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Bradley Smith über Harley: Die krassen Unterschiede zu einem MotoGP-Bike

Bradley Smith beschreibt, was die Vor- und Nachteile der Bagger von Harley-Davidson im Vergleich zu einem MotoGP-Bike sind. Weshalb die europäischen Rennstrecken gut zu den 280-kg-Monstern passen.

Im Artikel erwähnt

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Der ehemalige MotoGP-Pilot und Testfahrer Bradley Smith startete 2025 das erste Mal in der amerikanischen King-of-the-Baggers-Serie. SPEEDWEEK.com sprach mit dem Briten – im ersten Teil schilderte er seine Eindrücke von der Rennserie, den Harley-Davidson-Road-Glide-Motorrädern und der Entwicklungsarbeit. Im zweiten Teil spricht Smith über die Unterschiede zur MotoGP und was die Erwartungen an den Bagger World Cup sind.

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Wie beurteilt Smith die Vor- und Nachteile der Harley-Davidson Bagger im Vergleich zu einem MotoGP-Bike? «Das viele Drehmoment, das diese Motoren haben, ist fantastisch. Dazu haben wir keine Elektronik, alles wird mit der rechten Hand geregelt. Man kann sich vorstellen, dass dieses Drehmoment sehr aufregend ist. Beängstigend ist, dass einige amerikanische Strecken nicht so viel Grip bieten. Ich rutsche dann überall seitwärts, was aber auch Spaß macht», zählte der 35-Jährige zunächst die positiven Dinge auf. «Au der negativen Seite ist eigentlich nur das Gewicht. Denn wenn du es gewöhnt bist mit einem Rennmotorrad mit 165 kg zu fahren, so wie in der MotoGP, und du dann auf einmal mit 280 kg fährts, dann bist du limitiert. Wir haben beispielsweise keinen speziellen Vorderreifen, der für die Bagger gemacht ist. Dieser wurde für die Superbikes entwickelt, somit sind wir limitiert beim Bremsen. Da das bestmögliche herauszuholen ist jedoch Teil des Spiels.»

Erfahrene MotoGP- und Superbike-Piloten fahren in der seit 2020 bestehenden King-of-the-Baggers-Serie. Bringen die Fahrer aus dem GP-Paddock und den seriennahen Meisterschaften die idealen Voraussetzungen mit, um das Maximum aus den 280-kg-Monstern herauszuholen? «Ich weiß es nicht – das ist eines der spannendsten Dinge bezüglich des Bagger World Cups. Wir werden viele Fahrer mit sehr unterschiedlichen Backgrounds sehen. Diese Motorräder sind sehr universell, deshalb wird es sehr interessant zu sehen sein, wer in der Meisterschaft hervorstechen wird. Die Fahrer in der King-of-the-Baggers-Serie haben alle einen unterschiedlichen Hintergrund, und alle sind konkurrenzfähig.»

Im August 2025 wurde im Rahmen des MotoGP-Wochenendes auf dem Red Bull Ring der Harley-Davidson Bagger World Cup offiziell vorgestellt. Der Kalender umfasst sechs Events mit insgesamt 12 Rennen. Gefahren wird in Austin, Mugello, Assen, Silverstone, Aragon und Spielberg. Welche Unterschiede gibt es dort zu den amerikanischen Strecken, wo die King-of-the-Baggers-Serie ausgetragen wird? «Es wird sehr speziell werden, diese Bikes auf so großen Strecken zu fahren. Wie du schon sagtest, Austin, Mugello, Assen, Silverstone, Aragon und Red Bull Ring – es sind große Strecken, die schnell und flüssig sind. Dafür sind diese Motorräder gemacht. Sie haben einen viel längeren Radstand als ein MotoGP-Bike oder ein Superbike, weshalb es schwieriger ist, mit diesen auf engen Pisten zu fahren. Diese Motorräder lieben hohe Kurvengeschwindigkeiten, sowie schnelle und flüssige Strecken. Wegen der Möglichkeit, auf diesen Rennstrecken zu fahren, möchte ich beim Bagger World Cup dabei sein. Meine Priorität liegt zwar auf der MotoAmerica, es wäre aber ein Traum, im Bagger World Cup zu fahren.»

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Beim Bagger World Cup werden sechs bis acht Teams mit je zwei Fahrern gegeneinander antreten. Bislang wurden erst drei Teams genannt – aus den USA, aus Australien und Italien. Fahrernamen wurden noch keine veröffentlicht. Das erste Rennwochenende findet bereits Ende März 2026 in Austin statt – also im Heimmarkt von Harley-Davidson.

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