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Florian Alt (Honda) freut sich auf «geisteskrank gute Kämpfe»

Als IDM-Superbike-Meister 2023 und zweimaliger Vize gehört Alt vom Team HRP auch 2026 auf jeden Fall wieder zum erlauchten Kreis der Top-Favoriten. Er selbst bezeichnet sich jedoch als Underdog.

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In die Premierensaison der nun Euro Moto heißenden IDM geht Florian Alt mit dem vermeintlichen Leistungsnachteil seiner Honda CBR1000RR-R Fireblade. Einen kleinen Vorteil verschaffte er sich, indem er am Montag als einziger der Top-Favoriten ein Renntraining von PZ Motorsport auf dem Sachsenring als Testtag nutzte, wo vom 8. bis 10. Mai der Saisonauftakt stattfinden wird.

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Sein Winter und die Vorbereitung auf die neue Saison waren, nach seinem Bekunden im Gespräch mit SPEEDWEEK.com, sehr gut, aber auch sehr stressig. «Privat bin ich ja gerade mit dem Hausbau beschäftigt, nicht in Schleiz, sondern bei mir in der Nähe von Köln. Zudem bereiten wir noch unsere kirchliche Hochzeit vor, die dann in Schleiz stattfinden wird. Aber auch rein sportlich gesehen, war viel los bei mir. So haben wir mit Honda und HRC bis Dezember entwickelt, waren also noch auf der Strecke, und haben Ende Januar schon wieder angefangen. Auch durch mein Engagement bei Sky, was superschön ist, war mein Kalender pickepacke voll.»

Honda-Daten gehen direkt nach Japan

Seine Testerei mit dem Team Holzhauer Racing Promotion zielte aber nicht nur, aber vor allem, auf die erste Euro-Moto-Saison ab. «Wir haben auch viele Sachen direkt für Honda entwickelt, denn nächstes Jahr kommt ja die neue Fireblade. Wir haben sogar an IDM-Wochenenden extra jemand abgestellt bekommen, der für uns zuständig ist. Spätestens am Montagmorgen gehen die Berichte nach Japan, wo alles ausgewertet wird. Unsere Entwicklung fließt da also voll mit ein.»

Dennoch zielte das straffe Testprogramm von «Flo» und «HRP» in erster Linie auf die erste Nicht-IDM-Saison ab. Dazu gibt er zu bedenken: «Ich sehe uns in diesem Jahr als Underdogs, weil Ducati ein neues Motorrad hat, das offensichtlich in der World Superbike sehr gut funktioniert. Bei BMW scheint es, dass sie ein neues Chassis haben, das den Fahrern auch rund eine halbe Sekunde pro Runde schenkt. Wir müssen mit unserem Motorrad Kleinigkeiten finden und, das was wir haben, verbessern. Das haben wir über den Winter getan und dadurch jetzt die schnellste Fireblade, die wir je hatten. Aber man muss ehrlich sein, dass es dieses Jahr sehr schwer wird.»

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Nun, wenngleich er 2023 gegen Ilya Mikhalchik und BMW Meister werden konnte und die letzten beiden Jahre hinter dem Ukrainer (2024) bzw. Lukas Tulovic (2025) jeweils Vize werden konnte, hatte er dafür alles aus sich und der Honda rausquetschen müssen. «Ich denke, dass es in diesem Jahr noch schwerer wird als letztes Jahr. Wir sind, wie gesagt, schneller geworden, müssen allerdings tiefstapeln, weil wir noch nicht einschätzen können, wie gut die Ducati und BMW tatsächlich sind. Dazu kommen Markus (Reiterberger) und Marcel (Schrötter) zurück. Wir haben einen superstarken Hannes Soomer und Toni Finsterbusch. Da sind schon mal vier BMW, vor denen du sein musst. Und dazu Tulo auf Ducati, der Favorit ist. Da musst du schon schauen, wo du stehst.»

Wiedersehen mit alten Weggefährten

Umgekehrt muss es ja auch eine Menge Fun machen, mit solchen Gegnern zu fighten? «Ich freue mich riesig auf die neue Saison und finde das absolut Klasse für die ganze Meisterschaft, für die Fans und so weiter. Besonders freue ich mich auf Marcel Schrötter, weil wir uns schon aus der Jugend kennen und schon ewig nicht gegeneinander gekämpft haben. Ebenso Reiti. Das sind alles Fahrer, mit denen ich aufgewachsen bin und mit denen ich geisteskrank gute Kämpfe hatte.»

Damit einher geht, dass Erfolge gegen solche Kaliber eine ganz andere Wertigkeit hätten. Auch das sieht Florian Alt ähnlich: «Klar, das Niveau wird in diesem Jahr noch einmal höher sein, und ich freue mich auch, dass mancher Fahrer aus höheren Klassen runter- bzw. zurückkommt. Da kann sich dann jeder seine eigene Meinung über das Standing der Euro Moto bilden.»

Vorder- und Hinterreifen werden hier sehr leiden.

Florian Alt

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Während es einige Strecken im Kalender gibt, die ihm mit der Honda nicht gerade entgegenkommen, macht er sich für den Auftakt auf dem Sachsenring einigermaßen Hoffnung. «An den Sachsenring habe ich immer gute Erinnerungen. Auch die Honda funktioniert hier recht gut. Es wird eine spannende Angelegenheit, zumal wir einen guten Test hier hatten. Von daher glaube ich, dass wir uns einen kleinen Vorteil erarbeiten konnten. Der Sachsenring ist aber insgesamt immer geil. Ich war die letzten beiden Jahre zwar nur zum MotoGP hier, aber das ganze Flair ist einfach einmalig.»

Bei seiner Einordnung der Rennstrecken in Honda-affin und Honda-missgünstig hält er zunächst fest, dass es auf dem Sachsenring auch stark darauf ankommt, «… wer am längsten Reifen hat …», weil das sächsische Asphaltband als sehr Reifen-mordend gilt. «Vorder- und Hinterreifen werden hier sehr leiden.»

Entgegen kommen ihm ebenso Strecken mit viel Stop and Go, Most, Hockenheim und mutmaßlich auch Brünn. «Einfach alles, wo es harte Bremszonen gibt und es auf viel Gefühl für die Vorderradbremse ankommt. Dort sind wir immer sehr stark. Wenn ich mir allerdings den Nürburgring angucke oder in der Vergangenheit auch Schleiz, also alles wo es wenig Grip gibt, ist das für uns eher suboptimal. Auch Oschersleben ist für uns sehr schwer.»

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