich denke, dass das Gerede über ein Gehalt von 30 bis 40 Millionen Dollar unangemessen ist, wenn man es aus dieser Perspektive betrachtet."
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Dabei betonte Wolff, dass auch die drei bestbezahlten Mitarbeiter der Teams Gehaltseinbußen hinnehmen müssten.
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Ihm ist klar, dass die Fahrer natürlich eine andere Meinung haben, und führt den US-Sport mit seinem Salary Cap als Beispiel an. "Das funktioniert dort ziemlich gut." Allerdings können sich die Sportler dort auch selbst vermarkten. Eine Möglichkeit, die für Formel-1-Fahrer noch geschaffen werden müsste.
Klar ist aber, dass es in der Formel 1 wohl keine schnelle Lösung geben wird. 2023 war angedacht. Ein Problem bei der Einführung ist die Laufzeit der aktuellen Verträge. Verstappens läuft bis 2028, die Arbeitspapiere der Ferrari-Fahrer bis 2024. "Aber ich denke, wie alle anderen Sportarten in der Welt müssen wir einen Weg finden, wie wir nachhaltig agieren können", sagte Wolff. "Es ist klar, dass dies einer der Hauptbereiche sein wird, denn man kann nicht einfach ein Fahrergehalt von 30/40/50 Millionen Dollar in einigen Top-Teams haben, wenn der Rest des Teams durch 140 Millionen Dollar geteilt werden muss."
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Aserbaidschan-GP, Baku 01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:34:10,268 h 02. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +20,823 sec 03. George Russell (GB), Mercedes, +45,995 04. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +1:11,679 min 05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1:17,299 06. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +1:24,099 07. Fernando Alonso (E), Alpine, +1:28,596 08. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +1:32,207 09. Lando Norris (GB), McLaren, +1:32,556 10. Esteban Ocon (F), Alpine, +1:48,184 11. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, + 1 Runde 12. Alex Albon (T), Williams, + 1 Runde 13. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, + 1 Runde 14. Mick Schumacher (D), Haas, + 1 Runde 15. Nicholas Latifi (CDN), Williams, + 1 Runde Out Lance Stroll (CDN), Aston Martin Kevin Magnussen (DK), Haas Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo Charles Leclerc (MC), Ferrari (Motor) Carlos Sainz (E), Ferrari (Hydraulik) Fahrer-WM (nach 8 von 22 Rennen) 01. Verstappen 150 Punkte 02. Pérez 129 03. Leclerc 116 04. Russell 99 05. Sainz 83 06. Hamilton 62 07. Norris 50 08. Bottas 40 09. Ocon 31 10. Gasly 16 11. Alonso 16 12. Magnussen 15 13. Ricciardo 15 14. Vettel 13 15. Tsunoda 11? 16. Albon 3 17. Stroll 2 18. Zhou 1 19. Schumacher 0 20. Nico Hülkenberg (D) 0 21. Latifi 0
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Stand Konstrukteurs-Pokal 01. Red Bull Racing 279 Punkte 02. Ferrari 199 03. Mercedes 161 04. McLaren 65 05. Alpine 47 06. Alfa Romeo 41 07. AlphaTauri 27 08. Haas 15 09. Aston Martin 15 10. Williams 3
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