Binder zu Jerez-Test: «Zwei Änderungen in Bereichen, wo wir sie brauchten!»
Brad Binder (KTM) testete beim MotoGP-Test im Jerez Neuerungen, um das Kurvenverhalten der RC16 zu verbessern. «Es macht uns nicht viel schneller, aber es fühlt sich besser an», meinte der Routinier.
Viele Jahre galt Brad Binder bei KTM als Garant für Top-Ergebnisse. Seit der letzten Saison strauchelt der Südafrikaner. 2025 stand er im Schatten von Teamkollege Pedro Acosta, der ab der zweiten Saisonhälfte regelmäßig auf dem Podium stand. Binder hingegen konnte letztes Jahr kein einziges Top-3-Ergebnis erzielen, in der Gesamtwertung reichte es nur für Rang 11.
Auf dem elften Platz ist Binder derzeit auch in der MotoGP-Saison 2026 nach vier Rennwochenenden zu finden. Nach einem vielversprechenden Start in Thailand mit den Rängen 6 und 7 lief es in Brasilien und Austin nicht mehr so gut. Am vergangenen Wochenende in Jerez landete Binder im Chaos-Sprint auf dem vierten Platz, im Grand Prix wurde es dann wieder nur Platz 11. Dazu muss gesagt werden, dass in Goiania und Jerez alle KTM-Piloten ihre Schwierigkeiten hatten.
KTM-Rennsportchef Pit Beirer meinte in Austin, dass Routinier Binder auch bei seinem Fahrstil einen Schritt machen müsse, um mit der jüngeren Generation mithalten zu können. Beim Jerez-Test am Montag ging es aber in erster Linie darum, Neuerungen an der RC16 auszuprobieren.
«Wir haben verschiedene Verkleidungen getestet. In den schnellen Kurven ist das Einlenkverhalten damit etwas besser, was schön ist. Wir haben zudem unterschiedliche Hinterradstoßdämpfer ausprobiert. Damit konnten wir die Bewegungen im Bike beruhigen. Am Kurveneingang haben wir dadurch etwas mehr Kontrolle, auch am Ausgang hilft es uns», erklärte der KTM-Werksfahrer. «Es sind zwei kleine Änderungen in Bereichen, wo wir sie brauchten. Nun haben die Jungs Zeit, um all die kleinen Dinge durchzugehen, die wir testeten. Es geht darum, jetzt alles zusammenzusetzen.»
Verbessertes Kurvenverhalten
Werden die Änderungen bereits beim Frankreich-GP in der nächsten Woche zur Verfügung stehen? «Ich habe keine Ahnung, aber ich nehme es an», grübelte der 30-Jährige. «Das Kurvenverhalten des Motorrads ist damit etwas besser – in der Mitte und zweiten Hälfte der Kurve, wo wir derzeit bei den Rennwochenenden viel Zeit verlieren. Es macht uns nicht viel schneller, aber es fühlt sich besser an.»
In der Zeitenliste landete Brad Binder beim Jerez-Test mit rund einer Sekunde Rückstand auf Ai Ogura (Trackhouse Aprilia) auf Rang 16.
Ergebnisse MotoGP, Jerez-Test (27. April):
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Ai Ogura (J)
Aprilia
1:35,944 min
2.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,005 sec
3.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,328
4.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,333
5.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,355
6.
Alex Marquez (E)
Ducati
+0,450
7.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+0,495
8.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,533
9.
Johann Zarco (F)
Honda
+0,714
10.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,727
11.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+0,739
12.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,743
13.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+0,934
14.
Luca Marini (I)
Honda
+0,952
15.
Joan Mir (E)
Honda
+1,033
16.
Brad Binder (ZA)
KTM
+1,036
17.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,064
18.
Fermin Aldeguer (E)
Ducati
+1,095
19.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+1,127
20.
Dani Pedrosa (E)
KTM
+1,539
21.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,546
22.
Alex Rins (E)
Yamaha
+1,597
23.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+1,793
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