Marcel Schrötter hofft beim Euro Moto-Start am Sachsenring auf viel Besuch
Als ehemaliger WM-Pilot ist der Bayer andere Arbeitszeiten gewohnt. Doch am kommenden Wochenenden geht es auch für ihn in der Euro Moto Superbike los.
Ab Freitag beginnt ein weiteres neues Kapitel in Marcel Schrötters Karriere, wenn er am Sachsenring sein Debüt in der hart umkämpften Superbike-Klasse gibt, die jetzt unter dem Namen Euro Moto startet und den Deutschen Meister sucht. Alles neben seiner Teilnahme an der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Kurz vor Weihnachten letzten Jahres entschied sich der 33-jährige Rennfahrer aus Oberbayern zu diesem Schritt, und unterzeichnete einen Vertrag beim Team GERT56 by RS Speedbikes aus Pirna. Damit kehrt er dahin zurück, wo seine Laufbahn vor vielen Jahren begonnen hatte.
Ich hoffe, dass viele Fans zur Euro Moto-Premiere am Sachsenring kommen.Marcel Schrötter
Wie in der Langstrecken-Weltmeisterschaft wird Schrötters Arbeitsgerät in der Euro Moto eine BMW M 1000 RR sein, jedoch auf Pirelli-Reifen. Ein letzter Test vor dem Saisonauftakt vor einer Woche auf der tschechischen Rennstrecke in Most verlief sehr gut. Zudem ist der Sachsenring eine Strecke, die Schrötter aus seiner WM-Zeit sehr gut kennt, weshalb er dem ersten nationalen Wettkampf des Jahres mit Optimismus entgegenblickt.
«Ich bin froh, dass es auch in der Euro Moto endlich losgeht», erklärte er kurz vor dem Start ins Wochenende. «Ich bin auch schon sehr gespannt auf das Kräfteverhältnis in der Superbike-Klasse. Für mich ist praktisch alles neu: die Meisterschaft, das Fahrerlager, die Konkurrenten, das Motorrad und in gewisser Weise auch der Wechsel auf 1000 ccm. Bisher habe ich mich gut eingelebt, auch wenn ich mich mit dem Motorrad, wie es in der Euro Moto eingesetzt wird, noch nicht hundertprozentig wohlfühle. Wir haben einige Testkilometer absolviert und gute Arbeit geleistet, aber ein oder zwei weitere intensive Testtage hätten nicht geschadet. Der Saisonauftakt am Sachsenring kommt mir jedoch entgegen. Ich kenne die Strecke sehr gut. Es wäre schwieriger, wenn wir zum Beispiel in Oschersleben starten würden. Es sollte also gut laufen. Deshalb freue ich mich darauf und auch auf einen neuen Karriereabschnitt. Ich hoffe, dass viele Fans – nicht nur meine, sondern von allen Fahrern – zur Euro Moto-Premiere am Sachsenring kommen. Vielleicht bringt die Neuausrichtung der Serie frischen Wind in unsere Meisterschaft.»
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