Das Autodromo Nazionale von Monza ist 102 Jahre alt, die Fans freuen sich auf die Action in Italien. Kurven wie Lesmo oder Parabolica sind legendär. Wir sagen, wieso diese Kurven so heissen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die Formel 1 kehrt in den königlichen Park von Monza zurück, die Fans freuen sich auf ein rauschendes Motorsportfest. 2022 ist diese fabelhafte Rennstrecke 100 Jahre alt geworden, aber selbst nach dieser Zeit wissen viele Racing-Freunde nicht, wie die ganzen Kurvenbezeichnungen im Highspeed-Tempel entstanden sind. Zeit für einen kleinen Nachhilfekurs.
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Fangen wir von vorne an: Monza. Die drittgrösste Stadt der Region Lombardei (125.000 Einwohner), nach Mailand und Brescia, heisst angeblich Monza wegen der lombardischen Königin Teodolinda. Einer Legende zufolge soll ihr, beim Ausruhen am Fluss Lambro, im Traum eine Taube erschienen sein, die sagte: "Modo" ("hier" in mittelalterlichem Latein). Und die Königin habe im Traum geantwortet: "Etiam" ("gewiss"). Aus den zwei Worten sei das Wort "modoetia" entstanden und daraus der Name Monza. Einer anderen Geschichte zufolge siedelten sich Auswanderer der deutschen Stadt Mainz hier an, daraus entstand "Magonza" und dann "Monza". Wie oft in solchen Fällen sind sich die Experten uneinig.
Kein Zweifel hingegen besteht daran, wie die Kurvennamen entstanden sind, also begleiten Sie uns von Start und Ziel auf eine Runde auf der Traditionsrennstrecke. Rettilineo Box Nicht sehr spektakulär: Wörtlich übersetzt heisst das die "Gerade bei den Boxen". Prima Variante Die erste Schikane wurde 1972 gebaut, um die Autos einzubremsen für den folgenden Rechtsknick Biassono. 1976 wurde die Schikane enger gestaltet, 2000 erneut anders geformt. Biassono Früher hiess sie "Curva Grande", die grosse oder fabelhafte Kurve, angemessen für diesen Vollgas-Rechtsknick. Biassono heisst ein Dorf in der Nähe und das wiederum heisst so wegen einer Festung der Familie Blasoni, die früher hier errichtet wurde (Blasonium Vicus). Seconda Variante Die zweite Schikane hiess früher "Curva della Roggia" für einen kleinen Fluss in der Nähe. Lesmo 1 und 2 Einst führte die Bahn hier durch einen dichten Wald, daher hiess die Kurve zu Beginn "Curva delle Querce" (Kurve der Eichen). Ab 1927 wurde die Kurve Lesmo genannt, auch dies wegen eines nahen Dorfes. Lesmo soll auf die Familie Laetissimus zurückgehen. Andere Sprachforscher glauben an Wurzeln zur Insel Lesbos. Auch hier sind sich die Fachleute nicht einig. Lesmo 2 hiess zu Beginn "Curva dei 100 Metri", für die Distanz zwischen den beiden Kurven. Dann wurde sie zur "Curva del bosco dei Cervi" (Kurve des Hirschwalds). Serraglio In diesem Linksknick stand die Jagdhütte des Königs. Der Name geht zurück auf Serail, ein anderes Wort für Palast, das später als Bezeichnung für Tiergehege verwendet wurde. Variante Ascari Früher "Curva del Platano" (Platanen-Kurve) oder "Curva del Vialone" (Allee-Kurve). Nach dem tödlichen Unfall von Alberto Ascari in Monza 1955 wurde die Kurve nach dem zweifachen Formel-1-Champion und Le Mans-Sieger benannt. Parabolica Eigentlich heisst die Kurve seit September 2021 "Curva Alboreto", nach dem im April 2001 tödlich verunglückten GP-Sieger Michele Alboreto. Ohne respektlos sein zu wollen: Alle sagen noch immer Parabolica, der Name geht natürlich zurück auf die Form dieser 180-Grad-Kurve, die zurück zu Start und Ziel führt. Davor hiess die Kurve "Curva de Porfido", weil dort vor allem Porphyr-Steine verbaut wurden (magmatisches Gestein). Der Vollständigkeit halber: Noch immer stehen in Monza die gewaltigen Steilwände, genannt "sopraelevate" (überhöht). Aber diese Geschichte erzählen wir in den kommenden Tagen. Wie die schnellen Herren der verschiedenen Rennkategorien durch die Kurven pfeilen, das ersehen Sie aus dem Zeitplan für den Monza-GP.