Nach seinem überlegenen Sieg in Jerez ist Moto2-Star Jonas Folger auch für den Grand Prix von Frankreich in Le Mans zuversichtlich. «Wir wollen wieder vorne dabei sein», versichert er.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Seit Jahren ist das außerordentliche Talent von Jonas Folger unter Experten unbestritten, doch 2015 schafft er es nun, seine Fähigkeiten in bedeutende Erfolge umzumünzen. In vier Rennen feierte der Bayer zwei Siege. Obwohl die Rennen in Texas und Argentinien nicht nach Plan verliefen, belegt der Kalex-Pilot Rang 2 der WM-Tabelle und ist ein ernsthafter Anwärter auf den Titel.
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2014 erfolgte der ersehnte Moto2-Aufstieg für den mittlerweile 1,78 Meter großen Bayern. Er beeindruckte mit zwei Podestplätzen und einem weiteren Top-6-Resultat. Doch nach dem Mugello-GP brach die Leistungskurve ein. Der 21-Jährige erkannte jedoch seine Schwäche und begann im Winter mit Mentaltraining, das sich offensichtlich bezahlt gemacht hat. Beim Saisonauftakt 2015 in Katar sorgte Folger für eine Überraschung und feierte nach einem cleveren und fehlerfreien Rennen seinen dritten GP-Sieg. Nach Problemen in Austin und Argentinien schlug der Bayer in Jerez erneut zu. Er besiegte Weltmeister Tito Rabat und dominierte das Moto2-Rennen fehlerfrei.
Durch die Entscheidung für den weichen Hinterreifen zeigte sich Folgers großes Talent deutlich. Er kontrollierte Kalex souverän, obwohl die Maschine in jeder Bremszone ?bedrohlich schlingerte. "Nicht viele Fahrer können, was er kann", grinste Manager Christian Llavero gegenüber SPEEDWEEK.com in Jerez.
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Auch Folger ist zuversichtlich, dass er sein Hoch fortführen kann. "Ich freue mich sehr auf Le Mans, denn ich hatte dort schon im letzten Jahr ein sehr gutes Wochenende. Ich fuhr meine erste Pole-Position ein und erreichte Platz 6", erinnert sich der Kalex-Pilot aus dem AGR-Team.
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Nach dem Jerez-GP trainierte Folger in Spanien, besuchte am Wochenende seine Familie im oberbayerischen Schwindegg und bereitet sich auf Le Mans wieder in der Sonne Südeuropas vor. "Derzeit haben wir eine sehr gute Abstimmung für das Bike. Die Kombination stimmt, daher erwarten wir ein weiteres starkes Wochenende", erklärte der 21-Jährige.
"Schon in Jerez konnte ich über das Wochenende hinweg Selbstvertrauen aufbauen und wusste, dass ich für das Rennen eine sehr gute Pace habe. Das ist wichtig. In Le Mans wird die Strategie dieselbe sein. Wir wollen in jedem Training vorne dabei sein und uns steigern. Die Basis mit dem Bike ist sehr gut, derzeit passt alles. Ich glaube, dass wir in Le Mans wieder gut mithalten können", versichert er. Die deutschen Fans dürfen gespannt sein, ob es Folger schafft, dass auch in Frankreich nur für ihn die deutsche Nationalhymne erklingt.
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