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Hard-Enduro Sea to Sky: Lettenbichler siegte am Berg – WM-Titel ist nah

Manuel Lettenbichler (Red Bull KTM) gewann das Mountain Race beim Sea to Sky. Nach der Disqualifikation von Teo Kabakchiev und einer Punktekorrektur führt der Bayer die Hard-Enduro-WM deutlich an.

Hard-Enduro

Im Artikel erwähnt


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Manuel Lettenbichler gewann am Finaltag des Sea to Sky im türkischen Kemer das Mountain Race, der legendäre Ritt zum Gipfel auf 2365 Metern, und machte damit einen riesigen Schritt Richtung Titel. Entschieden ist die WM nach einem turbulenten Finish aber noch nicht.

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Das 64 Kilometer lange Bergrennen mit 16 Checkpoints wurde zum Zweikampf gegensätzlicher Rhythmen. Lettenbichler legte den Blitzstart hin und markierte im ersten Sektor die Bestzeit, während Mario Román dort als nur 16. rund 53 sec liegen ließ. Der Spanier konterte eindrucksvoll: Im Canyon fuhr er die Tagesbestzeit und holte über 1 min zurück, blieb über weite Strecken sogar der schnellere Mann. Entschieden wurde das Rennen aber dort, wo es am härtesten war: kurz vor dem Gipfel. Im «rocks garden» und monströsen Schlussanstieg, dem längsten Sektor, in dem das Feld 4 bis 8 min verlor, schlug Lettenbichler zurück und brachte 4:11 min Vorsprung ins Ziel.

Nach Protest wurde Kabakchiev disqualifiziert

Für das große Nachspiel sorgte die Rennleitung: Teo Kabakchiev war auf der Strecke mit 11 sec Vorsprung auf Román Zweiter, fing sich jedoch kurz vor dem Ziel einen Draht im Hinterrad ein. Weil ihm jemand beim Entfernen half, werteten die Offiziellen das als unerlaubte Hilfe von außen – zunächst bekam er 10 Strafminuten, schließlich wurde er nach einem Protest sogar disqualifiziert. Damit verlor der Bulgare sämtliche Punkte des Bergrennens. Nachdem es im Forest Race Lettenbichler erwischt hatte, traf die Regel diesmal Kabakchiev umso härter. Von der Disqualifikation profitierten die Verfolger: James Moore erbte Rang 3, Mitch Brightmore wurde Vierter.

Eine Korrektur der WM-Punkte bei der Roof of Africa sowie Kabakchievs Disqualifikation sortierten die WM-Tabelle neu. Lettenbichler führt mit 197 Punkten, der Zweite Mitch Brightmore liegt mit 165 Zählern 32 zurück. Da beim Finale in Spanien maximal 33 Punkte zu vergeben sind, ist der Titel rechnerisch noch nicht entschieden. Doch nur die Maximalausbeute von Brightmore bei gleichzeitigem Nuller von Lettenbichler könnte die Entscheidung noch drehen. In der Praxis genügen Lettenbichler zwei Punkte zum sicheren Gewinn. Das Hixpania in Spanien (23.–25. Oktober) wird zur Krönungsmesse, oder – rein theoretisch – zum Showdown.

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Manuel Lettenbichler: «Ich wollte unbedingt gewinnen, war mir aber nicht ganz sicher, wie es laufen würde. Da ich aus der dritten Reihe startete, musste ich so hart wie möglich pushen. Gleich beim ersten Fluss habe ich das Maximum gegeben. Als ich die Führung übernahm, fuhr ich eine Weile zusammen mit Teo Kabakchiev, bevor ich mich absetzen konnte. Teo ist auch in den harten Sektionen unglaublich gut gefahren. Ich freue mich sehr über den Sieg und auch darüber, dass ich meine Position in der Meisterschaft gefestigt habe.»

Ergebnisse Sea to Sky, Mountain Race:

1. Manuel Lettenbichler (D), KTM, 3:40,01 h

2. Mario Román (E), Husqvarna, +4:11 min

3. James Moore (ZA), Beta, +14:26

4. Mitch Brightmore (GB), GASGAS, +16:21

5. Thomas Scales (ZA), Beta, +18:50

6. Ashton Brightmore (GB), GASGAS, +22:48

7. David Cyprian (CZ), KTM, +34:23

8. Alfredo Gómez (E), Beta, +39:33

9. Danila Chernyaev (RUS), Husqvarna, +51:23

10. Dieter Rudolf (A), GASGAS, +55:32

Gesamtstand nach 7 Events:

1. Manuel Lettenbichler (D), KTM, 197 Punkte

2. Mitch Brightmore (GB), GASGAS, 165

3. Teodor Kabakchiev (BG), Sherco, 133

4. Ashton Brightmore (GB), GASGAS, 123

5. James Moore (ZA), Beta, 120

6. Mario Román (E), Husqvarna, 96

7. Billy Bolt (GB), Husqvarna, 76

8. Eddie Karlsson (S), Stark, 62

9. Lorenzo Gandola (I), Sherco, 56

10. Wade Young (ZA), KTM, 55

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