Wolff (Mercedes): Ärger über böse Antonelli-Gerüchte
Mercedes-Teenager Kimi Antonelli (19) hat mit guten Leistungen in Monza und Baku ein wenig Druck vom Kessel genommen. Dennoch ärgert sich Teamchef Toto Wolff über böse Gerüchte.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Der italienische Mercedes-Pilot Kimi Antonelli war in Australien 2025 mit 18 Jahren, 6 Monaten und 19 Tagen zum drittjüngsten GP-Piloten geworden (nach Max Verstappen mit 17/5/15 und Lance Stroll mit 18/4/26). Und der junge Bologneser bestätigte das in ihn gesetzte Vertrauen – fünf Punktefahrten in den ersten sechs Saison-GP, mit dem blitzsauberen vierten Rang beim Debüt in Melbourne.
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Dann aber geriet der Antonelli-Express ins Stocken: Aus den folgenden neun Läufen konnte der Kimi nur zwei Top-Ten-Platzierungen holen (als Dritter in Kanada und als Zehnter in Ungarn), zwischendurch bezahlte Antonelli Lehrgeld (Kollision mit Verstappen in Österreich) und hatte viel Pech (technische Defekte, Strategiefehler von Mercedes, von Gegnern abgeräumt). Seit Monza läuft es wieder besser: Rang 9 beim Heimrennen, danach ein starker vierter Rang in den Strassen von Baku. Damit hat Antonelli ein wenig Druck vom Kessel genommen, was ganz gut ist, weil während der Durststrecke Gerüchte zu kreisen begannen, Mercedes könnte ihn für 2026 bei einem anderen Team unterbringen, um seine Ausbildung fortzusetzen. Natürlich wäre das vor dem Hintergrund des kommenden, neuen Reglements wenig sinnvoll. Es war davon die Rede, dass Mercedes Alex Albon von Williams holt und Antonelli in dessen Auto setze. Leider vergassen die Gerüchtverbreiter dabei, dass Williams-Chef James Vowles an solch einem Vorgehen überhaupt kein Interesse hat. Des weiteren wurde spekuliert, Antonelli werde zu Alpine geschoben, wo die Franzosen doch mit Franco Colapinto und Jack Doohan so unzufrieden seien und in der nächsten Saison ja Mercedes-Aggregate einsetzen. Was wirklich Sache ist, sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der sich über die ganzen Mutmassungen ärgert. Bei Sky Italien meint der Wiener: "Diese ganzen Gerüchte über Alpine und Williams sind kompletter Unsinn. Kimi bleibt zu 100 Prozent bei uns für 2026."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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