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Freitag, 5. September 08.20–08.35: Pisteninspektion und Safety Car-Test 09.35–10.20: Training Formel 3 10.30–10.45: Demo historischer F1-Boliden 11.00–11.45: Training Formel 2 11.55–12.25: Paddock Club Track Tour 12.00–13.00: Paddock Club Pit Lane Walk 12.00–13.00: Formel 1 Fahrzeugpräsentation 12.25–13.00: Pirelli Hot Laps 13.05–13.20: Pisteninspektion 13.30–14.30: Erstes Training Formel 1 15.00–15.10: Qualifying Formel 3 – Gruppe A 15.20–15.30: Qualifying Formel 3 – Gruppe B 15.30–16.30: Pressekonferenz Teamchefs 15.55–16.25: Qualifying Formel 2 16.40–16.50: Pisteninspektion 17.00–18.00: Zweites Training Formel 1 18.30–19.15: Training Porsche Supercup 19.25–20.00: Paddock Club Track Tour 19.25–20.00: Paddock Club Pit Lane Walk 20.00–21.00: Truck Tour & Fotogelegenheit Trophäe 20.45–21.30: F1 Experiences Track Tour Samstag, 6. September 08.25–08.40: Pisteninspektion und Safety Car-Test 09.15–10.00: Sprintrennen Formel 3 (18 Runden oder 40 Minuten +1 Runde) 10.35–11.05: Qualifying Porsche Supercup 11.20–11.35: Jacky Ickx auf der Bahn 11.35–12.00: Pirelli Hot Laps 12.10–12.20: Pisteninspektion 12.30–13.30: Drittes Training Formel 1 14.15–15.05: Sprintrennen Formel 2 (21 Runden oder 45 Minuten + 1 Runde) 15.10–15.40: Paddock Club Track Tour 15.40–15.50: Pisteninspektion 16.00–17.00: Qualifying Formel 1 17.00–18.00: Pressekonferenz Qualifying 17.15–17.35: Demo historischer F1-Boliden 17.20–18.45: Paddock Club Pit Lane Walk 17.20–18.45: Paddock Club Track Tour 18.15–19.15: F1 Experiences Champions Club Grid Walk und Trophy-Foto Sonntag, 7. September 07.25–07.40: Pisteninspektion und Safety Car-Test 08.15–09.05: Hauptrennen Formel 3 (22 Runden oder 45 Minuten + 1 Runde) 09.45–10.50: Hauptrennen Formel 2 (30 Runden oder 60 Minuten + 1 Runde) 11.00–11.15: Demo historischer Formel-1-Autos 11.45–12.20: Rennen Porsche Supercup (15 Runden oder 30 Minuten + 1 Runde) 12.35–12.50: Jean Alesi auf der Bahn 12.45–13.30: Paddock Club Pit Lane Walk 12.50–13.00: 500. Grand Prix von Pirelli 13.00–13.30: Paddock Club Track Tour 13.00–13.30: Fahrerparade 13.35–13.55: Pirelli Hot Laps 13.55–14.10: Pisteninspektion 14.44–14.46: Nationalhymne 15.00–17.00: Grand Prix von Italien (53 Runden oder 120 Minuten)
Niederlande-GP, Zandvoort Circuit 01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:38:29,849 h 02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +1,271 03. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +3,233 04. George Russell (GB), Mercedes, +5,654 05. Alex Albon (T), Williams, +6,327 06. Oliver Bearman (GB), Haas, +9,044 07. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +9,497 08. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +11,709 09. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +13,597 10. Esteban Ocon (F), Haas, +14,063 11. Franco Colapinto (RA), Alpine, +14,511 12. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, +17,063 13. Carlos Sainz (E), Williams, +17,376 14. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +19,725 15. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +21,565 16. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +22,029 17. Pierre Gasly (F), Alpine, +23,629 18. Lando Norris (GB), McLaren +8 Runden * Out * wegen Motorschadens ausgeschieden, aber aufgrund der zurückgelegten Distanz gewertet Charles Leclerc (MC), Ferrari, Kollision mit Antonelli Lewis Hamilton (GB), Ferrari, Unfall
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WM-Stand (nach 15 von 24 Grands Prix und 3 von 6 Sprints) Fahrer 01. Piastri 309 Punkte 02. Norris 275 03. Verstappen 205 04. Russell 184 05. Leclerc 151 06. Hamilton 109 07. Antonelli 64 08. Albon 64 09. Hülkenberg 37 10. Hadjar 37 11. Stroll 32 12. Alonso 30 13. Ocon 28 14. Gasly 20 15. Lawson 20 16. Bearman 16 17. Sainz 16 18. Bortoleto 14 19. Tsunoda 12 20. Colapinto 0 21. Doohan 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 584 Punkte 02. Ferrari 260 03. Mercedes 248 04. Red Bull Racing 214 05. Williams 80 06. Aston Martin 62 07. Racing Bulls 60 08. Sauber 51 09. Haas 44 10. Alpine 20
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