Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Nach dem starken neunten Startplatz beim Catalunya-GP hoffte Kalex-Moto2-Pilot Sandro Cortese auf den ersten Top-Ten-Platz für das neue Dynavolt Intact GP Team, aber Toni Elias beschädigte bei einem Sturz in der ersten Kurve den Auspuff und die Umlenkung der Cortese-Maschine, der Moto3-Weltmeister musste aufgeben.
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Aber Cortese weiss, jetzt kommen mit Assen, Sachsenring, Indy und Brünn seine starken Strecken, ausserdem hat er das Moto2-Motorrad immer besser im Griff. "Ich hoffe, dass ich bei den nächsten Rennen noch einen Schritt nach vorne machen und dadurch vermehrt mit den Spitzenfahrern kämpfen kann", sagt Sandro. "Vorne wird mehr mit Kopf gefahren. Wenn ich mich im Training verbessere und weiter vorne losfahren kann, kann ich noch mehr von den Vorderleuten lernen."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Der Berkheimer beteuert auch, er habe sich Landsmann Marcel Schrötter nicht als neue Messlatte gesetzt. "Das wäre falsch, wenn ich sage, ich muss jetzt vor ihm sein", sagt Cortese. "Ich versuche, mich persönlich zu verbessern. Wenn mir dieser Schritt gelingt, wird auch Schrötter überholt. Ausserdem sage ich: Ein Motorrad bleibt ein Motorrad. Was ein Aegerter kann was ein Corsi kann und was ein Tom kann, das kann ich auch. Aber ich muss ruhig bleiben und lernen."
Sandro Cortese will nicht dieselben Fehler machen wie in der Vergangenheit. "Das war ja früher immer mein Problem", blickt er zurück. "Ich wollte zu früh zu viel. Hinterhergefahren, gestürzt, nie ein Vertrauen aufgebaut. Jetzt steigern wir uns Schritt für Schritt, auch mit dem Team klappt das gut, dass wir jetzt nicht gleich in die Top-Ten fahren. Aber wenn ich mal weiss, was ich kann, kann ich das auch umsetzen – so wie am Samstag in Barcelona oder wie in Mugello. Ich brauche vielleicht einen Tick länger wie ein anderer Fahrer, aber dann kann ich es auch abrufen."
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Elfter am Freitag, Neunter am Samstag in Barcelona: Cortese nähert sich in Riesenschritten der Moto2-Weltklasse. Ist 2013 ein Podest möglich? Was dürfen die Fans vom Moto3-Weltmeister in diesem Jahr noch erwarten? "Das Ziel bleibt gleich, ich will mich stets verbessern", sagt der 23-Jährige. "Die Ergebnisse, die wir schon gebracht haben, bestätigen. Ich denke, wir kommen dann in eine Region, wo man sagen muss: Die sind richtig flott unterwegs da vorne, da muss man richtig kämpfen. Im Moment weiss ich, es gibt noch Möglichkeiten zur Verbesserung. In Mugello habe ich in der letzten Rennrunde meine schnellste Zeit gefahren. Da ist also noch ein Puffer nach oben." Cortese fuhr beim Catalunya-GP erstmals aus der dritten Startreihe weg. Auf die Bestzeit von Espargaró fehlte noch eine Sekunde. "Aber in der Moto2 ist es schwierig, zum Beispiel drei bis vier Zehntelsekunden zu finden. Kalex haben fast alle. Dazu gleicher Motor, gleiche Reifen. Es kommt also auf die Abstimmung und auf das Fahrkönnen an."
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Im Winter kündigte Cortese an, er wolle wie Nico Terol im Vorjahr langsam steigern und eventuell im Herbst einen Podestplatz erobern. Inzwischen hütet sich der Moto2-Rookie vor kühnen Prognosen. "Das erste Ziel ist jetzt ein Top-Ten-Ergebnis. Wenn wir das ein paarmal bestätigt haben, dann kann man von was anderem träumen", gibt Sandro zu bedenken. Und das Dynavolt-Intact-GP-Team hatte vor, 2014 mit Sandro Cortese um den Titel zu fighten. Sandro wiegelt ab. An den Titelgewinn will er vorläufig nicht denken. "Ich bin glücklich und zufrieden mit den Fortschritten, die wir im Moment machen", versichert er.
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