Forward-Sensation hauchdünn verpasst: Alex Escrig knapp am Podium vorbei
Der Spanier Alex Escrig hätte im Rennen der Moto2-Klasse in Goiania seiner Klint-Forward-Truppe beinahe das erste Podium seit vielen Jahren beschert.
Das leidgeprüfte Klint-Forward-Team durfte sich im «Autodromo Internacional de Goiania Ayrton Senna» im Moto2-Rennen über Platz 4 durch Alex Escrig freuen. Der 22-Jährige entwickelt sich vom Hinterbänkler zum Podiumskandidaten. Schon am Sonntagmorgen hatte der Kumpel von MotoGP-Ass Pedro Acosta (Red Bull KTM) – mit ihm fuhr er einst im Red Bull Rookies Cup – in Goiania mit dem Forward-Chassis im Q2 mit Startposition 3 für Aufsehen gesorgt.
Für Escrig war es die erste Startreihe seiner Grand-Prix-Karriere. Im Rennen absolvierte er zu Beginn sogar Führungskilometer und fuhr anschließend hinter seinen Landsleuten Dani Holgado und Daniel Munoz lange auf Position 3. Den fast schon sicher geglaubten Podestplatz musste Escrig erst in der absoluten Schlussphase an den heranstürmenden Manuel Gonzalez (Liqui Moly Dynavolt IntactGP) abgeben.
«Es war ein großartiger Tag», freute sich Escrig, der aus Valencia stammt und bereits bei den Moto2-Wintertests hatte aufhorchen lassen. «Bereits der Start aus der ersten Reihe war eines unserer Ziele, und wir haben es dann auch erreicht. Wir sind sehr glücklich damit! Das Rennen war dann sehr lang. Ich konnte konstante und schnelle Rundenzeiten fahren und sogar die Lücke zu den Fahrern vor mir etwas schließen.»
In der letzten Runde war Escrigs Gegenwehr gegen Gonzalez dahin. «Gegen Ende – wie auch immer – hatte der nachlassende Reifen große Auswirkungen auf meine Performance. Ich wollte unbedingt verhindern, Positionen zu verlieren oder gar Fehler zu machen. Aber Manu hatte am Ende einfach eine bessere Pace und war stärker. Wir müssen daraus jetzt lernen. Wir steigern uns und glauben weiterhin an unser Potenzial.»
Für die Truppe, die als Team Forward Racing in der WM begonnen hat und ihren Sitz im schweizerischen Lugano im Tessin hat, ist es ein wichtiger Meilenstein. Vor einigen Jahren hatte der schillernde Teambesitzer Giovanni Cuzari mit seiner Mannschaft für viel Aufsehen gesorgt, als man den MotoGP-Startplatz wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten zwangsweise abgeben musste.
Hinzu kommt: Escrig belegt in der WM-Tabelle nach den ersten beiden Rennen Platz 5. Im Vorjahr wurde er 22. der Moto2-WM und sammelte dabei 25 Punkte – diese Marke dürfte er wohl schon bei einem der nächsten Rennen übertreffen. Die beste Platzierung 2025 war Rang 7 in Argentinien, 2024 lag sein bestes Ergebnis bei Position 17 in Australien.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach