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Zandvoort-Sieger Oscar Piastri: «Schade für Lando»

​WM-Leader Oscar Piastri gewinnt den Traditions-GP der Niederlande, vor Max Verstappen und Isack Hadjar. Der McLaren-Fahrer profitiert vom Pech seines Stallgefährten Lando Norris.

Im Artikel erwähnt

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Fehlerfreie Darbietung von WM-Leader Oscar Piastri beim Grossen Preis der Niederlande in Zandvoort: Der 24-jährige Australier gewinnt in den Dünen an der Nordsee seinen neunten Formel-1-GP (gleich viele wie sein Manager Mark Webber), den siebten in dieser Saison (nach China, Bahrain, Saudi-Arabien, Miami, Spanien und Belgien) und den ersten auf dieser Strecke. Gleichzeitig ist dies der 23. Podestplatz für Oscar in der Königsklasse (gleich viele wie Jacques Villeneuve, Michele Alboreto und James Hunt).

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Für Piastris Rennstall McLaren ist dies der 201. GP-Triumph, der fünfte in den Niederlanden. Der 57. Doppelsieg für die Papaya-Renner muss warten, weil Lando Norris kurz vor Schluss wegen Motorschadens aufgeben musste.

Piastri, nun mit einem Vorsprung von 34 Punkten in der WM, sagt nach seinem Triumph von Pole: "Ein gutes Weekend, aber es tut mir leid, was Lando passiert ist, das hat er nicht verdient."

Oscar über sein Rennen: "Ich konnte das Rennen kontrollieren, in jenen Momenten, als ich es musste. Ich hatte immer ein wenig Speed auf Lager."

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"Ich bin sehr zufrieden, wie das alles gelaufen ist. Der Wagen lag im Grand Prix sehr gut. Ich bin vor allem auch happy, wie ich nach schwierigem Training in der Quali zurückschlagen und das nun im Rennen bestätigen konnte."

"Einfach war es nicht, mit dem leichten Regen, mit den Safety Car-Phasen, mit dem Druck von Lando."

"Gut, ich habe in der WM jetzt einen schönen Vorsprung. Aber es kommen noch sehr viele Rennen. Das ist noch nicht vorbei."

So lief das Rennen

Der Niederlande-GP begann unter viel Wolken, bei 20,6 Grad (die Rennstrecke 29,1 Grad warm) und tüchtig Wind, Regenwahrscheinlichkeit bei immerhin 60 Prozent. Hülkenberg, Colapinto und Verstappen/Tsunoda versuchten ihr Glück mit weichen Startreifen, das Haas-Duo Bearman und Ocon auf hartem Gummi, der Rest der Fahrer auf mittelharten Walzen.

Beim Start (nur 164 Meter bis zur ersten Kurve) nutzte Verstappen den Grip der weichen Reifen und presste sich gleich mal an Norris vorbei, dann ein übler Quersteher in der überhöhten Kurve 3, meisterhaft, wie Max den Wagen unter Kontrolle behielt, wow!

Stand nach Runde 1: Piastri, Verstappen, Norris, Hadjar, Leclerc, Russell, Hamilton, Lawson, Sainz und Albon. Sauber auf P17 und P18 (Hülkenberg und Bortoleto, der Brasilianer mit einem ganz schlechten Start).

Piastri setzte sich leicht von Verstappen ab, der Australier erhielt am Funk die Warnung, dass mit leichtem Niesel zu rechnen sei. Weiter hinten kabbelten sich Stroll und Bortoleto, der Brasilianer mit Schäden an der Frontflügel-Endplatte links. Die FIA guckte sich das genauer an.

In Runde 9 ging Norris am Verstappen vorbei, aussen in der ersten Kurve (Tarzan), der Engländer rückte vor auf P2. Die Gegenwehr von Max nicht mit letzter Konsequenz.

Norris machte sich auf die Jagd nach Piastri, während hinter Verstappen der junge Pariser Hadjar den heissen Atem von Ferrari-Fahrer Leclerc spürte.

In Runde 13 bretterte (wer anders als) Stroll über die weggebrochene Frontflügel-Endplatte des Sauber von Bortoleto. Damit eine stattliche Anzahl scharfkantiger Kohlefaserteile auf der Bahn verteilt, bravo. Auch Norris fuhr über diese Teile.

In Runde 15 begann zu tröpfeln. McLaren-CEO Zak Brown prüfte die Verhältnisse mit der bewährten Methode Arm ins Freie halten.

Piastri fuhr an der Spitze genauso schnell, wie er musste, um ein Dreisekunden-Polster auf Norris zu bewahren, aber nicht so schnell, wie der Australier konnte.

In Runde 20 mehr Tropfen, dennoch holten sich Alonso, Tsunoda und Hülkenberg (harte) Slicks ab.

Ferrari-Star Hamilton bat am Funk um einen früheren Stopp, um Russell und Leclerc vor sich zu unterschneiden (also früher reinkommen, dann schnelle Runden zeigen und hoffen, nach dem Stopp der Rivalen die Nase vorn zu haben).

Aber von Ferrari kam zuerst Leclerc herein, und dann Unfall von Hamilton, Safety Car-Phase! Lewis hatte den Ferrari in der kniffligen, überhöhten Kurve 3 aus der Kontrolle verloren, als sein Wagen auf die bemalte Fläche der aramco-Werbung geriet.

Piastri, Norris und Verstappen sofort an der Box, auch Hadjar und Russell. Durch die SC-Phase war der Vorsprung von Piastri dahin.

