Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Von der Mautstelle auf der Vorarlberger Seite in Partenen auf 1051 m Höhe schraubt sie sich himmelwärts: Die Silvretta Hochalpenstraße ist nicht einfach nur eine Verbindung zwischen Vorarlberg und Tirol – sie ist ein Monument für Kurvenjunkies. Wer die Maut entrichtet, bekommt 22,3 km puren Fahrspaß mit insgesamt 34 Kehren und zahllosen Biegungen serviert. Auf der Bielerhöhe auf 2.032 m kann man einkehren oder bei einer Fahrpause die hochalpine Kulisse des Silvrettasees geniessen. Zuletzt zahlten Motorradfahrer für diesen Kurvenspass 16 €, Autofahrer 19.50 € - vor allem an Wochentagen eine hochgradig lohnende Investition.
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Was als vorübergehende Sperre nach schweren Felsstürzen und Murenabgängen im Sommer 2024 begann, hat sich nun zu einem logistischen und geologischen Albtraum ausgeweitet. Wie die Betreiber offiziell bestätigten, machen detaillierte geologische Modellrechnungen eine Öffnung der Vorarlberger Seite in den kommenden Jahren unmöglich. Die Sicherheit der Durchfahrt kann schlicht nicht mehr garantiert werden. Hingegen kann voraussichtlich jeweils im Sommer die Tiroler Seite der Silvretta Hochalpenstrasse ab Galtür bis zum Vermuntsee mautfrei befahren werden. Von dort kann man mit der Vermuntbahn auf die Bielerhöhe gelangen. Kurvenkünstler müssen jetzt ganz stark sein: Der Zeitplan für die Sanierung der Westseite liest sich wie eine unendliche Geduldsprobe. Von 2027 bis 2029 sind umfassende Baumaßnahmen geplant. Dabei geht es nicht nur um ein Ausbessern der Fahrbahn. Die Trasse muss auf etlichen Abschnitten komplett verlegt werden, dazu müssen massive Schutzdämme errichtet werden, um die Strasse vor Naturgewalten zu schützen. Wenn alles nach Plan läuft, wird die Sivretta Hochalpenstrasse im Sommer 2030 wieder für den öffentlichen Verkehr frei gegeben. Ihr SPEEDWEEK-Autor entschuldigt sich bei allen Alpenfahrern für die Überbringung dieser niederschmetterden Nachricht.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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