Yuki Tsunoda über Startplatz-Strafe: «Lächerlich!»
Yuki Tsunoda leistete sich im 3. Kanada-Training einen kostspieligen Fehler, als er Oscar Piastri unter Rot überholte. Für die harte Strafe, die er dafür bekam, zeigte er wenig Verständnis.
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Yuki Tsunodas Freude über die neuen Teile, die er pünktlich zum dritten Training bekommen hatte, währte nicht lange, denn erst musste er sich in Geduld üben, weil an seinem Auto gearbeitet wurde, dann kam es auch noch zu einer Szene, bei der er sich eine harte Strafe einhandelte.
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Tsunoda überholte Oscar Piastri, der nach seinem Mauerkuss in gemächlichem Tempo (86 km/h) an die Box zurückkehren musste. Der Japaner tat dies, als die roten Flaggen bereits draussen waren, und hatte dafür eine gute Begründung, mit der er bei den Regelhütern allerdings auf taube Ohren stiess. Gerd Ennser, Matthew Selley, Natalie Corsmit, Marcel Demers und Enrique Bernoldi befanden mit Blick auf Piastris Tempo nach dem Missgeschick, dass Tsunoda dem Australier im deutlich beschädigten Auto durchaus mit entsprechendem Abstand hätte folgen können. Deshalb brummten sie dem Red Bull Racing-Star eine Strafversetzung um zehn Startpositionen auf.
Damit muss Tsunoda das Rennen in Montreal vom Ende des Feldes in Angriff nehmen. Denn im Qualifying kam er nicht über den elften Platz hinaus. Hinterher zeigte er wenig Verständnis für das Urteil der Rennkommissare.
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"Es war ein sehr harter Tag, erst habe ich viel Zeit im dritten Training verloren, und das ist besonders ärgerlich, wenn man neue Teile am Auto hat. Ich wollte ein Gefühl für die Fahrzeugbalance bekommen, die sich durch das Update stark verändert hat. Das war also schon nicht ideal. Und dann kam diese Strafe dazu, die ich meiner Meinung nach nicht verdient habe. Ich weiss nicht, was die Stewards von mir erwarten. Oscar hatte einen stark beschädigten GP-Renner und verteilte überall Trümmerteile – von der letzten Kure bis zur Ende der Runde."
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"Er fuhr auf der Gegengeraden etwa 80 km/h und war ganz links auf der Strecke unterwegs, was gut ist, weil er so auf die anderen Fahrer geachtet hatte. Ich sah, dass Oscar da war und natürlich darf man bei Rot nicht überholen. Aber wenn ich hinter ihm her gefahren wäre, dann wäre das für mich so, als würde ich darauf warten, ein Trümmerteil zu erwischen. Ich sah seinen Reifen, der abzufallen drohte und deshalb habe ich ihn dann rechts überholt. Natürlich habe ich vorher geschaut, was vor ihm und hinter mir los war, und ich überholte ihn mit einem vernünftigen Tempo, 171 km/h ist halb so schnell, wie wir normalerweise an dieser Stelle unterwegs sind", schilderte der 25-Jährige.
"Ich habe dann die Strafe kassiert und 10 Positionen sind einfach lächerlich. Ich weiss nicht, was sie von mir erwarten, offensichtlich wollten sie, dass ich hinter Oscar bleibe. Aber für mich wäre das dann nur so gewesen, dass ich hoffen musste, nicht von einem Trümmerteil getroffen zu werden. Deshalb verstehe ich das nicht, da das Auto so stark beschädigt und er so langsam unterwegs war. Ich denke nicht, dass ich den letzten Startplatz dafür verdient habe", fügte Tsunoda seufzend an. Qualifying, Kanada
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01. George Russell (GB), Mercedes, 1:10,899 min 02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:11,059 03. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:11,120 04. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:11,391 05. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:11,526 06. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:11,586 07. Lando Norris (GB), McLaren, 1:11,625 08. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:11,682 09. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:11,867 10. Alex Albon (T), Williams, 1:11,907 11. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:12,102 12. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:12,142 13. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:12,183 14. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:12,340 15. Esteban Ocon (F), Haas, 1:12,634 16. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:12,385 17. Carlos Sainz (E), Williams, 1:12,398 18. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:12,517 19. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:12,525 20. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:12,667
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