Intact-Pilot David Munoz (3.): Nach sechs Operationen auf das Podest
David Munoz (Intact GP) zeigte bei seinem Moto3-Comeback in Jerez nach sechs harten Monaten eine beeindruckende Leistung. In der letzten Runde duellierte er sich ausgerechnet mit Adrian Fernandez.
David Munoz hat in den letzten Monaten viel durchgemacht. Der Intact-Pilot hatte sich bei einem unverschuldeten Crash im Indonesien-GP 2025 den Oberschenkel gebrochen. Nach einigen Operationen im Winter kämpfte sich der Spanier Schritt für Schritt zurück. Bei den Vorsaisontests in Portimao und Jerez verspürte der Spanier immer noch Schmerzen in seinem Bein. In der Woche vor seiner Abreise nach Thailand musste sich Munoz einer weiteren Operation am linken Bein unterziehen. Dennoch trat er beim ersten Rennen in Buriram an und wurde Zehnter. Aufgrund neuerlicher Komplikationen verpasste Munuoz dann die Grands Prix in Brasilien und in den USA.
Am vergangenen Wochenende feierte der WM-Fünfte von 2025 in Jerez sein Comeback – nach sechs Operationen an seinem verletzten linken Bein! Was Munoz bei seinem Heimrennen ablieferte, war beeindruckend. Als ob es nie eine Verletzung gegeben hätte, war der 19-Jährige von Beginn an konkurrenzfähig. Im Zeittraining am Freitag fuhr er die zweitschnellste Zeit. Im Qualifying am Samstag sicherte er sich den zweiten Startplatz hinter Maximo Quiles (Aspar).
18 Tausendstelsekunden fehlten auf Rang 2
Im Rennen am Sonntag übernahm Munoz mehrfach die Führung und kämpfte bis zwei Runden vor Schluss um den Sieg. Als Quiles dann in Führung liegend eine Lücke herausfahren konnte, lieferte sich Munoz mit Leopard-Honda-Pilot Adrian Fernandez ein erbittertes Duell um den zweiten Platz. Im Sprint zur Ziellinie setzte sich Fernandez um grade einmal 18 Tausendstelsekunden durch.
Dennoch war Platz 3 für Munoz ein Ergebnis, dass weit über den Erwartungen lag. «Ich bin überglücklich! Vor allem angesichts der Arbeit, die wir an diesem Wochenende geleistet haben. Es war ein hartes Wochenende für mich, aber all unsere Anstrengungen haben sich ausgezahlt», freute sich Munoz. «Ich war von Anfang an in der Spitzengruppe und konnte das Tempo die ganze Zeit über halten. Es war ein sehr wichtiger Tag in meinem Leben, und mein Heimrennen auf dem Podium zu beenden, macht es noch unvergesslicher. Da ich mich gerade erst von einer Verletzung erholt habe, hätte ich nicht erwartet, hier schon auf diesem Niveau zu sein. Ich habe in letzter Zeit viel Zeit im Krankenhaus verbracht, konnte nicht trainieren und nichts für meinen Körper tun. Die letzten Monate waren sehr lang für mich. Ich versuchte, stark zu bleiben, aber es war sehr schwer. Deshalb bin ich wirklich glücklich über das, was ich in Jerez erreichen konnte.»
Das Duell mit Fernandez in der letzten Runde war extrem spannend. Die beiden überholten sich mehrmals, keiner der beiden steckte zurück. Fernandez war zudem der Fahrer, der Munoz in Mandalika im Oktober abgeräumt hatte.
David Munoz: «In den letzten fünf Runden hatte ich Schmerzen»
«Die letzte Runde war spannender, als mir lieb war, aber solche Duelle sind in der Moto3 normal. Der Kampf mit Fernandez war angesichts meiner körperlichen Verfassung sehr anstrengend. In den letzten fünf Runden hatte ich Schmerzen, das Rennen war sehr lang», musste Munoz zugeben, ohne weiter drauf einzugehen. «Aber jetzt ist es an der Zeit, dem gesamten Team für seine Arbeit und die Unterstützung zu danken, die ich bekommen habe, um ein solches Comeback zu geben – danke, Jungs, ihr seid großartig!»
David Munoz belegt nach dem Spanien-GP in der Gesamtwertung mit 22 Punkten Rang 10. Der WM-Führende Maximo Quiles hat nach vier Rennen bereits 90 Punkte auf seinem Konto.
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