Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Heute am Nachmittag fand in der Kirche "Saint-Pierre-aux-Liens" von Bulle in der Westschweiz unter großer Anteilnahme die Trauerfeier für den in Mugello vor zehn Tagen tödlich verunglückten Schweizer Moto3-WM-Piloten Jason Dupasquier statt. Aufgrund der Covid-Maßnahmen waren 300 Personen außerhalb zugelassen, für den Innenbereich der Kirche war eine persönliche Einladung der Familie nötig. 100 Trauergäste erschienen dort.
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Zu Ehren von Jason wurde mit Unterstützung der Polizei eine Motorrad-Kolonne organisiert, die den Freiburger auf seinem letzten Weg bis zur Kirche von Sorens begleitete. Als Treffpunkt wurde der Marktplatz neben der Kirche bestimmt. Nicht nur wegen des wechselhaften Wetters konnten die Behörden nicht abschätzen, wie groß der Aufmarsch der trauernden Motorradfahrer an diesem Arbeitstag sein würde.
Die Motorrad-Prozession schien trotzdem endlose Ausmaße zu haben. Es dauerte einige Minuten, bis alle Motorräder am Marktplatz in Bulle (Kanton Fribourg) ihre Fahrzeuge in Gang brachten und dann an der Kirche "Saint-Pierre-aux-Liens" vorbeifuhren. Aus der ganzen Schweiz hatten sich ca. 500 Motorradfahrer getroffen, um Jason Dupasquier das letzte Geleit zu geben. Die Fahrt führte von seiner Geburtsstadt Bulle in seine Heimat Sorens FR, wo er beerdigt wird.
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Der Motorradlärm bildete eine willkommene Geräuschkulisse. Die engsten Angehörigen mit Mutter Andréa (sie stammt aus Portugal) und Vater Philippe (125-ccm-Motocross-WM-Vierter 2002) sowie Jasons Geschwistern Bryan und Alyson fühlten sich in diesen schweren Stunden nicht allein gelassen. Die Motorradgemeinde signalisierte durch die Prozession ihr Mitgefühl.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Auch die Schweizer Motorrad-Prominenz traf sich im Kanton Fribourg, um sich vom größten Schweizer Motorrad-GP-Talent der letzten 15 Jahre würdig zu verabschieden. Jasons Mentor Tom Lüthi, der das Management des GP-Talents übernehmen wollte, war ebenso zugegen wie die tief betroffenen Rennfahrerkollegen Jesko Raffin und Dominique Aegerter.
Als Überraschungsgast ließ sich der dreifache Motorrad-Weltmeister Dani Pedosa einen Besuch in Bulle nicht nehmen. Der in der Romandie lebende Red Bull-KTM-Testfahrer hatte gestern noch in Jerez beim MotoGP-Test die KTM-Mannschaft verstärkt und nahm heute als Abgesandter von Motorradhersteller KTM Abschied von Jason Dupasquier, der seine größten Erfolge (er kam als WM-Zehnter nach Mugello) auf KTM errungen hat. Auch Teile des CarXpert-Prüstel-GP war in Bulle zu sehen. Zum Beispiel Teamkollege Ryusei Yamanaka und Teambesitzer Florian Prüstel ("Es war sehr emotional"), Jasons Crew-Chef Stefan Kirsch. Auch der portugiesische FIM-Präsident Jorge Viegas, der ein Hauptquartier in Mies bei Genf hat, machte sich auf den Weg zur Verabschiedung.
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