Euro Moto Supersport
Euro Moto Supersport-Neuling Freddie Heinrich träumt von einem Knaller 2027
Während es an der Spitze heißhergeht, muss die IDM beim Übergang zur Euro Moto einige Abgänge verkraften. In der Mitte taten sich Lücken auf. Mit Reiterberger und Schrötter treffen sich zwei Bekannte.
Wenn man sich gut anstellt, dürften Punkte zu ergattern in der diesjährigen Ausgabe der Euro Moto Superbike, vormals unter dem Namen IDM bekannt, nicht allzu schwer werden. Denn es haben sich 17 Piloten angemeldet, bis zu Platz 15 gibt es die begehrten Punkte auf das persönliche Meisterschaftskonto. Einige Talente aus der Pro Superstock 1000, dem vermeintlichen Unterbau des Meisterschafts-Prädikats, wären nur allzu gerne in die Euro Moto aufgestiegen. Doch entweder fand sich kein Team oder es scheiterte am nicht im ausreichenden Maße vorhandenen Budget. Ricardo Brink ist da nur ein Beispiel. Der Niederländer hatte 2025 alle Rennen der Pro Superstock 1000 gewonnen. Doch sein Weg führte ihn nicht wie von ihm heiß ersehnt in die Euro Moto, sondern er ergatterte in letzter Minute neben dem Platz in der Langstrecken-WM noch einen Platz in der Britischen Superstock-Meisterschaft.
Sowohl der Euro Moto Promoter als auch die interessierten Medien, SPEEDWEEK.com eingeschlossen, und die Fans dürfen sich vor allem über zwei illustre Neuzugänge freuen, die für viel Aufmerksamkeit sorgen. Marcel Schrötter und Markus Reiterberger haben beide gute Verträge in der Langstrecken-WM, doch beide packen noch die Euro Moto obendrauf. Für beide war sicherlich anfangs die Idee des Europameisterschafts-Status verlockend, doch daraus wurde ja bekanntlich nichts. Es bleibt beim offiziellen Titel internationaler Deutscher Meister.
Florian Alt und Lukas Tulovic haben sich nach ihren vergangenen Erfolgen zu einer weiteren Runde in der Deutschen Meisterschaft mit neuem Namen entschlossen. Toni Finsterbusch dürfte in seiner Firma in Leipzig eigentlich genug zu tun haben. Allerdings jagt er ganz un-eigentlich noch immer seinem ersten Superbike-Sieg hinterher.
Darüberhinaus sind in der Startaufstellung der Euro Moto Superbike 2026 im Vergleich zum Vorjahr auch einige Verluste zu beklagen. Der Argentinier Leandro Mercado hat der IDM, jetzt Euro Moto, den Rücken gekehrt und verfolgt seine Ziele nun bei YART in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Der aktuelle Erfolg gibt ihm derzeit recht. Der Ungar Bálint Kovács zählt in seiner ungarischen Heimat zu einem der fleißigsten Selbstvermarkter in seinem Sport. Auch seine steil ansteigende Formkurve im Vorjahr inklusive IDM-Podest änderten nichts an der Tatsache, dass es mit ihm in der Euro Moto keine Wiedersehen gibt.
‚Servus‘ hieß es auch bei Maximilian Kofler, der durch den Aufstieg seines Bruders Andreas Kofler in die Supersport-WM jetzt ohne Euro Moto-Team und damit auch ohne Job dasteht. Martin Vugrinec und Philipp Steinmayr waren im Vorjahr mit der Kawasaki auf die IDM-Strecke gegangen. Doch beide warfen vorzeitig das Handtuch. In diesem Jahr muss die Euro Moto ohne die Kawasaki auskommen, da das neue Modell erst im Sommer geliefert wird. Auch Max Schmidt und Sandro Wagner mussten abwinken. Schmidt dreht noch seine Runden in der Langstrecken-WM. Wagner war lange Jahre als Privatier unterwegs, musste aber dieses Jahr in Sachen Budget die Flügel strecken. «Es ist einfach zu teuer geworden», so sein Abschiedsgruß.
#1 Lukas Tulovic (D), Ducati, Triple M Racing Ducati Frankfurt
#5 Jan Mohr (A), Masteroil-alpha-Van Zon-BMW
#6 Marco Fetz (D), BMW, Fetz Racing
#14 Jan-Ole Jähnig (D), BMW, GERT56 by RS Speedbike
#23 Marcel Schrötter (D), BMW, GERT56 by RS Speedbike
#28 Markus Reiterberger (D), BMW, Masteroil-alpha-Van Zon-BMW
#38 Hannes Soomer (EST), Masteroil-alpha-Van Zon-BMW
#44 Kevin Orgis (D), BMW, ORM Racing
#45 Leon Orgis (D), BMW, ORM Racing
#52 Patrick Hobelsberger (D), Honda, Hobelsberger Racing Team
#54 Soma Görbe (HU), BMW, BCI MW Racing Team
#55 Milan Merckelbagh (NL), Masteroil-alpha-Van Zon-BMW
#56 Toni Finsterbusch (D), BMW, GERT56 by RS Speedbike
#66 Florian Alt (D), Honda, Holzhauer Racing Promotion
#71 Christoph Beinlich (D), BMW, BRT
#85 Twan Smits (NL), Yamaha, Team Apreco
#87 Lorenzo Zanetti (I), Ducati, Triple M Racing Ducati Frankfurt
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