Stand hinter dem Safety-Car in Runde 24: Piastri, Norris, Verstappen (auf mittelharten Reifen, die anderen Piloten auf hart), Hadjar, Russell nun vor Leclerc, Lawson, Sainz, Ocon (der nicht angehalten hatte) und Albon. Die beiden Sauber auf den letzten zwei Rängen, P18 (Bortoleto) und P19 (Hülkenberg).

Am Ende der 26. Runde wurde das Feld wieder freigegeben: Piastri machte alles richtig, während Verstappen dahinter Druck auf den zweitplatzierten Norris machte.

Weiter hinten Kollision zwischen Lawson und Sainz in Kurve 1, die beiden Fahrer fielen mit Reifenschäden zurück (Sainz rechts vorne, Lawson links hinten) und kamen beide an die Box. Neue Fahrzeugnase für den Williams von Sainz. Der Spanier am Funk: "Das ist so dumm! Immer der gleiche Kerl …"

Die FIA sah das anders: 10-Sekunden-Strafe für Sainz.

Carlos am Funk zu seinem Renningenieur: "Machst du Witze oder was? Das ist das Lächerlichste, das ich in meinem ganzen Leben gehört habe."

In Runde 32 virtuelle Safety Car-Phase, wegen Trümmerteilen auf der Bahn bei Start und Ziel.

Nach dem Re-Start (nun wieder bei Sonne) presste sich Leclerc extrem hart an Russell vorbei, der Brite konterte bei Start und Ziel, aber Charles fuhr die Ellenbogen weit aus und blieb auf P5.

Leclerc am Funk: "Der soll nur nicht jammern, er hat mir zu wenig Platz gelassen." Klar jammerte Russell: "Der war doch mit dem ganzen Wagen neben der Bahn."

Die FIA sah sich das an und befand: Das wird nach dem Rennen untersucht.

Alonso war wütend. Auf die Frage, wie die harten Reifen so seien, schäumte Fernando: "Ich weiss es verflucht noch mal nicht, ihr bringt mich beim Stopp immer voll in den verdammten Verkehr." (Vor ihm Tsunoda, Bearman, Ocon und Stroll.)

Dann nochmals Alonso: "Ich kann nichts ausrichten gegen diese Kerle, lasst euch gefälligst etwas einfallen!" Aston Martin holte Alonso für einen zweiten Stopp an die Box.

Norris rückte näher und näher an Piastri. Aber der WM-Leader konnte den Abstand einpendeln zwischen 1 und 1,5 Sekunden.

Mercedes bat Russell, Antonelli vorbeizulassen, weil der Wagen von George beschädigt war. In Runde 42 also Kimi auf P6, Russell auf P7.

Stand in Runde 43: Piastri, Norris, Verstappen, Hadjar, Leclerc, Antonelli, Russell, Albon, Stroll und Ocon in den Top-Ten.

In Runde 53 holte sich Leclerc frischen Gummi ab (weich), eine Runde nach Antonelli (ebenfalls weich).

Als Leclerc auf die Bahn zurückkam, griff Antonelli sofort an – Kollision! Safety-Car. Leclerc am Funk: "Das war völlig unnötig."

Beide McLaren sofort an der Box, so wie fast alle Fahrer dahinter.

Die FIA reagierte schnell: 10 Sekunden-Strafe für Antonelli.

Stand in Runde 57 (von 72): Piastri, Norris, Verstappen, Hadjar, Russell, Albon, Antonelli, Gasly, Alonso und Bearman.

Re-Start in Runde 58: Piastri machte alles richtig, Norris weniger gut und hatte sofort Verstappen im Nacken.

Neue Untersuchung gegen Antonelli: zu viel Speed in der Boxengasse, nochmals fünf Sekunden Strafe.

Dann Schock für Norris: Motorschaden, Verstappen auf P2, Hadjar auf P3, wieder Safety Car-Phase.

Zum Schluss liess Piastri nichts mehr anbrennen – WM-Führung ausgebaut auf 34 Punkte!

Niederlande-GP, Zandvoort Circuit

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01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:38:29,849 h

02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +1,271

03. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +3,233

04. George Russell (GB), Mercedes, +5,654

05. Alex Albon (T), Williams, +6,327

06. Oliver Bearman (GB), Haas, +9,044

07. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +9,497

08. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +11,709

09. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +13,597

10. Esteban Ocon (F), Haas, +14,063

11. Franco Colapinto (RA), Alpine, +14,511

12. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, +17,063

13. Carlos Sainz (E), Williams, +17,376

14. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +19,725

15. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +21,565

16. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +22,029

17. Pierre Gasly (F), Alpine, +23,629

18. Lando Norris (GB), McLaren +8 Runden *

Out

* wegen Motorschadens ausgeschieden, aber aufgrund der zurückgelegten Distanz gewertet

Charles Leclerc (MC), Ferrari, Kollision mit Antonelli

Lewis Hamilton (GB), Ferrari, Unfall

WM-Stand (nach 15 von 24 Grands Prix und 3 von 6 Sprints)

Fahrer

01. Piastri 309 Punkte

02. Norris 275

03. Verstappen 205

04. Russell 184

05. Leclerc 151

06. Hamilton 109

07. Antonelli 64

08. Albon 64

09. Hülkenberg 37

10. Hadjar 37

11. Stroll 32

12. Alonso 30

13. Ocon 28

14. Gasly 20

15. Lawson 20

16. Bearman 16

17. Sainz 16

18. Bortoleto 14

19. Tsunoda 12

20. Colapinto 0

21. Doohan 0

Konstrukteurspokal

01. McLaren 584 Punkte

02. Ferrari 260

03. Mercedes 248

04. Red Bull Racing 214

05. Williams 80

06. Aston Martin 62

07. Racing Bulls 60

08. Sauber 51

09. Haas 44

10. Alpine 20

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