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Domi Aegerter (7.): «Podest wäre schwierig gewesen»

Das MuSASHi-Honda-Team von Domi Aegerter, Mizuno und Forés stürmte beim 8h-WM-Lauf in Suzuka nach einer bravourösen Fahrt auf Rang 6. Doch dann wurde Kawasaki zum Sieger erklärt. Der Schweizer fiel auf Rang 7 zurück.

Moto2

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Nach drei Podestplätzen seit 2016 gelang Dominique Aegerter (28) heute bei seinem sechsten Acht-Stunden-WM-Lauf in Suzuka im werksunterstützten japanischen MuSASHi RT HARC-PRO Honda-Team mit Xavi Forés und Ryu Mizuno nach Platz 4 im Qualifying der sechste Gesamtrang. Doch Stunden später wurde das Ergebnis geändert – MuSASHI fiel auf Platz 7 zurück.

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Der Japaner Mizuno fuhr den ersten Stint und übergab die Honda nach einen fantastischen bereits auf dem erstaunlichen 13. Platz an Aegerter, obwohl das Team mit 90 Sekunden Verzögerung aus der Boxengasse hatte wegfahren müssen. Denn ein Mechaniker hatte am Freitag im Qualifying eine Reifenmarkierung falsch abgebracht. "Wir waren sehr stark unterwegs. Es war natürlich relativ einfach, in den Top-Ten vorzustoßen, aber dann bekamen wir es mit den Teams zu tun, die eine ähnliche Pace hatten wie wir und diese Spitzenteams auch gute Motorräder haben. Deshalb wussten wir, sobald wir in den ersten zehn sind, wird das weitere Vorankommen schwieriger. Deshalb sind wir lange Zeit ‘nur‘ auf Platz 7 geblieben. Durch den Sturz von Kawasaki mit Rea hat es am Ende zumindest vorübergehend für Rang 6 gereicht. Mit 90 Sekunden Penalty war es unmöglich, zu den ersten drei, vier Teams aufzuholen. Das wäre nur gegangen, wenn wir Glück mit einer Safety-Car-Phase gehabt hätten."

"Mizuno und ich sind je drei Stints gefahren, Xavi Forés zwei, er hat aber auch noch Motocross-Einlage macht", schilderte Domi Aegerter. "Bei uns ist sonst alles top gelaufen. Unsere ersten vier Stunden waren sehr, sehr stark. Aber wir mussten bis zur Halbzeit auch körperlich viel Kraft opfern, um die Rundenzeiten fahren zu können. Deshalb waren die zweiten vier Stunden dann schwieriger, da sind die ersten drei Werksteams von Kawasaki, Honda und Yamaha bessere Zeiten gefahren als wir. In den ersten vier Stunden haben wir die 90 Sekunden Rückstand vom Start zur Spitze eigentlich konstant halten können."

Als es in der letzten Stunde zu regnen begann und dann noch die SERT-Suzuki nach einem kapitalen Motorschaden eine Ölspur um die 5,8 km lange Piste legte, vertraute das MuSASHI-Team auf die Fahrkünste und die Erfahrung des Schweizer Moto2-Piloten, der beim Suzuka Eight Hours Race schon drei Podestplätze (1x Zweiter, 2x Dritter) erobert hat.

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"Das war übelst krass", seufzte der Rohrbacher. "In den letzten 20 Minuten hat es im Dunklen begonnen zu tröpfeln, aber nur auf einer Seite dieser langen Strecke. Es hat also dort ein bisschen genieselt, du hast in der Finsternis fast nichts mehr gesehen. Denn man muss sich vor Augen halten, in Suzuka gibt es keine Beleuchtung wie beim Nacht-GP in Katar, du hast nur das Licht der Lampe vorne am Motorrad, mit dem du ein bisschen etwas siehst. In den letzten zwei Runden hat dann der Fahrer des SERT-Teams Öl auf der Strecke verloren, bevor die Rennleistung das gemerkt hat, ist Johnny Rea mit der Kawasaki auf dem Öl gestürzt. Erst danach haben sie mit der roten Flagge abgebrochen."

Rea brachte dann sein Bike nicht innerhalb von fünf Minuten zurück an die Box, deshalb wurde sein Team aus der Wertung genommen und Yamaha Factory zum Sieger erklärt. Diese Mannschaft drehte 18 Runden mehr als beim Sieg 2018!

Johnny Rea fuhr aber in dieser heiklen Schlussphase meist 3 sec schneller als die Verfolger, obwohl er zum Beispiel 19 Minuten vor dem Ende ungefährdet mit 20,8 sec Vorsprung vor Red Bull Honda und 27,9 sec vor Yamaha auf Platz 1 lag. "Klar, wenn du gewinnen willst, musst du Gas geben. Aber es ist schwierig, wenn dir die Japaner an der Box vielleicht nichts anzeigen und du nicht weißt, wie weit die Verfolger zurück sind. Dann probierst du einfach bis zur Zielflagge alles", sagte Domi Aegerter. "Ich denke, Rea ist wegen dem Öl hingefallen und nicht wegen dem Regen."

Später wurde einem Protest von Kawasaki stattgegeben und das Trio Rea, Haslam und Razgatliogluo zum Seger erklärt. Aegertesr Ream rutschte dadurch wieder auf den 7. Rang ab.

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Aegerter ist sich bewusst, dass selbst ohne Penalty ein Podestplatz schwierig gewesen wäre. "Wir hätten aber sicher mit F.C.C.-Honda und Yoshimura Suzuki kämpfen können", meint der Moto2-WM-Pilot. "Das wäre sicher möglich gewesen. Das Podium wäre schwierig geworden, wenn Rea nicht gestürzt wäre. Denn die drei Werksteams hatten eine etwas bessere Pace drauf. Aber eine bessere Platzierung als Rang 7 wäre möglich gewesen."

Ergebnis 8h Suzuka 2019

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